Blizzard hat am dritten Tag der OWCS Midseason Championship die Partner-Team-Skins für die Saison 2026 vorgestellt. Verfügbar werden sie am 11. August mit dem Start von Overwatch Season 4. Gemeinsam mit den Skins wurden im selben Rahmen die Trikots für den Overwatch World Cup gezeigt.
Vertreten sind vierzehn Organisationen: Crazy Raccoon, T1, Team Falcons, ZETA DIVISION, Twisted Minds, Virtus.pro, Team Peps, Spacestation Gaming, Team Liquid, Dallas Fuel, Disguised, Weibo Gaming, JD Gaming und AG.AL International. Aufgeteilt sind sie auf vier Regionen mit jeweils drei bis vier Teams, wobei Crazy Raccoon, T1, Team Falcons und ZETA DIVISION die asiatische Gruppe bilden.
Was in einem Paket steckt
Hier ist eine Klarstellung nötig, weil die Zahl vierzehn derzeit in mehreren Meldungen falsch verwendet wird. Es gibt nicht vierzehn Skins, sondern vierzehn Pakete — und jedes davon enthält gleich fünf Heldenskins. Dazu kommen ein Jetpack-Cat-Skin, eine Namenskarte im Teamdesign, ein Spielersymbol, ein Spray und ein Waffenanhänger. Über alle Teams hinweg kommen damit nach vorliegenden Aufstellungen 84 neue Epic-Skins ins Spiel.
Optisch handelt es sich um Umfärbungen in den jeweiligen Teamfarben. Team Falcons bekommt einen grünen Cassidy, Dallas Fuel eine Mercy in Blau, Team Peps einen goldenen Hanzo, und Crazy Raccoon erhält unter anderem einen Zenyatta in den vereinseigenen Farben Rot, Schwarz und Weiß. Das Paket von Crazy Raccoon umfasst darüber hinaus Vendetta, Moira, Genji und Emre.
Ein offizieller Preis steht noch aus. Die Pakete des Vorjahres kosteten 2.500 Overwatch-Coins, und in der Berichterstattung wird durchgehend mit einer ähnlichen Größenordnung gerechnet.
Warum nicht alle begeistert sind
Die eigentliche Diskussion dreht sich um die Verteilung, und die ist auffällig ungleichmäßig. Die 84 Skins verteilen sich auf lediglich 35 Helden. Anders gesagt: 17 Helden gehen komplett leer aus, darunter mit Junkrat, Winston, Lúcio und Pharah gleich mehrere, die seit Jahren zum Kernbestand gehören. Auch die jüngeren Zugänge Sierra und Shion sind nicht dabei. Fünfzehn weitere Helden erhalten genau einen Skin.
Auf der anderen Seite des Spektrums stehen Domina, Illari, Vendetta, Emre und Anran mit jeweils vier Skins, dahinter Soldier: 76, Genji, Ashe, D.Va und Lifeweaver mit jeweils drei. Der Vorwurf aus Teilen der Community lautet entsprechend, dass sich die Auswahl an Popularität und an neueren Charakteren orientiert, während der Rest des Rosters durchs Raster fällt.
Dazu kommt ein struktureller Punkt, der seit dem Vorjahr mitschwingt. Bis einschließlich Illari bekam jeder Held zum Erscheinen einen Skin je Team — inzwischen sind es fünf Helden pro Organisation. Wer ausschließlich einen bestimmten Helden spielt, hat schlicht keine verlässliche Chance mehr, seinen Verein im Spiel repräsentiert zu sehen. Praktisch ist das nachvollziehbar, weil vierzehn Teams mal über fünfzig Helden eine absurde Menge Arbeit bedeuten würden. Ärgerlich bleibt es trotzdem.
Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Übersichtlichkeit: Mit jeder Welle Esport-Skins wird der Epic-Filter im Menü unbrauchbarer, weil sich dort inzwischen hunderte Umfärbungen stapeln.
Was das Partner-Programm eigentlich ist
Die OWCS-Partner-Teams gibt es seit 2025. Gestartet wurde das Programm mit neun Organisationen aus Nordamerika, der EMEA-Region und Asien, verbunden mit dem Versprechen, dass ein Teil der Einnahmen aus den zugehörigen Paketen direkt an die Teams fließt. Das ist der eigentliche Zweck der Sache: Esport-Organisationen im Overwatch-Umfeld arbeiten überwiegend defizitär, und ein direkter Erlösanteil aus Kosmetik ist eine der wenigen Einnahmequellen, die unmittelbar von der eigenen Fanbasis abhängt.
Im Vorjahr enthielten die Team-Pakete Skins für Venture, Ramattra und Ana. Parallel dazu lief mit Radiant Angel Mercy ein legendärer Crowdfunding-Skin, der ebenfalls dem Programm zugutekam. Diese Trennung ist wichtig: Team-Pakete und Crowdfunding-Bundles sind zwei verschiedene Angebote, auch wenn beide unter dem Esport-Dach laufen. Erst kürzlich erschien mit den Radiant-Order-Skins ein weiteres Crowdfunding-Paket, das ausdrücklich nicht zur laufenden Midseason Championship beiträgt.
Ob sich der Kauf lohnt
Wer ohnehin einem der vierzehn Teams die Daumen drückt, bekommt für einen erwartbaren Preis um 2.500 Coins ein ordentlich gefülltes Paket, und ein Teil des Geldes landet tatsächlich beim Verein. Das ist mehr, als sich über die meisten anderen Formen der Unterstützung sagen lässt.
Wer dagegen wegen eines bestimmten Helden zugreifen will, sollte die Zusammensetzung vorher prüfen. Bei fünf Helden pro Paket und 17 komplett ausgelassenen Charakteren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ausgerechnet die eigene Hauptrolle fehlt. Die vollständigen Aufstellungen aller vierzehn Pakete sind inzwischen einsehbar — ein Blick darauf vor dem 11. August spart im Zweifel 2.500 Coins.
