G2 Esports haben beim IEM Cologne Major 2026 souverän den Einzug in Stage 3 perfekt gemacht – ein 2:0 über BIG (Inferno 13:3, Mirage 13:8) besiegelte die Qualifikation mit einer 3:1-Bilanz. Für Guy „NertZ“ Iluz ging es dabei um mehr als nur das Weiterkommen: Der israelische Rifler, der mitten in der Saison zu G2 stieß, spielte als Spieler des Spiels groß auf und sprach danach gegenüber HLTV über seine Eingewöhnung, das jüngste Bootcamp und das Vertrauen, das ihm Coach und Kapitän entgegenbringen.
Quick Facts
- Spieler: Guy „NertZ“ Iluz (G2 Esports)
- Match: G2 2:0 BIG (Inferno 13:3, Mirage 13:8)
- Ergebnis: G2 mit 3:1 in Stage 3 des IEM Cologne Major 2026
- NertZ-Leistung: Spieler des Spiels, 2.69-Rating auf Inferno, Ace auf Mirage
- Hintergrund: Mid-Season-Wechsel zu G2, Wiedervereinigung mit sAw und SunPayus
- Quelle: HLTV-Interview nach dem Match
Bootcamp beschleunigt die Eingewöhnung
Seit seinem Wechsel zu G2 mitten in der Saison bleibt das Gefühl, sich auf jeder Map wohlzufühlen, für NertZ ein laufender Prozess – doch das jüngste Bootcamp habe diesen erheblich beschleunigt. Er fühle sich zu hundert Prozent, sagte er, und habe sich zwei weitere Maps erschlossen, die er zuvor nicht gespielt habe. Das Team habe ihm dabei geholfen, und er habe im Gegenzug dem Team geholfen. Die Arbeit abseits der offiziellen Matches habe ihm geholfen, seine Aufgaben besser zu verstehen und sich tiefer ins System einzufügen.
Das Vertrauen von Coach und Kapitän als Schlüssel
Ein zentraler Faktor seiner Anpassung sei die Freiheit und Verantwortung, die ihm das Trainerteam um Coach Eetu „sAw“ Saha und die Führungsspieler rund um Kapitän Nemanja „huNter-“ Kovač einräumten. Jeder im Team gebe ihm Verantwortung und Vertrauen, betonte NertZ, und das sei enorm wichtig. Wenn Coach und Kapitän einem dieses Vertrauen zeigten – Verantwortung übernehmen, eigene Ideen einbringen, danach gemeinsam besprechen –, mache das einen großen Unterschied, denn so funktioniere es längst nicht in jedem Team. Dass er seine eigenen Ideen und seinen Spielstil ausleben dürfe, habe den Übergang zu G2 deutlich erleichtert.
Wiedersehen mit sAw und SunPayus
Der Wechsel zu G2 führte NertZ zudem mit seinen früheren ENCE-Kollegen sAw und Álvaro „SunPayus“ García zusammen. Auch wenn sich das Spiel seit ihrer gemeinsamen Zeit weiterentwickelt habe, seien beide charakterlich unverändert geblieben – ausgesprochen klug, beide. SunPayus wisse genau, was er gern mache und wie er spiele, weshalb er sich in deren Umfeld sehr wohlfühle. Anfangs habe er sich der sich wandelnden Meta hinterherhängend gefühlt, als er zu G2 kam, doch die Unterstützung der alten Weggefährten habe ihm geholfen, schnell aufzuholen.
„Ich genieße das Spiel wieder“
Der vielsagendste Moment des Interviews kam, als NertZ gefragt wurde, ob er Counter-Strike wieder genieße. Seine Antwort fiel ohne Zögern aus: hundertprozentig, ja. Die Aussage spiegelt das wachsende Selbstvertrauen wider, das er über das gesamte Major in Köln gezeigt hat, während seine Rolle innerhalb von G2 zunehmend klare Konturen gewinnt.
Worauf es für G2 in Stage 3 ankommt
Mit dem sicheren Einzug richtet NertZ den Blick weniger auf Ergebnisse als auf das Niveau, das G2 nun gegen stärkere Gegner halten müssen. Sein persönliches Ziel sei es, gute Team-Chemie zu zeigen; man treffe ab jetzt auf bessere Mannschaften und müsse beweisen, dass man genauso spiele wie aktuell. Was die Turnierambitionen angehe, sieht NertZ die Playoffs als Mindestanspruch – das sei das Wenigste, das man erreichen müsse. Nach einer unbeständigen ersten Saisonhälfte könnte Köln das Event werden, bei dem G2 und NertZ endlich gemeinsam ihren Rhythmus finden.
