Dass Monster Hunter Wilds insbesondere auf dem PC viele Performance-Probleme hat, ist hinreichend bekannt. Capcom arbeitet derzeit daran, die Problematik zu beheben. Dagegen hat ein Reddit-User scheinbar schon die Ursache des Übels gefunden. Denn augenscheinlich läuft das Spiel sehr viel besser, wenn man sämtliche DLCs besitzt.
Monster Hunter und seine DLCs
Für gewöhnlich war es in der Vergangenheit so, dass Capcom seinen Spielern bis zu fünf Titel-Updates pro Spiel lieferte, somit neue Monster einführte und auch gleichzeitig das Game verbesserte. Daneben gibt es zahlreiche optionale Inhalte wie Kostüme, Frisuren oder Waffenanhänger. Sie alle sind ausschließlich kosmetischer Natur, aber nicht zwingend erforderlich, um das Game zu spielen.
Zumindest war das bisher so. Mit Monster Hunter Wilds erlebte Capcom erstmals das Phänomen, dass es technisch gesehen auf dem PC so gar nicht lief. Es folgten nicht nur extrem viele Negativbewertungen, viele PC-Spieler hörten auch auf, das Game zu spielen. Capcom versprach im Dezember Besserung, dafür entfällt das fünfte kostenlose Titel-Update für alle. Stattdessen werden in insgesamt drei Schritten Updates eingespielt, die es auch endlich PC-Usern ermöglichen sollen, das Game ohne Einbußen zu spielen.
Bisher wurde angenommen, dass die Problematik mit der neuen Engine von Capcom zusammenhängt. Doch so wie es scheint, entsteht das Problem an völlig anderer Stelle.
Aggressive DLC-Anfragen sind augenscheinlich die Lösung
Ein User, der auf Reddit unter dem Nickname de_Tylmarande auftritt, scheint bereits die Lösung für das Problem gefunden zu haben. Er hatte ebenfalls seine Schwierigkeiten mit dem Game, während sein Freund (der auch auf dem PC spielte) keinerlei Probleme hatte. Der einzige Unterschied: Während der Freund sämtliche DLCs besaß, hatte de_Tylmarande ausschließlich das Hauptgame installiert.
Daraufhin startete er einen nahezu absurden Test. Er programmierte eine Mod, die dem System vorgaukelt, dass im Game mehr DLCs installiert sind und schon verbesserte sich die Performance. Am Ende kam er auf eine Verbesserung von mehr als 80 FPS, während das Game es zuvor nur mit Mühe auf 20 bis 25 FPS schaffte und das, obwohl er eine leistungsfähige RTX 3070 besitzt, die das Game ohne Mühe packen sollte.
Inzwischen ist er beim fünften PC angekommen, auf dem er seine eigene Mod testet und er kommt immer zum selben Ergebnis. Die Ursache: Aggressive DLC-Abfragen, die immer und immer wieder Ressourcen der CPU einfordern und somit die Performance extrem beeinträchtigen.
Was hat sich Capcom nur dabei gedacht?
Viele Nutzer vermuten, dass Capcom sich der Problematik möglicherweise gar nicht bewusst ist. Der User de_Tylmarande hat seine Beobachtungen inzwischen an Capcom weitergeleitet und hofft, dass die Entwickler die Problematik beheben können.
Ob es was bringt, werden Spieler möglicherweise schon am 18. Februar 2026 bemerken, wenn das nächste Update erscheint. Es bringt nicht nur die Kampfgehärtete Variante von Arkveld mit, sondern leitet auch eine Kollaboration zwischen Monster Hunter Wilds und Monster Hunter Stories 3: Twisted Reflection ein und bringt weitere Anpassungen mit sich.


