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Nach 20 Jahren: One Piece bereitet das Ende der Yonko vor

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 16, 2026

Seit zwei Jahrzehnten regieren die Vier Kaiser die Neue Welt – doch in der Final Saga deutet alles darauf hin, dass dieses System bald komplett verschwindet. Der Grund ist so simpel wie endgültig: Sobald das One Piece gefunden wird, gibt es keinen Platz mehr für vier gleichrangige Könige der See. Und wer das One Piece findet, steht für die meisten Fans längst fest.

Achtung: Dieser Artikel enthält Spoiler bis zum aktuellen Stand des Mangas (Stand Juni 2026).

Quick Facts

ThemaDas Ende des Yonko-Systems in der Final Saga
EingeführtYonko in Kapitel 432 (Oktober 2006) durch Garp
Final SagaBeginn mit Kapitel 1058 (August 2022), Egghead-Arc
Schlüsselkapitel1121 (die Anwärter aufs One Piece), 1154 & 1167 (Rückblicke)
KerntheseWer das One Piece findet, macht die Yonko überflüssig
Wahrscheinlicher KönigMonkey D. Ruffy

Worum es geht

Die Vier Kaiser wurden in Kapitel 432 von Garp eingeführt – als das Höchste, was die Piratenwelt zu bieten hat, mit einer Autorität, der sich nicht einmal die Weltregierung direkt entgegenstellt. Seit Beginn der zweiten Story-Hälfte stehen sie im Zentrum fast aller großen Ereignisse. Genau deshalb ist es so bemerkenswert, dass Oda jetzt auf ihre Auflösung zusteuert.

Die Logik dahinter erklärt der Manga selbst:

  • Die Yonko existieren nur aus einem Grund: das One Piece zu finden. Jeder Kaiser kontrolliert sein eigenes Territorium, weil es keinen unangefochtenen König der See gibt.
  • Mit der Wahl eines Piratenkönigs verlieren sie ihren Zweck. Es gäbe dann einen alleinigen Herrscher – und kein Gleichgewicht unter vier Gleichrangigen mehr.
  • In Kapitel 1121 (Juli 2024) benannte Oda die wichtigsten Spieler im Rennen um das One Piece: neben den Kaisern auch Figuren wie Imu, Garling, Shamrock und Mitglieder der Blackbeard-Piraten.

Vegapunk bringt die Bedeutung im selben Kapitel auf den Punkt: Das Schicksal der Welt entscheide sich daran, wer das One Piece an sich reißt.

Einordnung: Warum es nach dem One Piece keine Yonko mehr geben kann

Der spannendste Beleg für die These steckt nicht in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit – und hier wird Odas Erzählstruktur richtig clever. In mehreren Rückblicken hat er gezeigt, dass das Yonko-System historisch jung ist:

  • Kapitel 1154 (Juli 2025) führte Rocks D. Xebec ein. In seiner Ära gab es keine Vier Kaiser – Rocks galt schlicht als der Stärkste der Meere.
  • Kapitel 1167 (Dezember 2025) zeigte, wie sich nach God Valley vor 38 Jahren die nächste Generation – Roger, Whitebeard, Big Mom, Kaido, Shiki und andere – aufmachte. Auch hier: keine etablierten Kaiser.
  • Die Vier Kaiser entstanden erst nach Rogers Tod, als die Welt ins Chaos stürzte.

Das ergibt ein klares Muster: Die Etablierung der Kaiser fällt mit dem Beginn der Großen Piratenära zusammen. Wird das One Piece beansprucht, schließt sich dieser Kreis – ein neuer Piratenkönig wird gekrönt, die Jagd endet, und damit verliert das Konzept gleichrangiger Kaiser seine Existenzgrundlage. Die Yonko sind also keine feste Säule der Welt, sondern ein Symptom einer bestimmten Epoche.

Meine Einschätzung: Der überfällige, aber riskante Schlussstrich

Erzählerisch ist das ein eleganter Schachzug. Oda baut das Ende der Yonko nicht als plötzlichen Twist, sondern als logische Konsequenz auf, die er über hunderte Kapitel hinweg vorbereitet hat – die Rocks- und God-Valley-Rückblicke sind im Nachhinein nichts anderes als der Beweis, dass dieses System einen Anfang hatte und damit auch ein Ende haben muss. Das ist die Art von langfristiger Planung, für die One Piece zu Recht gefeiert wird.

Dass Ruffy am Ende oben steht, ist dabei kaum ein Geheimnis: Er hält bereits drei der vier Road-Poneglyphs, und Odas Jump-Festa-2026-Botschaft kündigt an, dass die Strohhüte nach Elbaf eine Insel betreten, die nur der Piratenkönig je erreicht hat. Der Kurs ist gesetzt.

Der einzige Wermutstropfen: Sobald das Ziel so klar ist, lebt die Spannung nicht mehr vom Ob, sondern nur noch vom Wie. Und genau da liegt Odas Stärke – die offenen Konflikte mit den Holy Knights, Imu und der Weltregierung versprechen, dass der Weg zum Thron deutlich blutiger und überraschender wird, als das Ziel vermuten lässt. Das Ende der Yonko ist nicht der Antiklimax, sondern der Startschuss für das eigentliche Endspiel.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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