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LEVEL UP 2026: Salzburg wird zum Zentrum der Gaming- und Cosplay-Szene

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 1, 2026

Über 11.000 Besucherinnen und Besucher haben das Messezentrum Salzburg am 23. und 24. Mai in einen zwei Tage langen Treffpunkt für Gaming, Cosplay und Popkultur verwandelt. Auf mehr als 15.000 Quadratmetern bot LEVEL UP 2026 ein Programm, das längst über klassisches Gaming hinausreicht und sich als eines der wichtigsten Events seiner Art im deutschsprachigen Raum etabliert hat. Neu in diesem Jahr: Das Festival fand erstmals parallel zur Salzburger Dult statt und konnte so von der zusätzlichen Aufmerksamkeit des Traditionsvolksfests profitieren.

Ein Festival, das längst mehr als Gaming ist

Wer LEVEL UP auf eSports und Konsolengaming reduziert, übersieht, worin der eigentliche Reiz der Veranstaltung liegt. Das Spektrum reichte von Indie Games über Anime und Cosplay bis hin zu Tabletop, Trading Cards und Kreativbereichen. Genau diese Breite ist es, die das Festival vom reinen Branchentermin abhebt und Communities zusammenbringt, die sich sonst eher selten am selben Ort begegnen.

Projektleiter Tommi Huber bringt den Anspruch der Veranstaltung auf den Punkt, wenn er von einem Erlebnis für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen spricht. Tatsächlich zeigte sich in Salzburg, dass dieses Versprechen kein leeres Marketing ist: An Racing-Simulatoren, PCs, Konsolen und Retro-Stationen konnten Gäste selbst spielen, statt nur zuzusehen. Ergänzt wurde das Angebot durch eSports-Teams, Vereine und zahlreiche Partnerstände, die der Veranstaltung den Charakter eines lebendigen Szenetreffs gaben.

Indie Games und eSports als Publikumsmagnete

Eines der Herzstücke war erneut die Indie Games Area in Zusammenarbeit mit der FH Salzburg, in der mehr als 40 Titel von Entwicklerinnen und Entwicklern aus dem deutschsprachigen Raum gezeigt wurden. Dass Besucher kommende Spiele direkt anspielen und mit den Köpfen dahinter ins Gespräch kommen konnten, ist genau die Art von direktem Austausch, die große Publisher-Messen in dieser Form kaum noch bieten. Für die heimische Entwicklerszene ist eine solche Bühne wertvoller, als es eine Pressemitteilung auf den ersten Blick vermuten lässt.

Daneben zog die eSports Stage über beide Tage hinweg ihr Publikum mit Turnieren, Showmatches und Bühnenformaten rund um die österreichische Szene. Auf der Community Stage stand das Mitmachen im Vordergrund, vom Nerdquiz über Multiplayer-Turniere bis zu einem Beat-the-Pro-Format mit YouTuber Luigikid. Es ist diese Mischung aus Wettkampf und Mitmach-Charakter, die verhindert, dass eine solche Veranstaltung in reine Zuschauerei abrutscht.

Cosplay als wachsendes Schwergewicht

Bemerkenswert ist, wie stark sich der Cosplay-Bereich entwickelt hat. Nach der Premiere der eigenen Cosplay-Bühne im Vorjahr wurde das Format 2026 deutlich ausgebaut und um Programmpunkte wie Speed Drawing und Anime-Music-Video-Contests erweitert. Damit rückt die kreative Seite der Szene stärker in den Mittelpunkt, statt nur als Beiwerk durchzulaufen.

Auch die Artist- und Händler-Area mit über 80 Ausstellerinnen und Ausstellern aus den Bereichen Anime, Manga, Gaming und Illustration unterstrich diesen Trend. Erstmals gab es zudem eigene Cosplay-Stände, die Einblicke in die handwerkliche Arbeit hinter den Kostümen boten. Wer die Szene kennt, weiß: Dieser Bereich ist für viele Besucher mindestens so wichtig wie die eigentliche Spielfläche.

Starker Auftritt mit Ansage

Mit der Ausgabe 2026 hat LEVEL UP seine Position als eines der zentralen Gaming- und Popkultur-Events Österreichs gefestigt. Die Kombination aus Besucherrekord, erweitertem Cosplay-Programm und einer ernstzunehmenden Indie-Schiene zeigt, dass das Festival nicht stehenbleibt, sondern dort wächst, wo die Community es einfordert. Die erstmalige Verzahnung mit der Salzburger Dult dürfte dabei eher Auftakt als Einzelfall gewesen sein. Für die Szene im deutschsprachigen Raum bleibt Salzburg damit ein Termin, den man sich für das kommende Jahr vormerken sollte.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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