Lange wusste niemand, ob der Spieler Scout von LNG bei den diesjährigen Worlds teilnehmen werden darf, oder nicht. Jetzt hat Riot Games hat die Anwesenheit des Spielers bei den League of Legends Worlds bestätigt.
Vor kurzem wurde ein Update zu der komplizierten Situation von LNG-Spieler Lee „Scout“ Ye-chan veröffentlicht. Der Midlaner, der zuvor wegen einem Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Team EDward Gaming nicht aus China ausfliegen konnte, kann nun doch an dem LoL-Turnier teilnehmen.
Wenn man bedenkt, wie wichtig Scout für LNG ist, wäre das Verpassen der Worlds ein herber Schlag in die Magengrube für das Team gewesen. Er ist einer der besten Profispieler in der LPL und wird seinem Team sicher gewaltig unter die Arme greifen.
Das Scout-Drama und der Rechtsstreit mit EDG
Nachdem er mit EDward Gaming vor drei Jahren die Worlds gewonnen hatte, äußerte Scout den Wunsch, in sein Heimatland Südkorea zurückzukehren. Einigen Gerüchten zufolge führte er jedoch Gespräche mit anderen Teams, ohne die Zustimmung von seinem damaligen team, EDward Gaming, zu erhalten. Obwohl er nach Südkorea zurückkehren wollte, spielte er in der Saison 2022 weiterhin für EDward Gaming.
Berichten zufolge hatte Scout einen Nebenvertrag mit einem LCK-Team, das aber nicht von Riot Games anerkannt wurde. Nach diesen Ereignissen reichte EDward Gaming eine Klage gegen den Midlaner ein. Da er sich mitten in einem Rechtsstreit befand, konnte der Spieler nicht aus China ausfliegen, um an den diesjährigen Worlds teilzunehmen. Die Agentur von Scout warf EDward Gaming vor, dass sie Lügner seien.
SuperGent prangerte EDG öffentlich an und behauptete, dass die Klage es dem Star-Mid-Laner erschwerte, sich zu konzentrieren, und erklärte öffentlich, dass ihm die Ausreise aus dem Land verboten wurde. „Wir haben die Informationen über das Ausreiseverbot mit der LPL und der LNG geteilt, und die LPL und die LNG haben die EDG um Zusammenarbeit gebeten, aber die EDG hat stets Unwissenheit vorgetäuscht“, so das Unternehmen.
Scout wird doch zu den Worlds reisen
Aber Scout wird jetzt doch an der Veranstaltung teilnehmen. Nach wochenlangen Spekulationen und Gerüchten über seinen Rechtsstreit mit EDG hat er genug Geld gesammelt, um das Reiseverbot zu umgehen und zu dem Turnier zu reisen.
Er entschuldigte sich für die Ungewissheit und bestätigte, dass er die Angelegenheit geklärt hat. Er wird ohne Einschränkungen an den Worlds 2024 teilnehmen können, und das Team von LNG wird wie geplant an der Veranstaltung teilnehmen. Das passierte abererst, nachdem ein Ersatzspieler für ihn feststand.
In einer offiziellen Ankündigung heißt es, dass JDG’s Yagao als Notfall-Ersatz einspringen wird, falls Scout nicht kommen kann.
„Riot Games wurde darüber informiert, dass [LNG]-Spieler Scout vorübergehend nicht zu den Worlds 2024 reisen kann. In Anbetracht dieser Ausnahmesituation hat LNG die Erlaubnis erhalten, einen Notfall-Ersatzspieler einzusetzen“, erklärte Riot Games in seinem Statement.
“Hello everyone, I’m Scout. I’ve caused everyone to feel discomfort and anxiety during this period of time, and for that I’m terribly sorry. I’ve now resolved the exit ban, and confirmed I can participate at the 2024 League of Legends World Championship with my teammates– pic.twitter.com/FHnWyj7CvG
— Linda Pro League (@iCrystalization) September 27, 2024
Scout hatte folgendes zu sagen: „Hallo zusammen, ich bin Lee Ye-chan. Ich habe mich noch nie von der öffentlichen Meinung oder Gerüchten beeinflussen lassen. Ich habe mich entschlossen, dies offiziell zu posten, weil ich mich zum ersten Mal wegen etwas außerhalb des Spiels traurig fühle, ich bin auch ein wenig deprimiert und es tut mir sehr leid, dass ich alle beunruhigt habe. Ich kann voll und ganz verstehen, warum alle von mir enttäuscht sind. Ich habe das Gefühl, dass das Einzige, was ich jetzt tun kann, darin besteht, mich den Dingen zu stellen, die vor mir liegen, und mich zuerst auf das Spiel zu konzentrieren; ich werde mich in Zukunft auf jeden Fall allen erklären. Ich danke euch allen.“
