Profi Esportler werden – mit Esport Geld verdienen

Welcher Gamer träumt nicht vom Erfolg als Esportler? Er könnte mit dem professionellen Zocken seines Lieblingsspiels Geld verdienen. Doch ist es wirklich so einfach? Und was ist nötig, um tatsächlich Profi Esportler zu werden?

Gibt es eine Esportler Ausbildung?

Der erste Gedanke, wenn es um einen Job geht, ist natürlich eine Ausbildung. Aber gibt es eine Ausbildung zum Esportler überhaupt? Leider noch nicht! Dennoch ist es möglich, als Quereinsteiger Fuß zu fassen und mit dem Esport Geld zu verdienen.

Wichtig hierfür sind sowohl Disziplin als auch hartes Training. Das Ziel ist es, im jeweiligen Spiel die benötigten Skills zu verbessern. Profi Esportler trainieren nicht selten über zehn Stunden pro Tag. Dazu zählen einerseits das reine Spielen und Training der Fähigkeiten, aber auch Teambesprechungen und Strategiebesprechungen fallen in diese „Arbeitszeit“.

Tipp: Zwar gibt es keine offizielle Ausbildung zum Esportler, dafür aber einige Weiterbildungen. Ein Angebot stammt beispielsweise von der Academy of eSports, die sowohl Ausbildungen, Weiterbildungen als auch Studiengänge zu diesem Thema anbietet.

Als weitere Ausbildungsmöglichkeit werden sowohl real vor Ort als auch virtuell im Internet Gaming Coachings angeboten. Diese Coaches spielen mit den angehenden Esportlern zusammen und geben ihnen konkrete Ratschläge und Tipps, was sie analytisch gesehen besser machen müssen, und wie es funktioniert. Viele Profi Esportler haben aber nie einen Gaming Coach in Anspruch genommen, sondern sind eher durch viel Spielen, Leidenschaft und Disziplin erfolgreich geworden.

Wie fange ich an, um Profi Esportler zu werden?

Wer loslegen möchte, irgendwann mit dem Esport Geld zu verdienen, braucht erst mal das passende Spiel. Gamer sollten sich unbedingt auf ein Spiel konzentrieren und darin entsprechend trainieren. Idealerweise spielt man das Spiel bereits sehr gut und sehr lange, um die nötigen Skills zu besitzen. Auch Talent spielt eine große Rolle, denn gute Spieler gibt es allgemein natürlich sehr viele.

Um Esport professionell zu betreiben, ist es wichtig, schon von vornherein einige Charakter-Eigenschaften und Stärken mitzubringen.

  • psychische Belastbarkeit
  • Ehrgeiz
  • Kommunikationsstärke
  • Disziplin
  • analytisches Talent
  • sehr gute Augen-Hand-Koordination
  • sehr hohes taktisches Verständnis
  • sehr hohes strategisches Verständnis
  • Motivationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Fokus und Wille

Abgesehen von diesen Charaktereigenschaften brauchen zukünftige Esport Stars natürlich auch die passende technische Ausrüstung. Profi Esportler verwenden nicht nur leistungsstarke Computer, sondern auch spezielle Computermäuse, spezielle Tastaturen, Headsets und mehr.

In Ranglisten anmelden – der nächste Schritt

Falls diese genannten Eigenschaften auf einen Gamer zutreffen und er noch dazu bereit ist, viel Zeit und Disziplin zu bieten, sollte sich der Spieler bei den Ranglisten anmelden. In diesen Rangspielen können Spieler gegeneinander antreten, um möglichst weit aufzusteigen. Diese Ranglisten-Spiele sind vor allem im Amateur- und im Hobby-Bereich weit verbreitet.

Veranstaltet werden sie meistens von Verbänden und Vereinen in Form von eigenen Turnieren, Events oder auch LAN-Partys. Auch online gibt es Ranglisten, um sich mit anderen Spielern im jeweiligen Spiel zu messen.

Falls es ein Spieler weit oben in eine Rangliste schafft, könnte ein Talentscout auf den Esportler aufmerksam werden. Dies wäre der Einstieg, der schlussendlich zu einer Profi-Liga führen kann.

Der Sprung vom Amateur zum Profi ist aber sehr schwer, weil es teilweise vom eigenen Talent, aber auch vom Zufall abhängt. Noch dazu kommt, dass die meisten Esportler nicht von ihren Einnahmen (wenn welche vorhanden sind) leben können. Natürlich gibt es viele reiche Esportler, die Unsummen Preisgelder und andere Einnahmen generieren. Dennoch wird es nicht jeder gute, auch nicht jeder sehr gute Spieler, an die Spitze des Esports schaffen können.

Das Gehalt in einem Team

Zwar noch keine Millionen-Gewinne, aber schon mal ein Gehalt bekommen Esportler, wenn sie es tatsächlich in ein Esport Team geschafft haben. Dieses Gehalt wird in der Regel fest und in jedem Monat ausbezahlt, wie bei einem klassischen Angestellten-Job. Je nach Spielklasse kann das Gehalt aber stark variieren.

Es lässt sich zudem durch Siegprämien des Teams oder des eigenen Spiels verbessern. Sponsoren sorgen außerdem dafür, dass die Spieler mit Equipment ausgestattet sind und auch Werbeträger erhöhen die Einnahmen des Spielers.

Die besten Tipps, um mit dem Esport Geld zu verdienen

Nachfolgend haben wir noch ein paar Tipps zusammengestellt, wie man selbst zum Profi Esportler werden und mit dem Esport Geld verdienen kann. Es sind natürlich grundlegende Tipps, ohne die es aber in diesem harten Geschäft nicht klappen wird.

  1. Ohne Wille geht es nicht: Wer häufig am Computer oder der Konsole spielt, ist nicht automatisch gut. Wer gut ist, ist nicht automatisch ein Profi. Es gibt noch weitaus mehr Fähigkeiten, die für den Profi Esport nötig sind. Um sich diese Fähigkeiten zu trainieren, ist ein harter Wille notwendig. Nur, wer wirklich und ernsthaft zum Profi Esportler aufsteigen möchte, wird es vielleicht auch schaffen. Ohne Wille geht es aber definitiv nicht.
  2. Scheitern gehört dazu: Ein weiterer Punkt betrifft Misserfolge. Diese gehören nicht nur zum Leben dazu, sondern auch in der Karriere. Misserfolge sind ein Teil des Lernerfolges. Wer wirklich erfolgreich als Esportler sein möchte, darf sich demnach von Misserfolgen nicht unterkriegen lassen und schon gar nicht aufgeben, wenn es mal nicht läuft oder die Entwicklung dauert.
  3. Alleinstellungsmerkmal: Man stelle sich die Vielzahl an verfügbaren Gamern in einem Spiel vor. Viele von diesen Spielern sind sowohl sehr gut als auch talentiert. Viele haben Willen und sind fokussiert. Wer also wirklich Profi Esportler werden möchte, muss sich von der immensen Konkurrenz abheben. Dazu gehört einerseits die Kommunikation in der Szene, aber auch die eigene Persönlichkeit sowie bestimmte spezielle Fähigkeiten können nützlich sein.
  4. Selbstvermarktung: Passend zum Alleinstellungsmerkmal ist auch dieser Punkt wichtig. In der heutigen Zeit funktioniert eine Karriere eines Profis nicht ohne Marketing. Das bedeutet, dass die eigene Person vermarktetet werden muss, nicht nur die Leistung.
  5. Geduld: Schlussendlich kommt es bei der Karriere als Esportler auch auf Geduld an. Kein Meister ist je vom Himmel gefallen, wie es so schön heißt. Wer es also schaffen und mit dem Esport Geld verdienen möchte, muss erst mal Ausdauer beweisen. Auch Vertrauen in sich selbst und in die Zukunft sind wichtig.
  6. Respekt und Fairness: Ein guter Esportler, der es in der Esport Szene weit bringen möchte oder schon gebracht hat, zeichnet sich auch durch Respekt und Fairness anderen Menschen gegenüber aus. Man sollte generell beim Spiel schon sehr frustresistent sein, sodass ein Spieler während oder nach dem Spiel keine toxischen Äußerungen trifft oder Frust abladen muss. Stattdessen sollten das Spiel und auch der Ton fair und respektvoll sein – auch im Internet.
  7. Regelmäßiges Training: Passend zum Willen gehört auch das harte Training. Das bedeutet, dass Spieler viel zocken, um erfolgreich zu werden. Doch mit dem Zocken selbst ist es nicht getan. Training bedeutet, ganz konkret an den Fähigkeiten zu arbeiten. Das enthält auch Dinge, die vielleicht weniger Spaß machen, weil man noch Potenzial für Verbesserungen hat – und daher schneller gefrustet ist. Genau das wäre aber ein notwendiges Training, das auch viele Stunden pro Tag in Anspruch nehmen kann. Verzweifeln bringt nichts, wenn es mit dem Trainingserfolg nicht so schnell klappt. Kontinuität alleine kann schon Verbesserungen bringen.
  8. Facetten des Spiels kennen: Ein guter Spieler, der es möglicherweise irgendwann schafft, mit dem Esport Geld zu verdienen, zeichnet sich auch durch Flexibilität aus. Das bedeutet, dass Spieler sich ständig informieren und am Ball bleiben müssen. Sie müssen sich zudem flexibel an neue Situationen, Updates, Patches und Co. anpassen und das Spiel wortwörtlich in- und auswendig kennen. Auch Dinge auszuprobieren, gehört dazu. Wer aus Gewohnheit immer gleich agiert, wird sich nie weiterentwickeln.
  9. Von den Profis lernen: Ein weiterer Tipp bezieht sich auf die Gegner. Diese sollten nicht nur in Turnieren beobachtet und aus ihren Fehlern oder guten Eigenschaften gelernt werden. Auch per Streaming können angehende Esportler viel lernen. Einfaches Zuschauen, analysieren und nachdenken kann schon helfen, um zumindest strategisch ganz neue Blickwinkel zu eröffnen. Esportler, die in Zukunft in den Profi Sport einsteigen wollen, können somit auch Kontakt zu bereits bestehenden Profis aufnehmen und interagieren.
  10. Performance analysieren: Den letzten Tipp, den wir zukünftigen Profi Esportlern mit auf den Weg geben wollen, betrifft die eigene Performance. Vor allem nach Turnieren oder generellen Spielen sollten Esportler immer hinterfragen und analysieren, welche Fehler sie gemacht haben. Nur aus Fehlern lässt sich lernen und das gehört auf der Karriereleiter in jedem Fall dazu. Spieler sollten daher jedes Match aufnehmen und ihre Replays analysieren. Alleine das Erkennen und Verstehen von Fehlern hilft bereits, um diese künftig zu vermeiden.

Quellen:

https://www.azubiyo.de/berufe/e-sportler/

https://www.lhr-law.de/magazin/e-sportrecht/10-tipps-vom-profi-dein-weg-zum-professionellem-esportler/

https://www.lernen.net/artikel/esport-pro-gamer-7985/

https://www.owayo.de/magazin/esport-profi-gamer-verdienen-geld-mit-zocken-de.htm

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