Sony könnte seine nächste PlayStation-Generation bereits Ende 2027 starten – und diesmal möglicherweise gleich mit zwei Geräten. Ein neuer Leak fasst angebliche Informationen zur PlayStation 6 sowie zu einem deutlich schwächeren PlayStation-Handheld zusammen. Beide Systeme sollen PS6-, PS5- und sogar PS4-Spiele unterstützen. Für die PS6 werden unter anderem Zen-6-Prozessorkerne, eine GPU auf Basis einer neuen RDNA-Generation und bis zu 40 GB GDDR7-Speicher genannt.
Offiziell bestätigt ist davon bislang nichts. Die aktuellen Angaben stammen vom bekannten Gaming-Leaker TCMFGames beziehungsweise aus von ihm zusammengetragenen Informationen. Gerade die detaillierten Hardware-Spezifikationen sollten deshalb bis zu einer Ankündigung von Sony ausdrücklich als Gerücht behandelt werden.
PS6 soll weiterhin für 2027 geplant sein
Nach den aktuellen Informationen hält Sony intern weiterhin an 2027 als Zieljahr für die nächste PlayStation fest.
Die Serienproduktion soll angeblich bereits zur Jahresmitte 2027 beginnen. Ein Marktstart könnte anschließend gegen Ende des Jahres erfolgen.
Damit würde Sony nicht nur eine neue stationäre Konsole vorbereiten. Parallel soll eine zweite, weniger leistungsfähige Hardware entwickelt werden, die als vollwertiges mobiles PlayStation-System dienen könnte.
| Gerücht | Angeblicher Stand |
|---|---|
| PS6 | High-End-Heimkonsole |
| Neuer Handheld | Leistungsärmeres mobiles PlayStation-System |
| Produktionsstart | Mitte 2027 |
| Geplanter Release | Ende 2027 |
| PS6-Spiele | Unterstützt |
| PS5-Kompatibilität | Angeblich vorhanden |
| PS4-Kompatibilität | Angeblich vorhanden |
| Hersteller | Noch nicht offiziell von Sony bestätigt |
Sollten die Angaben stimmen, würde Sony die nächste Generation damit anders aufstellen als bei der PS5.
Statt lediglich einer stationären Plattform könnte das Unternehmen von Beginn an ein PlayStation-Ökosystem mit Konsole und Handheld etablieren.
Steigende Speicherpreise könnten den Zeitplan gefährden
Ganz sicher scheint der Termin allerdings nicht zu sein.
Als möglicher Risikofaktor werden die derzeit steigenden Preise für Arbeitsspeicher genannt. Speicherchips gehören zu den wesentlichen Kostenfaktoren moderner Konsolen und könnten bei einer neuen Hardwaregeneration entsprechend Einfluss auf die Produktionskosten nehmen.
Laut dem Leak könnte eine weitere Preissteigerung theoretisch zu Änderungen des Produktionsplans oder sogar einer Verschiebung führen.
Der aktuelle interne Zieltermin soll trotzdem weiterhin 2027 sein.
Interessant ist dabei eine weitere Behauptung: Foxconn soll bereits Produktionskapazitäten für die PS6 reserviert haben.
Sollte das tatsächlich stimmen, wäre eine kurzfristige Verschiebung für Sony möglicherweise teuer. Bereits vereinbarte Produktionskapazitäten und langfristige Verträge mit Zulieferern lassen sich nicht beliebig verschieben.
TCMFGames argumentiert deshalb, dass ein späterer Release zwar weiterhin möglich sei, Sony inzwischen aber bereits tief genug in der Produktionsplanung stecken könnte, dass eine Verschiebung erhebliche Zusatzkosten verursachen würde.
Auch dieser Punkt ist bislang nicht offiziell bestätigt.
Angebliche PS6-Specs: Zen 6 und neue RDNA-GPU
Besonders interessant sind die genannten technischen Daten.
Die PS6 soll dem Leak zufolge erneut auf AMD-Technik setzen und eine Kombination aus Zen-6-CPU und RDNA-Grafikeinheit verwenden.
Für die CPU werden sieben bis acht Zen-6c-Kerne genannt, die hauptsächlich für Spiele zur Verfügung stehen sollen.
Zusätzlich könnten zwei besonders effiziente Zen-6-LP-Kerne verbaut werden, die für das Betriebssystem und Hintergrundaufgaben vorgesehen wären.
| Komponente | Angebliche PS6-Spezifikation |
|---|---|
| Gaming-CPU | 7–8 × Zen 6c |
| System-CPU | 2 × Zen 6 LP |
| GPU | RDNA 5 |
| Compute Units | 52–54 |
| Speicherinterface | 160 Bit |
| Speicher | bis zu 40 GB GDDR7 |
| Speicherbandbreite | angeblich bis zu 640 GB/s |
| Rasterleistung | angeblich 2,5–3× PS5 |
| Raytracing | angeblich 6–12× PS5 |
Die Trennung zwischen leistungsfähigen Gaming-Kernen und kleineren Systemkernen wäre eine interessante Entwicklung.
Damit könnte die eigentliche Spieleleistung stärker von Hintergrundprozessen getrennt werden. Ob Sony tatsächlich genau diese Konfiguration verfolgt, lässt sich derzeit jedoch nicht überprüfen.
Bis zu 40 GB GDDR7 im Gespräch
Auch beim Speicher wäre der Sprung deutlich.
Die PS5 verfügt über 16 GB gemeinsamen GDDR6-Speicher. Für die PS6 werden nun bis zu 40 GB GDDR7 genannt.
Dazu soll ein 160-Bit-Speicherinterface kommen.
Die angebliche maximale Speicherbandbreite liegt bei 640 GB/s.
Gerade die Speichermenge wäre für die nächste Konsolengeneration von Bedeutung. Höhere Texturauflösungen, größere Spielwelten und anspruchsvolleres Raytracing erhöhen den Bedarf an schnellem Speicher.
Ob Sony tatsächlich 40 GB verbauen wird, dürfte allerdings auch stark von den Kosten abhängen.
Genau deshalb könnten die im Leak angesprochenen steigenden Speicherpreise für die Planung eine Rolle spielen.
PS6 angeblich bis zu dreimal schneller als PS5
Auch erste Leistungsangaben kursieren.
Bei klassischer Rastergrafik soll die PS6 angeblich etwa 2,5- bis dreimal so schnell wie eine PS5 sein.
Noch größer könnte der Abstand beim Raytracing werden.
Hier wird eine Steigerung um den Faktor sechs bis zwölf genannt.
Solche Angaben sollten derzeit besonders vorsichtig behandelt werden. Noch ist weder bekannt, anhand welcher Benchmarks diese Werte berechnet wurden, noch wie hoch die endgültigen Taktraten und Leistungsgrenzen der Hardware ausfallen würden.
Gerade bei Raytracing können sich Architekturen zudem deutlich stärker unterscheiden als bei klassischer Rasterleistung.
Die Zahlen zeigen aber zumindest, welche Richtung Sony beziehungsweise AMD angeblich verfolgen: Die nächste Generation könnte den Schwerpunkt stärker auf moderne Beleuchtungs- und Rendering-Techniken legen.
Neuer PlayStation-Handheld soll ebenfalls Zen 6 nutzen
Noch spannender als die eigentliche PS6 könnte für viele Spieler das zweite Gerät sein.
Sony soll parallel an einem neuen PlayStation-Handheld arbeiten.
Dabei würde es sich nach den vorliegenden Informationen nicht lediglich um ein Streaming-Gerät wie den PlayStation Portal handeln, sondern um Hardware, die Spiele lokal ausführen kann.
Die angeblichen technischen Daten fallen erwartungsgemäß deutlich schwächer als bei der PS6 aus.
| Komponente | Angeblicher PlayStation-Handheld |
|---|---|
| CPU | 4 × Zen 6c |
| System-CPU | 2 × Zen 6 LP |
| GPU | 16 RDNA-5-Compute-Units |
| Arbeitsspeicher | 24 GB LPDDR5X |
| Speicherinterface | 192 Bit |
| Fertigung | TSMC 3 nm |
| Chipfläche | etwa 135 mm² |
Die Verwendung von LPDDR5X würde zu einem mobilen Gerät passen, da dieser Speicher auf einen niedrigeren Energieverbrauch ausgelegt ist.
Auch die angebliche Fertigung im 3-nm-Verfahren wäre für einen Handheld sinnvoll, bei dem Leistungsaufnahme, Wärmeentwicklung und Akkulaufzeit besonders wichtig sind.
Der Handheld soll PS4, PS5 und PS6 unterstützen
Der vielleicht wichtigste Teil des Gerüchts betrifft jedoch die Software.
Sowohl die PS6 als auch der Handheld sollen angeblich PS4-, PS5- und PS6-Spiele ausführen können.
Für den mobilen Markt wäre das ein enormer Schritt.
Ein Handheld mit Zugriff auf zumindest große Teile der bestehenden PlayStation-Bibliothek würde Sony direkt in einen Markt führen, in dem Steam Deck und andere PC-Handhelds in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen haben.
Wie PS6-Spiele auf der deutlich schwächeren mobilen Hardware funktionieren sollen, bleibt allerdings offen.
Denkbar wären beispielsweise speziell angepasste Grafikprofile oder skalierbare Versionen der Spiele. Der Leak liefert hierzu jedoch keine Details.
Deshalb sollte aus der angeblichen PS6-Kompatibilität nicht automatisch geschlossen werden, dass sämtliche Spiele auf beiden Geräten mit identischer Technik oder Grafik laufen würden.
PS4-Abwärtskompatibilität wäre besonders interessant
Auch für die stationäre PS6 wäre die angebliche Kompatibilität bemerkenswert.
PS5-Spiele auf einer PS6 wären angesichts der bisherigen Entwicklung keine große Überraschung.
Dass zusätzlich ausdrücklich PS4-Spiele genannt werden, könnte dagegen bedeuten, dass Sony seine bestehende Softwarebibliothek noch eine weitere Generation erhalten möchte.
Für Spieler wäre das ein großer Vorteil.
Eine neue Konsole würde dadurch nicht bei null beginnen, sondern könnte theoretisch auf einen enormen bestehenden Spielekatalog zurückgreifen.
Ob wirklich die komplette Bibliothek oder lediglich kompatible Titel unterstützt würden, geht aus dem Leak allerdings nicht hervor.
Sony hat die PS6-Spezifikationen noch nicht bestätigt
Bei den zahlreichen konkreten Zahlen darf ein Punkt nicht untergehen: Sony hat diese PS6-Hardware bislang nicht offiziell vorgestellt.
Das gilt sowohl für den angeblichen Veröffentlichungstermin als auch für:
- Zen 6
- RDNA 5
- 40 GB GDDR7
- 52 bis 54 Compute Units
- die genannten Leistungssteigerungen
- den neuen Handheld
- die angebliche dreifache Abwärtskompatibilität
Gerade bei Hardware, die noch nicht in Serienproduktion ist, können sich technische Spezifikationen zudem verändern.
Hersteller testen während der Entwicklung verschiedene Konfigurationen. Selbst authentische Informationen aus einer frühen Entwicklungsphase müssen deshalb nicht automatisch den Spezifikationen des späteren Verkaufsprodukts entsprechen.
2027 würde in Sonys bisherigen Konsolenrhythmus passen
Ein PS6-Start im Jahr 2027 wäre zumindest zeitlich plausibel.
Die PlayStation 5 erschien Ende 2020. Ein Release Ende 2027 würde damit einen Abstand von rund sieben Jahren zwischen den beiden Generationen bedeuten.
Deutlich ungewöhnlicher wäre dagegen die gleichzeitige Einführung eines eigenen Handhelds.
Sollten beide Geräte tatsächlich auf einer verwandten AMD-Architektur basieren und dieselbe Softwareplattform verwenden, könnte Sony versuchen, die PlayStation künftig stärker als Gerätefamilie aufzubauen.
Die stationäre PS6 würde maximale Leistung liefern, während der mobile Ableger dieselben Spiele mit reduzierten technischen Einstellungen unterwegs verfügbar machen könnte.
Ob Sony tatsächlich genau diesen Weg einschlägt, bleibt vorerst Spekulation.
Die neuen Leaks zeichnen jedoch ein zunehmend konkretes Bild: PS6 und PlayStation-Handheld könnten gemeinsam die nächste Generation einläuten, 2027 bleibt angeblich das Ziel – und die Produktion soll bereits Mitte kommenden Jahres anlaufen. Bis Sony selbst über seine nächste Hardware spricht, bleiben insbesondere die erstaunlich detaillierten Leistungsdaten aber mit Vorsicht zu genießen.

