Die spanische Esport-Organisation Movistar KOI hat ihre Expansionspläne nach China bekannt gegeben. Das Mutterunternehmen OverActive Media strebt an, im Jahr 2025 in den chinesischen Markt einzutreten, um von der dortigen wachsenden Esport-Community zu profitieren.
Um sich direkt an die Fans zu wenden, plant Movistar KOI, auf chinesischen Plattformen wie Weibo und BiliBili präsent zu sein. Diese Plattformen sind in China führend für soziale Medien und Videoinhalte und sind sozusagen die ideale Basis, um Esport-bezogenen Content zu verbreiten und eine engagierte Fangemeinde aufzubauen.
Wieso will Movistar KOI den chinesischen Markt erobern?
Die Entscheidung für die Expansion nach China fällt mit der Austragung der League of Legends Weltmeisterschaft 2025 in China zusammen. Dieses bedeutende Ereignis bietet Movistar KOI die Möglichkeit, ihre Präsenz in einem der größten Esport-Märkte der Welt zu etablieren. Laut dem Electronic Sports Committee of China Audio-Video and Digital Publishing Association gibt es in China etwa 490 Millionen Esport-User, was das enorme Potenzial von diesem Markt unterstreicht.
Adam Adamou, der CEO von OverActive Media, hat erklärt, warum dieser Schritt so wichtig ist: „Die Expansion nach China ist ein wichtiger Schritt für OverActive Media und Teil unserer Strategie, im größten Esport-Markt der Welt zu wachsen. China hat eine große, leidenschaftliche Fanbasis, und dies gibt uns eine starke Gelegenheit, Movistar KOI einem neuen Publikum vorzustellen. Wir freuen uns darauf, echte Verbindungen aufzubauen und unsere Präsenz in der Region zu erweitern.“
Die chinesische Esport-Industrie hat in den letzten Jahren ein beeindruckendes Wachstum verzeichnet. Im Jahr 2023 erreichte der Umsatz 26,35 Milliarden Yuan (das sind ca. 3,71 Milliarden Dollar), wobei rund 81 % dieser Einnahmen aus dem Live-Streaming kommen. Die Nutzerbasis wuchs auf 488 Millionen an, was die anhaltende Popularität und das Potenzial für weiteres Wachstum in diesem Sektor zeigt.
Esport ist ein fester Bestandteil in China
Ein Großteil von diesem Erfolg ist auf die frühe Anerkennung von Esport durch die chinesische Regierung zurückzuführen. Bereits 2003 wurde Esport als offizielle Sportart anerkannt, und 2016 fügte das Bildungsministerium das Fach „Esport-Management“ zu den Studiengängen hinzu. Mehr als 50 Universitäten bieten mittlerweile entsprechende Programme an, die Kurse zu Spielentwicklung, Eventorganisation und Medienarbeit im Esport umfassen.
Verschiedene chinesische Städte haben Initiativen gestartet, um sich als Zentren für E-Sport zu etablieren. Shanghai beispielsweise investiert in den Bau einer 500.000 Quadratmeter großen Esport-Arena, während Shenzhen Anreize für Spieleentwickler und Teams schafft, um die lokale Industrie zu fördern.
Die Expansion von Movistar KOI nach China ist ein strategischer Schritt, der sowohl das Wachstum des Unternehmens als auch die Weiterentwicklung der chinesischen E-Sport-Szene fördern dürfte. Durch die Nutzung lokaler Plattformen und die Teilnahme an bedeutenden Veranstaltungen wie der League of Legends Weltmeisterschaft 2025 positioniert sich Movistar KOI optimal, um in diesem dynamischen Markt erfolgreich zu sein.
