Die Endrunde des Overwatch World Cup 2026 beginnt heute Abend im Rahmen der BlizzCon in Anaheim. Und für deutsche Zuschauer gibt es einen konkreten Grund einzuschalten: Deutschland steht im Viertelfinale und trifft dort auf Schweden.
Es ist die sechste Ausgabe des Turniers und die erste seit 2023. Gespielt wird im K.-o.-System, es gibt keine zweite Chance.
Das Viertelfinale
Acht Nationalmannschaften haben sich in der Gruppenphase im südkoreanischen Busan qualifiziert, wo im August 16 Teams antraten. Die jeweils zwei Besten jeder Gruppe zogen weiter.
| Partie |
|---|
| Saudi-Arabien gegen Spanien |
| Deutschland gegen Schweden |
| Vereinigte Staaten gegen Südkorea |
| Frankreich gegen Australien |
Deutschland ging als Gruppensieger ins Viertelfinale, Schweden ebenfalls. Damit treffen zwei Gruppenerste direkt aufeinander, was für eine Runde dieser Größe ungewöhnlich ist.
Der Grund dafür ist eine Neuerung. Erstmals durften die topgesetzten Teams ihre Gegner mitbestimmen. Während der Gruppenphase traten sie in eigens angesetzten Eins-gegen-eins-Runden gegeneinander an, deren Ausgang die Reihenfolge festlegte, in der sie sich ihre Viertelfinalgegner aussuchen konnten.
Die Partie mit der größten Fallhöhe ist dennoch eine andere: Die Vereinigten Staaten treffen auf Südkorea. Südkorea gilt traditionell als stärkste Nation im Overwatch-Wettkampf, rutschte diesmal aber nur als Gruppenzweiter durch, nachdem Frankreich sich mit 3:2 durchgesetzt hatte.
Die Zeiten
Das Viertelfinale läuft heute ab 21:00 Uhr MESZ. Am Sonntag folgen ab 18:00 Uhr die Halbfinals, danach das Spiel um Platz drei und schließlich das Finale um 23:45 Uhr MESZ.
Übertragen wird kostenlos über die offiziellen Overwatch-Esports-Kanäle auf Twitch und YouTube, wahlweise auf Englisch, Japanisch oder Koreanisch.
Wer zusieht, bekommt zudem Ingame-Belohnungen. Voraussetzung ist ein mit dem Battle.net-Konto verknüpftes Streaming-Konto.
Erstmals mit Halbzeitshow
Blizzard probiert etwas Neues aus. Am Sonntag tritt das japanische Duo YOASOBI in einer Halbzeitshow in der Overwatch-World-Cup-Arena auf. Es ist die erste Halbzeitshow bei einem BlizzCon-Esports-Event überhaupt.
Ein Haken für alle, die nicht vor Ort sind: Der Auftritt wird nicht übertragen. Er bleibt den Besuchern in Anaheim vorbehalten, ebenso wie der Auftritt der K-Pop-Gruppe LE SSERAFIM am selben Tag.
Titelverteidiger und Vorgeschichte
Amtierender Weltmeister ist Saudi-Arabien, das sich 2023 im Finale gegen China durchsetzte. Das Preisgeld belief sich damals auf rund 513.000 US-Dollar, der Höchstwert der Zuschauerzahlen lag bei knapp 319.000.
Für 2026 hat Blizzard bislang keine Preisgeldsumme genannt. Wie in den Vorjahren wird sie über den Verkauf von Ingame-Gegenständen zusammengetragen und steht damit erst am Ende des Turniers fest. Verteilt wird sie zu gleichen Teilen innerhalb der jeweiligen Teamkomitees, die aus Manager, Cheftrainer und Social-Lead bestehen.
Was 2026 anders läuft
Das Turnier ist deutlich größer geworden. 52 Mannschaften nahmen am Gesamtprogramm teil, 30 davon am Hauptturnier: 19 gesetzte Teams und elf, die sich über die neu eingeführten Conference Cups qualifizierten.
Neu ist außerdem eine Regel für die Kaderzusammenstellung. Jedes Team darf bis zu sieben Spieler aufstellen und dabei optional einen sogenannten Breakthrough-Spieler einsetzen. Dieser muss aus einem Land stammen, das im Turnier sonst nicht vertreten ist, und belegt einen der sieben Plätze. Genutzt werden muss die Möglichkeit nicht.
Gefeiert wird damit zugleich ein Jubiläum: zehn Jahre Overwatch-Esports. Der erste World Cup fand 2016 statt, damals gewann Südkorea das Finale mit 4:0 gegen Russland.
Was für Deutschland spricht
Ein Gruppensieg in Busan ist ein starkes Ergebnis, und Deutschland hat sich damit unter den letzten acht platziert. Gegen Schweden trifft die Mannschaft allerdings auf ein Team, das denselben Weg genommen hat.
Weiter kommt heute Abend nur eine der beiden. Und wer gewinnt, spielt am Sonntag gegen den Sieger aus Saudi-Arabien und Spanien.

