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LoL-Profis von Iron Wolves wegen Matchfixing freigesprochen

Zwei League of Legends-Spieler wurden nach einem Match in der Ultraliga verdächtigt, Matchfixing begangen zu haben. Allerdings sind sie... Leni | Februar 2, 2024

Zwei League of Legends-Spieler wurden nach einem Match in der Ultraliga verdächtigt, Matchfixing begangen zu haben. Allerdings sind sie wohl unschuldig, denn Riot Games hat sie wieder freigesprochen.

Zwei Spieler wurden verdächtigt, in einem Match in einer der europäischen Regionalligen Matches gefixt zu haben. Im Ultraliga-Wettbewerb zwischen Iron Wolves und Team ESCA traten zwei Spieler an, die laut den auf Reddit geposteten Clips nicht versuchten, das Match zu gewinnen.

Das Spiel endete damit, dass die Iron Wolves gewinnen konnten, aber viele Leute fanden das Verhalten von den beiden chinesischen Spielern Wen ‘kylin’ Zheng und Shuai ‘0din’ Wang seltsam. Anscheinend kämpften sie ohne Fähigkeiten und nahmen keine Ziele an.

Die Liga kündigte kurz nach dem Match an, dass sie zusammen mit Riot Games Verstöße gegen die Wettbewerbsintegrität in diesem Match untersuchen würde. Die Esport Organisation der Iron Wolves veröffentlichte später eine Erklärung, in der sie das Verhalten der Spieler als “unprofessionell” bezeichneten.

Was genau ist Matchfixing?

Matchfixing im Esport bezieht sich auf das absichtliche Manipulieren von Spielausgängen, um einen vorher bestimmten Ausgang sicherzustellen, oft mit dem Ziel, auf Wetten zu profitieren. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen, etwa indem Spieler absichtlich schlecht spielen, bestimmte Strategien vermeiden oder auf andere Art das Ergebnis beeinflussen. Es kann auch komplexere Formen annehmen, in denen Schiedsrichter, Trainer oder andere involvierte Parteien in die Manipulation einbezogen sind.

Matchfixing untergräbt die Integrität des Sports und wird in den meisten Ligen und Turnieren streng geahndet. Es wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um solche Aktivitäten zu erkennen und zu verhindern, einschließlich der Überwachung von Wettmustern, der Einrichtung von Integritätsabteilungen innerhalb von Esportorganisationen und der Zusammenarbeit mit externen Überwachungsorganisationen.

Spieler wieder frei gesprochen

Die beiden chinesischen Spieler von Iron Wolves wurden am Mittwoch von Riot Games in einer Erklärung der polnischen Liga von den Vorwürfen freigesprochen.

“Die Untersuchung … hat keine ausreichenden Beweise ergeben, die weitere Disziplinarverfahren rechtfertigen würden”, heißt es in der Erklärung.

Die Spieler wurden nach den Vorwürfen für zwei Matches gesperrt, und die Iron Wolves mussten bei den Spielen auf Ersatzspieler zurückgreifen.

Die beiden Chinesen dürften im nächsten Spiel am 6. Februar wieder dabei sein, sollten die Iron Wolves sie wieder einsetzen wollen. Die Fans der Liga hingegen sind nicht von ihrer Unschuld überzeugt.

“Das ist das eklatanteste manipulierte Spiel aller Zeiten, das kann jeder sehen, der jemals League gespielt hat”, sagte ein Fan auf Social-Media.

Der Vorfall ist nur einer in einer langen Reihe von Matchfixing-Skandalen in den Lower Ligen des Esports. In den letzten Jahren wurden bereits mehrere Personen wegen Matchfixen suspendiert.