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Marathon: Bungie zeigt neue Entwickler-Einblicke und stellt Runner Shells in den Fokus

fragster Maria Januar 17, 2026

Mit dem Titel Marathon hat sich Bungie einiges vorgenommen. In einer neuen Ankündigung wurden neben den sogenannten Runner Shells auch verschiedene Archetypen für das Gameplay vorgestellt. Sie sollen das Spielgefühl maßgeblich beeinflussen. Wir haben für euch zusammengefasst, was euch erwartet.

Runner Shells, die sich mit der Erfahrung verändern

Neben dem, was bereits über das neue Game von Bungie bekannt war, kamen nun mittels einer Ankündigung seitens des Entwicklers weitere Details ans Licht. Wer in Marathon einen Charakter erstellt, wählt keine Klasse. Er wählt stattdessen eine Biotech-Hülle, die sogenannte Shell. Diese besitzt einen fest definierten Archetypen, der mit bestimmten Fähigkeiten ausgestattet ist und sich mit der Steigerung der Spielerfahrung verändert.

Wie Bungie in seinem Entwickler-Einblick vermittelte, werden Spieler bei anderen bereits aus einer Entfernung von 50 Metern erkennen, ob sie eine größere Gameplay-Erfahrung haben als sie selbst oder nicht. Umso leichter ist es für Spieler zu entscheiden, ob sie eine Konfrontation oder stattdessen das Weite zu suchen.

Der Entwickler versuchte, mittels dieser großen Veränderung eine gewisse Dynamik zu schaffen. Sie erinnert an Arena-Shooter und trotzdem bleibt Marathon der Extraction-Shooter, den Bungie geplant hatte.

Character-Build ohne feste Vorgabe

Das Konzept, das mit den Runner Shells angestrebt wird, ist dass der Spieler freie Entscheidungsgewalt in Bezug auf seinen Build besitzt. Es gibt keine festen Vorgaben. Stattdessen werden verschiedene Komponenten wie in einem Baukastensystem zusammengefügt. In Marathon werden dies Waffenmods sein, Implantate oder Kerne, die einen bestimmten Spielstil unterstützen.

Kerne übernehmen hierbei die Aufgabe der Perks, die sich kombinieren lassen. Verbindet man sie mit Implantaten, kann ein völlig überraschendes Ergebnis entstehen, das seine ganz eigene Synergie besitzt.

Auf diesem Weg wirkt der eigene Build wie eine Art Kettenreaktion, die völlig ohne Rezept funktioniert. Bungie möchte seinen Spielern keine Vorschriften machen und zum Experimentieren anregen. Insgesamt erscheint das Konzept durchdacht und sinnvoll.

Mit welchen Shells beginnt man das Game?

Insgesamt gibt es sechs verschiedene Shells, die als Basis angenommen werden können. Sie bauen sich wie folgt auf:

  • Destroyer: Sie unterstützen einen aggressiven Spielstil, sind sehr mobil und arbeiten mit Schulterraketen, um ein Gebiet zu kontrollieren. Die Frontbrecher sind eine Neuinterpretation, die sich an der klassischen Mjölnir-Rüstung von einst orientiert.
  • Assassin: Still und leise schleicht er durch die Gegend, setzt auf Rauch zur Verwirrung und seine eigene Unsichtbarkeit. Gleichwohl beherrscht er verschiedene Fähigkeiten für einen sicheren Sturz und verübt gezielte Angriffe, die allerdings verschiedene Einschränkungen besitzen.
  • Recon: Er ist für die Aufklärung zuständig, geht auf die Jagd und nutzt hierfür bestimmte Werkzeuge wie Drohnen oder liest Fußspuren. Sie sind die Gegner der Stealth-Spieler und wurden von Bungie auch liebevoll als „Spaßpolizei“ bezeichnet.
  • Vandal: Wer eine große Mobilität anstrebt, liegt mit dieser Shell genau richtig. Er besitzt nicht nur den Doppelsprung, sondern ist auch zu Slides in der Lage. Die Verteidigung erfolgt per Armkanone. Er sorgt für das nötige Chaos im Rahmen von Hit-and-Run-Charakteren.
  • Thief: Die Diebe von Marathon haben es, genauso wie in anderen Games, ständig auf den größten Loot abgesehen. Mittels einer Drohne verschaffen sie sich Vorteile und berauben ihre ahnungslosen Opfer, dazu kommt ein Röntgenblick, sowie ein Greifhaken. Wer nicht aufpasst, wird hemmungslos ausgeraubt.
  • Triage: Nichts funktioniert ohne einen ausgewogenen Support. Das übernimmt in Marathon die Triage. Sie sorgen für Wiederbelebung, können Verbrauchsitems verteilen und sind für das Team einfach unentbehrlich. Gleichzeitig bleiben sie keineswegs passiv, sondern verteidigen sich sehr gut mittels Schilddrohnen und werden somit zu einem vollwertigen Team-Mitglied.

Spezielle Perks für Solo-Spieler

Während sich die regulären Shells vor allem an Team-Player richten, möchte Bungie besonders Solo-Spielern einen Anreiz mittels eigener Shell geben. Sie sollen als Rooks im Spiel auftauchen, steigen ohne jegliches Equipment in fremde Games ein und behalten am Ende alles für sich, ohne dabei ein Risiko einzugehen.

Sie sorgen in einem laufenden Run für großes Chaos, machen ihn unberechenbarer und somit für Spieler abwechslungsreich. Gleichzeitig wird die eigene Progression nicht beeinträchtigt.

Nach einem holprigen Start und einer Verschiebung des Releasdatums soll Marathon sich im März 2026 ganz klar zwischen Hero-Shootern und den klassischen Titeln von Bungie positionieren. Neben den speziellen Builds ist auch die neue Optik beachtlich.

Insgesamt bleibt abzuwarten, ob Bungie bei seinen Spielern mit den Neuerungen ins Schwarze trifft.