Khawaja „M. Zubair“ Muhammad Zubair ist der neue Tekken-8-Champion des Esports World Cup 2026. Der pakistanische Spieler von AG.AL kämpfte sich zunächst durch den Last Chance Qualifier mit insgesamt 444 Teilnehmern und beendete seinen sensationellen Lauf anschließend mit einem deutlichen 5:0 gegen Yoon „LowHigh“ Sun-woong im Grand Final. Für den Turniersieg erhält M. Zubair 250.000 US-Dollar Preisgeld – dazu kommen weitere 50.000 Dollar durch den Jafonso Award für seinen außergewöhnlichen LCQ-Run.
Auf dem Weg zum Titel besiegte Zubair außerdem den achtmaligen EVO-Champion Arslan „Arslan Ash“ Siddique gleich zweimal. Im Halbfinale setzte er sich in einem spektakulären 5:4 durch. Im Endspiel ließ er dem favorisierten LowHigh anschließend kaum noch eine Chance.
M. Zubair startet seinen EWC-Lauf im Last Chance Qualifier
Dass M. Zubair überhaupt im Hauptturnier stand, war bereits eine Leistung für sich.
Der Pakistani musste sich seinen Platz beim Esports World Cup über den Last Chance Qualifier verdienen. Insgesamt 444 Spieler kämpften dort um eine der letzten Möglichkeiten, am großen Tekken-8-Turnier teilzunehmen.
Zubair setzte sich gegen das riesige Teilnehmerfeld durch und gehörte anschließend im Hauptwettbewerb zu den stärksten Spielern des gesamten Events.
| Punkt | M. Zubair beim EWC 2026 |
|---|---|
| Team | AG.AL |
| Land | Pakistan |
| Qualifikation | Last Chance Qualifier |
| LCQ-Teilnehmer | 444 |
| Finalgegner | LowHigh |
| Grand-Final-Ergebnis | 5:0 |
| Hauptcharakter im Finale | Dragunov |
| Preisgeld | 250.000 US-Dollar |
| Jafonso Award | 50.000 US-Dollar zusätzlich |
| Club Championship Points | 1.000 |
Damit wurde aus einem Last-Chance-Teilnehmer innerhalb weniger Tage der neue EWC-Champion.
Arslan Ash gleich zweimal geschlagen
Spätestens seine Duelle mit Arslan Ash machten deutlich, dass Zubairs Turnierlauf kein Zufall war.
Arslan Ash gehört zu den erfolgreichsten Tekken-Spielern überhaupt und hat acht EVO-Titel gewonnen.
Doch Zubair besiegte seinen prominenten Landsmann bereits in der Gruppenphase mit 3:0.
Im Halbfinale trafen beide erneut aufeinander.
Dieses Mal entwickelte sich ein deutlich engeres Match. Die Serie ging über die volle Distanz, ehe Zubair sich mit 5:4 durchsetzen konnte.
Damit hatte er Arslan Ash innerhalb desselben Turniers gleich zweimal geschlagen und stand im Grand Final.
LowHigh war der nächste große Härtetest
Dort wartete mit LowHigh ein weiterer Spieler mit internationaler Erfahrung.
Der Südkoreaner gewann 2025 die Tekken World Tour und erreichte bereits beim Esports World Cup 2025 den zweiten Platz.
Damit ging LowHigh erneut auf Titeljagd.
Auf dem Papier versprach das Finale eine enge Auseinandersetzung zwischen dem erfahrenen Südkoreaner und dem überraschenden LCQ-Aufsteiger aus Pakistan.
Auf der Bühne entwickelte sich allerdings ein völlig anderes Bild.
5:0 – Zubair zerlegt LowHigh im Grand Final
M. Zubair dominierte das Finale.
Mit Dragunov setzte er LowHigh von Beginn an unter Druck und gewann die Serie letztlich mit einem überraschend deutlichen 5:0.
LowHigh, der auf Bryan setzte, konnte einzelne Runden für sich entscheiden. Eine echte Antwort auf Zubairs Spiel fand er über die gesamte Serie jedoch nicht.
Zubair kontrollierte das Tempo, ließ seinem Gegner nur wenig Raum für Gegenangriffe und nutzte seine Möglichkeiten konsequent.
Nach einem Turnier mit mehreren extrem engen Duellen wurde ausgerechnet das wichtigste Match des Events zu einer einseitigen Angelegenheit.
Pakistanische Trainingspartner entscheidend für den Erfolg
Nach seinem Sieg verwies Zubair vor allem auf die Vorbereitung in Pakistan.
Er habe sehr hart trainiert und stets daran geglaubt, das Turnier gewinnen zu können.
Eine besondere Rolle spielte dabei ein Trainingspartner aus seiner Heimat. Dieser habe ihn intensiv auf das Turnier vorbereitet und einen wesentlichen Anteil an seinem Erfolg gehabt.
Für die pakistanische Fighting-Game-Szene ist der Titel ein weiterer großer internationaler Erfolg.
Das Land hat sich insbesondere durch seine Tekken-Spieler in den vergangenen Jahren einen hervorragenden Ruf aufgebaut. Arslan Ash wurde zum bekanntesten Vertreter dieser Szene – mit M. Zubair steht nun ein weiterer Pakistani auf einer der größten Bühnen des Fighting-Game-Esports ganz oben.
Jafonso Award bringt weitere 50.000 Dollar
Zubairs Weg über den Last Chance Qualifier bringt ihm zusätzlich eine besondere Auszeichnung ein.
Er erhält den sogenannten Jafonso Award.
Die Ehrung ist nach João „Jafonso“ Vasconcelos benannt. Dieser hatte beim Esports World Cup 2024 das EA SPORTS FC 24-Turnier gewonnen, nachdem er sich zuvor ebenfalls über den Last Chance Qualifier qualifiziert hatte.
Spieler, die einen vergleichbaren Weg vom LCQ bis zum EWC-Titel schaffen, können mit dem Award ausgezeichnet werden.
Für Zubair bedeutet das zusätzlich zu seinem regulären Preisgeld weitere 50.000 US-Dollar.
| Preis | Betrag |
|---|---|
| EWC-Sieg | 250.000 US-Dollar |
| Jafonso Award | 50.000 US-Dollar |
| Gesamt | 300.000 US-Dollar |
Sein außergewöhnlicher Qualifikationsweg zahlt sich damit auch finanziell aus.
AG.AL übernimmt die Führung in der Club Championship
Der Erfolg besitzt darüber hinaus Bedeutung für Zubairs Organisation.
Mit seinem ersten Platz sammelt M. Zubair 1.000 Club Championship Points für AG.AL.
Dadurch übernimmt die Organisation laut Veranstalter die Führung in der Club-Wertung.
AG.AL hatte zuvor bereits Podiumsplatzierungen in mehreren anderen Wettbewerben des Esports World Cup erreicht, darunter Free Fire, Honor of Kings und Teamfight Tactics.
Der Tekken-Titel liefert nun weitere wichtige Punkte.
Für AG.AL ist Zubairs Erfolg damit weit mehr als lediglich ein Einzeltitel.
LowHigh wird erneut Zweiter
Für LowHigh endet der EWC dagegen zum zweiten Mal hintereinander knapp unterhalb des ersten Platzes.
Bereits 2025 wurde der Südkoreaner Zweiter.
2026 wiederholt sich dieses Ergebnis.
Für seinen zweiten Platz erhält LowHigh 130.000 US-Dollar Preisgeld und sammelt 750 Club Championship Points für Kiwoom DRX.
Dass er im Finale mit 0:5 unterlag, dürfte angesichts seiner starken Leistungen im restlichen Turnier dennoch eine Enttäuschung sein.
Yagami überrascht Arslan Ash im Spiel um Platz drei
Auch das Match um Rang drei brachte eine Überraschung.
Dort traf Arslan Ash auf den bislang organisationslosen Benjamin „Yagami“ Torngdee.
Obwohl Arslan Ash acht EVO-Titel vorweisen kann, hatte er vor diesem Jahr beim EWC noch nie die Top 8 erreicht.
2026 gelang ihm zwar der Sprung tief ins Turnier, für einen Platz auf dem Podium reichte es aber erneut nicht.
Yagami gewann das Duell deutlich mit 5:2.
| Platz | Spieler | Preisgeld |
|---|
- | M. Zubair | 250.000 US-Dollar
- | LowHigh | 130.000 US-Dollar
- | Yagami | 70.000 US-Dollar
- | Arslan Ash | –
Yagami erhält für seinen dritten Platz 70.000 US-Dollar.
Da er aktuell ohne Organisation antritt, dürfte sein EWC-Auftritt zudem das Interesse mehrerer Teams geweckt haben.
Einer der größten Überraschungssiege des EWC 2026
M. Zubairs Erfolg gehört zu den bemerkenswertesten Geschichten des bisherigen Esports World Cup.
Er begann das Event nicht als gesetzter Superstar, sondern musste sich zunächst gegen Hunderte Spieler durch den Last Chance Qualifier kämpfen.
Danach besiegte er Arslan Ash zweimal, überstand ein extrem knappes 5:4 im Halbfinale und traf im Grand Final auf den Tekken-World-Tour-Champion des vergangenen Jahres.
Dort folgte ausgerechnet seine deutlichste Vorstellung.
Mit einem 5:0 gegen LowHigh krönt sich M. Zubair zum Tekken-8-Champion des Esports World Cup 2026. Aus einem weitgehend unbekannten LCQ-Teilnehmer wurde innerhalb eines Turniers einer der Namen, über die die Tekken-Szene künftig deutlich häufiger sprechen dürfte.

