Mobile Legends: Bang Bang schiebt den nächsten potenziellen Meta-Knaller auf den Advanced Server. Mit Marcel, dem „Seelenfotografen“, testet Moonton einen Tank-Support-Hybrid, der Kämpfe nicht nur tankt oder peel’t, sondern mit einer neuen Stasis-Mechanik aktiv „Zeitfenster“ diktiert. Das Besondere: Seine Ultimate kann Einheiten und sogar Projektile einfrieren – ein Tool, das in kompetitiven Drafts schnell zur Pflichtantwort werden könnte, wenn es so auf den Live-Server kommt.
Marcel im Überblick: Roamer, Frontline, Tempo-Controller
Marcel ist als robuster Roamer gedacht, der nah am Gegner arbeitet und Teamfights eröffnet, ohne dabei auf klassische CC-Ketten angewiesen zu sein. Stattdessen „fotografiert“ er Gegner, unterbricht Abläufe und erzwingt unkomfortable Entscheidungen: Wer reinjumpen will, kann eingefroren werden – wer zonen will, verliert plötzlich seine Projektile im Nichts.
Story-seitig wird Marcel in der Lore im Umfeld der Paxley-Familie verortet, was ihn in die Ecke bekannter Namen aus dem MLBB-Universum rückt und ihm direkt eine erkennbare Identität gibt.
Skills erklärt: Snapshots, True Damage und ein Stasis-Feld als Gamechanger
Der Kern seiner Spielweise ist seine Kamera, die im Kit nicht als Gimmick dient, sondern als Mechanik-Träger.
Seine Passive sorgt dafür, dass Gegner im Nahbereich automatisch „abgelichtet“ werden, was True Damage basierend auf Max-HP anstoßen kann und zugleich kurz festsetzt. Dazu gibt es in der Logik des Kits defensiven Value über Schilde für Marcel und einen Verbündeten, was ihn in 2v2-Skirmishes und beim Absichern von Carries extrem unangenehm machen könnte.
Skill 1 wirkt wie ein vorbereiteter „Moment“-Shot: Aufladen, dann ein Trefferfenster, das vorhersehbare Bewegungen bestraft und Picks vorbereitet.
Und dann ist da die Ultimate: ein Stasis-Feld, das das Matchup gegen projectile-lastige Setups völlig neu zeichnet. Wenn ein Team seine gesamte Win-Condition über Poke, Range und Skillshots aufbaut, kann Marcel im richtigen Timing das komplette Tempo rausnehmen – und dem eigenen Team die paar Sekunden geben, die im Pro-Play oft über Lord-Fights und Base-Defense entscheiden.
Warum das für Esports relevant ist: Nach M7 und vor dem nächsten Liga-Schub
Marcel kommt in eine Phase, in der MLBB strategisch ohnehin unter Strom steht. Das internationale Umfeld hat zuletzt wieder gezeigt, wie schnell sich Draft-Trends verschieben – und wie stark ein einzelner „neuer Button“ das Spiel auf Pro-Level neu ordnen kann. Ein echter Time-Stop/Projectile-Freeze ist genau so ein Button.
Dazu passt ein zweiter aktueller Impuls aus den letzten 24 Stunden: MPL Malaysia stellt auf ein Partnership-Modell um und hat dafür offiziell acht Kernteams bestätigt. Solche Strukturentscheidungen sorgen in der Regel dafür, dass Orgs langfristiger planen, Kader stabiler werden – und Metas schneller „solved“ werden, weil Teams mehr Ressourcen ins Coaching und Drafting stecken. In so einem Umfeld sind Helden wie Marcel nicht nur „neu“, sondern potenziell direkt Pick/Ban-Material, sobald sie live sind.
Release-Fenster: März 2026 gilt als wahrscheinlich – aber noch nicht final
Aktuell ist Marcel auf dem Advanced Server spielbar. In der Szene wird als wahrscheinlichster Zeitraum Anfang bis Mitte März 2026 gehandelt – also rund um den Start der nächsten Ranked-Phase. Offiziell bestätigt ist ein fixes Datum in den aktuellen Berichten allerdings noch nicht als „finaler Launch-Termin“ für alle Regionen, sondern eher als erwartetes Window basierend auf dem üblichen Release-Rhythmus.
Was du als Ranked-Spieler jetzt schon tun kannst
Wenn du dich auf die kommende Saison vorbereitest, lohnt es sich, Marcel schon jetzt wie einen „Draft-Faktor“ zu behandeln. Nicht nur: „Wie spielt man ihn?“, sondern vor allem: „Wie spielt man gegen ihn?“ Teams, die ihre Engage-Timings und Projectile-Fenster sauber setzen, können von Stasis massiv ausgebremst werden. Heißt: Positioning, Baiting und Cooldown-Tracking werden gegen Marcel noch wichtiger.


