Jonathan „Loda“ Berg denkt über eine Rückkehr in den professionellen Dota-2-Esport nach. Der Sieger von The International 2013 erklärte öffentlich, dass ihm für ein neues Projekt ein gutes Budget zur Verfügung stehe und er möglichst schnell einen Kader auf Tier-1-Niveau zusammenstellen wolle. Im Fokus stehen Spieler aus Europa und der CIS-Region.
Ein fertiges Team gibt es bislang allerdings nicht. Loda befindet sich nach eigener Darstellung noch in einer frühen Planungsphase und bittet die Community um Vorschläge für mögliche Spieler. Dabei interessiert er sich sowohl für komplette Lineups als auch für bestehende Duos oder einzelne Talente.
Loda sucht Spieler aus Europa und der CIS
Seine Pläne machte der frühere Profi über X öffentlich. Dort erklärte Berg, dass er über eine erneute aktive Rolle im Dota-2-Esport nachdenke.
Das Ziel ist dabei durchaus ambitioniert: Statt zunächst ein Nachwuchsprojekt aufzubauen, möchte Loda möglichst schnell ein Team formen, das mit den stärksten Mannschaften konkurrieren kann.
| Punkt | Aktueller Stand |
|---|---|
| Projekt | Neues Dota-2-Team |
| Verantwortlicher | Jonathan „Loda“ Berg |
| Ziel | Möglichst schnell Tier-1-Niveau erreichen |
| Spielerregionen | Europa und CIS |
| Budget | Laut Loda gut |
| Gesuchte Kandidaten | Komplette Teams, Duos oder Einzelspieler |
| Verpflichtete Spieler | Bislang keine bekannt |
| Zeitplan | Noch nicht genannt |
Welche Organisation hinter dem möglichen Projekt stehen könnte oder ob Loda selbst eine neue Struktur aufbauen möchte, geht aus seiner Ankündigung nicht hervor.
Auch komplette Lineups kommen infrage
Loda beschränkt seine Suche nicht auf einzelne Free Agents. Er erklärte ausdrücklich, dass ihm auch Vorschläge für bereits bestehende Mannschaften oder kleinere Spielergruppen willkommen seien.
Das könnte den Aufbau erheblich beschleunigen. Ein komplett neu zusammengestellter Kader benötigt häufig Monate, um Rollen, Kommunikation und Spielstil aufeinander abzustimmen. Eine bereits eingespielte Gruppe könnte dagegen deutlich schneller konkurrenzfähig werden.
Gleichzeitig lässt sich aus der offenen Suche ableiten, dass bislang offenbar noch kein Kernteam feststeht. Namen möglicher Kandidaten nannte Loda nicht.
Auch konkrete Gespräche oder abgeschlossene Verträge sind bisher nicht bekannt.
Tier 1 soll möglichst schnell erreicht werden
Bemerkenswert ist vor allem die Zielsetzung. Loda spricht nicht davon, langfristig ein Team aufzubauen, sondern möchte nach eigener Aussage so schnell wie möglich den Sprung in die höchste Wettbewerbsebene schaffen.
Dafür dürfte das angekündigte Budget entscheidend sein.
Der europäische Dota-2-Markt bietet regelmäßig erfahrene Spieler, deren Projekte nach Turnieren oder Qualifikationen auseinanderbrechen. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Kombinationen aus etablierten Profis und jungen Talenten.
Ein ausreichendes Budget könnte Loda ermöglichen, mehrere erfahrene Spieler gleichzeitig zu verpflichten und ihnen stabile Rahmenbedingungen zu bieten.
Ob daraus tatsächlich unmittelbar ein Tier-1-Kader entsteht, hängt allerdings nicht allein von bekannten Namen ab. Gerade in Dota 2 spielen Rollenverteilung, Drafting, Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen Spielern und Trainerstab eine zentrale Rolle.
Loda gehört zu den bekanntesten Namen der Dota-Geschichte
Jonathan Berg ist eng mit der frühen Geschichte des professionellen Dota 2 verbunden.
Der Schwede spielte über viele Jahre für Alliance und gehörte zu dem Kader, der The International 2013 gewann. Das Finale gegen Natus Vincere zählt bis heute zu den bekanntesten Serien der Dota-2-Geschichte.
Alliance setzte damals auf einen für diese Zeit besonders ausgeprägten Makro-Spielstil. Map-Kontrolle, Split-Pushing und effiziente Ressourcenverteilung gehörten zu den größten Stärken des Teams.
Loda spielte dabei als Carry und war neben Spielern wie AdmiralBulldog, s4, Akke und EGM eines der prägenden Gesichter der Mannschaft.
Er beendete später seine aktive Profikarriere, blieb dem Esport jedoch verbunden.
Vom TI-Champion zurück an ein aktuelles Dota-Team?
Ein Comeback würde nicht zwangsläufig bedeuten, dass Loda selbst wieder als Spieler antritt.
Seine Aussagen deuten vielmehr darauf hin, dass er ein Team zusammenstellen und hinter den Kulissen aufbauen möchte. Welche konkrete Position er innerhalb des Projekts übernehmen würde, ist bisher nicht bekannt.
Möglich wären beispielsweise Aufgaben als Teammanager, sportlicher Verantwortlicher oder eine stärker strategische Rolle.
Für das Projekt könnte seine Erfahrung durchaus wertvoll sein. Loda kennt sowohl die Perspektive eines Profispielers als auch die organisatorische Seite des Esports und verfügt über ein großes Netzwerk innerhalb der europäischen Dota-Szene.
Gleichzeitig hat sich das professionelle Umfeld seit seinem TI-Sieg 2013 erheblich verändert. Turnierstrukturen, Trainingsmethoden und die wirtschaftlichen Anforderungen an internationale Teams sind heute deutlich komplexer.
Europa bleibt eine der stärksten Dota-Regionen
Dass Loda seine Suche auf Europa und die CIS konzentriert, ist sportlich nachvollziehbar.
Beide Regionen gehören traditionell zu den wichtigsten Talentpools im internationalen Dota 2. Zahlreiche Spieler wechseln regelmäßig zwischen europäischen und osteuropäischen Mannschaften, während Englisch in vielen internationalen Rostern als gemeinsame Sprache verwendet wird.
Die offene Suche könnte besonders für Spieler interessant werden, die bereits Erfahrung auf hohem Niveau besitzen, derzeit aber kein langfristiges Projekt gefunden haben.
Loda macht zugleich deutlich, dass er auch einzelne Nachwuchstalente berücksichtigen möchte. Damit muss ein möglicher Kader nicht zwangsläufig ausschließlich aus etablierten Namen bestehen.
Ein oder zwei junge Spieler könnten neben erfahrenen Profis aufgebaut werden, sofern die Rollen zusammenpassen.
Noch ist das Comeback nur eine Absichtserklärung
Trotz des prominenten Namens befindet sich das Projekt bislang ganz am Anfang.
Es gibt weder einen angekündigten Kader noch einen Termin für das erste Turnier. Auch eine Organisation oder Sponsoren wurden nicht genannt.
Entsprechend wäre es zu früh, bereits von einem bestätigten neuen Tier-1-Team zu sprechen. Loda sondiert derzeit offenbar zunächst den Markt und sammelt mögliche Kandidaten.
Seine öffentliche Suche zeigt jedoch, dass die Überlegungen konkreter sind als ein beiläufiger Comeback-Gedanke. Ein vorhandenes Budget, eine festgelegte Zielregion und der ausdrückliche Wunsch nach einem international konkurrenzfähigen Kader geben dem Projekt bereits eine klare Richtung.
Sollte Loda passende Spieler finden, könnte damit einer der bekanntesten Namen aus der frühen Dota-2-Ära wieder aktiv in den professionellen Wettbewerb zurückkehren – diesmal allerdings vermutlich nicht auf der Carry-Position, sondern beim Aufbau des Teams selbst.

