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Mikrochips unter der Haut boomen in der Schweiz

Ein “Gadget”, das man auf jeden Fall als futuristisch bezeichnen könnte und das wir bis vor einigen Jahren noch... Leni | Dezember 5, 2022

Ein “Gadget”, das man auf jeden Fall als futuristisch bezeichnen könnte und das wir bis vor einigen Jahren noch als “Science Fiction” bezeichnet hätten, hat in der Schweiz großen Anklang gefunden. Im Detail geht es um einen Mikrochip, der unter die Haut implantiert wird und der zum Beispiel digitale Zahlungen ermöglicht.

Bei diesem Mikrochip handelte es sich um einen Mechanismus, der im Grunde genauso wie eine Kreditkarte funktioniert und mit dem man alles bezahlen kann. Die Idee stammt von Christian Kohler, einem plastischen Chirurgen aus Zürich, der den fraglichen Mikrochip zusammen mit einer Firma patentiert und hergestellt hat. Für 800 Schweizer Franken, das sind aktuell ca. 814 Euro, kann man damit in Restaurants, Geschäften und Hotels bezahlen und es könnte gut sein, dass dieser Mikrochip in Zukunft auch weitere Aktionen wie das Öffnen von Haustüren oder eine Verbindung zum Smartphone ermöglicht.

Mikrochip Boom hat angefangen

Das neue Tech-Accessoire soll sich laut Presseberichten buchstäblich wie warme Semmeln verkauft haben – und das obwohl der Chip eine relativ saftigen Preis hat, den sich nicht jeder leisten kann. Der Mikrochip wird mittels einer Spritze direkt in die Handfläche eingesetzt und ist von außen völlig unsichtbar; außerdem ist er nicht invasiv, verursacht keine Bewegungseinschränkungen und hat keine Nebenwirkungen – wobei es aber auch keine Langzeitstudien zu etwaigen Nebenwirkungen gibt. Der Chip ist sehr klein, etwa so groß wie ein Reiskorn, aber er hat Schaltkreise in sich, die das Bezahlen sehr einfach machen.

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Gesellschaft ist gespalten

Wie man sich denken kann, hat diese Technologie die öffentliche Meinung in zwei Lager gespalten: diejenigen, die sie begrüßen und als modernen Fortschritt sehen, und diejenigen, die stattdessen vor den Gefahren wie “Tracking” und der “Probleme mit der Privatsphäre” sowie vor Gesundheitsrisiken warnen, falls der Chip kaputt geht. Sicher ist, dass unter die Haut eingepflanzte Mikrochips die Zukunft zu sein scheinen, und sogar in den Vereinigten Staaten hat ein Unternehmen beschlossen, sie zum Öffnen von Autotüren einzusetzen.

Der Chip wurde an 100 Autobesitzern getestet, und die Ergebnisse waren anscheinend sehr zufriedenstellend, vor allem, weil es viele gibt, die ihre Autoschlüssel nicht finden, wenn sie das Fahrzeug öffnen wollen. Das Unternehmen, das diese Chips herstellt, ist dasselbe, das in Italien Chips unter die Haut von Tieren implantiert: Sie funktionieren dank einer Funkfrequenz, die mit einem Lesegerät kommuniziert, indem sie Informationen austauscht.

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Was genau ist der Vorteil des Chips?

Trotz allem bleibt fraglich was genau der Vorteil des Chips ist. Statt einen Schlüssel mit sich rumzutragen, muss man sich für über 800€ einen Chip implantieren lassen. Da sich diese Technologie auch noch weiterentwickeln wird, können wir davon ausgehen, dass es bald den nächsten, besseren Chip geben wird.

Dann müsste man sich theoretisch wieder einen Chip einpflanzen lassen. Und wieder 800€ hinlegen. Oder den alten rausnehmen lassen und dann den neuen rein. Klingt nach ganz schön viel Aufwand und Kosten. Und wofür? Nur damit man “modern” ist und sein Auto mit seiner Hand öffnen kann? Statt einen Autoschlüssel zu benutzen? Das scheint dann doch den Aufwand nicht wert zu sein.

Aber was denkt ihr davon? Was ist euer Fazit? Diskutiert gerne mit uns auf Twitter oder TikTok und lasst uns eure Meinung wissen!