Zum Inhalt springen
DE LIVE
News

Minecraft für Switch 2: Native Fassung erscheint am 27. Oktober

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Mojang hat den Termin für die eigens für die Nintendo Switch 2 entwickelte Fassung von Minecraft bekannt gegeben. Sie erscheint am 27. Oktober 2026 und ersetzt damit die bisherige Lösung, bei der Switch-2-Besitzer die alte Switch-Version über die Abwärtskompatibilität spielen mussten.

Angekündigt wurde die Portierung bereits vor einigen Monaten in einer Nintendo Direct, ein Datum fehlte bis jetzt.

Was die neue Fassung mitbringt

Das Hauptargument sind die Vibrant Visuals, die auf der Switch 2 standardmäßig aktiv sind. Dabei handelt es sich um jene Grafiküberarbeitung, die Mojang im vergangenen Jahr für andere Bedrock-Plattformen ausgeliefert hat: gerichtete Beleuchtung, volumetrischer Nebel, deutlich verbesserte Schatten, dynamischere Tageslichtwechsel und ausgeprägtere Wetter- und Umgebungseffekte. Am Blockdesign selbst ändert sich nichts.

Unterstützte Inhalte aus dem Marketplace lassen sich ebenfalls mit der neuen Darstellung nutzen, sofern das jeweilige Paket es zulässt.

Für Nintendo-Spieler kommt das Super-Mario-Mash-Up-Paket hinzu, das es ausschließlich auf Nintendo-Plattformen gibt und das für die neue Fassung überarbeitet wurde. Betroffen sind die Welt selbst, die Charakter-Skins und die Umgebungen – Peachs Schloss und die Piazza Delfino dürften damit besser aussehen als je zuvor auf einer Nintendo-Konsole.

Ob dem Paket neue Inhalte hinzugefügt werden, etwa zusätzliche Skins, Musik oder Orte, ist nicht bestätigt. Angekündigt ist bislang nur die optische Überarbeitung.

Die Einschränkung, die kaum jemand erwähnt

Hier liegt der Punkt, der in vielen Meldungen fehlt und der für einen erheblichen Teil der Switch-Spielerschaft relevant ist: Vibrant Visuals funktionieren nicht im geteilten Bildschirm. Auch bestimmte Marketplace-Welten und einzelne Spielmodi sind ausgenommen.

Wer also zu zweit oder zu viert auf dem Sofa spielt – und genau das ist auf einer Nintendo-Konsole eher die Regel als die Ausnahme -, bekommt weiterhin die schlichtere Darstellung. Das relativiert das zentrale Verkaufsargument der neuen Fassung spürbar.

Was Mojang nicht gesagt hat

Die Ankündigung ist auffällig zurückhaltend, was Leistungsdaten angeht. Es gibt keine Angabe zu Bildraten, keine zu Auflösungen, keine zu Ladezeiten. Auch die Sichtweite, die auf der alten Switch-Fassung notorisch knapp bemessen war, wird nicht erwähnt.

Die verbreitete Annahme, dass sich damit sämtliche Probleme der Switch-Version erledigt hätten – Ruckler, Abstürze, nachladende Chunks direkt vor der Spielfigur -, ist entsprechend eine Vermutung und keine Zusage. Plausibel ist sie durchaus: Eine Fassung, die Vibrant Visuals stemmt, dürfte in der Grundleistung deutlich besser dastehen. Bestätigt ist es aber nicht.

Ebenfalls offen ist, ob die Maussteuerung der Joy-Con 2 unterstützt wird. Gerade beim Bauen wäre das ein handfester Vorteil, und dass Mojang dazu schweigt, ist bemerkenswert.

Der Aufpreis ist die eigentliche Frage

Wer Minecraft bereits auf der Switch besitzt, bekommt einen digitalen Upgrade-Pfad. Spielstände lassen sich übertragen. Was das Upgrade kostet, hat Mojang nicht mitgeteilt; angekündigt sind lediglich weitere Details zu einem späteren Zeitpunkt.

Bisherige Switch-2-Upgrades bewegen sich zwischen null und zwanzig Dollar, je nach Umfang. Dass Mojang die Kostenlosigkeit nicht sofort kommuniziert hat, spricht dafür, dass das Upgrade etwas kosten wird – bei einem rein optischen und leistungsseitigen Sprung wäre ein einstelliger Betrag naheliegend. Belegt ist davon nichts, und wer eine Zahl nennt, rät.

Genau hier liegt für viele die entscheidende Frage. Ein optisches Upgrade für ein Spiel, das man seit Jahren besitzt und das auf der Switch 2 ohnehin läuft, ist ein deutlich anderes Angebot als eine Neuanschaffung.

Ob sich das Warten lohnt

Für alle, die Minecraft hauptsächlich allein oder online spielen, ist der 27. Oktober ein guter Termin. Die alte Switch-Fassung ist technisch am Ende, und die Vibrant Visuals sind kein kosmetisches Detail, sondern verändern die Anmutung der Welt erheblich.

Für Haushalte, in denen Minecraft vor allem im geteilten Bildschirm läuft, sieht die Rechnung anders aus. Dort bleibt vom Hauptargument nichts übrig, und ob die reine Leistungsverbesserung einen Aufpreis rechtfertigt, lässt sich erst beurteilen, wenn Mojang Zahlen nennt.

Parallel dazu steht ohnehin einiges an: ein Update mit einem herbstlich geprägten Biom noch in diesem Jahr, dazu Minecraft Dungeons 2 und eine Fortsetzung des Kinofilms von 2025.

Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

Alle Artikel ansehen →