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LESLAO entschuldigt sich für rassistische Beleidigung

Autoren-Bild Andrea Mertens Oktober 19, 2022

Rodrigo „LESLAO“ Santos von Team Soniqs wurde von der Dota 2-Community heftig kritisiert, nachdem klar wurde, dass sein In-Game-Effigy nach einem rassistischen Schimpfwort benannt worden war. LESLAO entschuldigte sich später auf Twitter und gab zu, dass der Name „unangemessen und verletzend“ sei. Trotzdem haben sich die Soniqs jetzt von ihm getrennt.

Die Soniqs haben momentan keine gute Zeit. Sie sind eines der vier Teams, das beim TI11 in der Gruppenphase ausgeschieden sind und haben jetzt noch einen Rassismus-Skandal am Hals. Am gleichen Tag, als sie aus dem TI ausscheiden, haben Leute aus der Community herausgefunden, dass Rodrigo „LESLAO“ Santos, sein Bildnis im Spiel ziemlich rassistisch benannt hatte. Sobald das rauskam, entschuldigte sich der Spieler in einem kurzen Tweet und räumte ein, dass er im Unrecht war. LESLAO behauptete, er habe den Begriff vor vielen Jahren „achtlos“ geschrieben und ihn dann vergessen, bis er heute darauf aufmerksam gemacht wurde.

LESLAO entschuldigt sich für Effigy-Fehltritt

Im Match gegen BOOM Esports beim TI stand Soniqs kurz vor der Niederlage, als der Observer über das „Heroic Effigy of Triumph“ von LESLAO kam und man deutlich seinen Namen und das N-Wort lesen konnte. Es war zwar nur kurz lesbar, aber hat trotzdem für einen Shitstorm gesorgt. Nach einigen Reddit-Threads räumte der Spieler auf Twitter ein, dass der Name „unangemessen und verletzend“ war, und entschuldigte sich dafür, dass er es nicht früher bemerkt und wieder runtergenommen hatte.

dota2 faux pas

LESLAO von Soniqs gekickt

Aber diese Entschuldigung hat nicht gereicht. Soniqs hat die Entscheidung getroffen, LESLAO aus seinem Vertrag zu entlassen. Soniqs hat die Entscheidung in einem Statement erklärt: „Am Ende von unserem TI11-Matches gegen BOOM Esports war im Spiel eine rassistische Nachricht von Rodrigo „LESLAO“ Santos zu sehen. Wir erwarten von unseren Spielern einen hohen Standard an Professionalität und haben eine Null-Toleranz-Politik für Rassismus oder Diskriminierung jeglicher Art. Mit sofortiger Wirkung haben wir LESLAO aus seinem Vertrag bei den Soniqs entlassen.“ Im Moment ist noch unklar, ob Valve oder PGL die Soniqs oder den Spieler bestrafen wird.

Kein Einzelfall

Leider gab es solche Vorfälle schon öfter. Es ist auch nicht das erste Mal, dass so etwas in Dota vorkommt. Ein aktuelles Beispiel dafür ist Héctor Antonio „K1“ Rodriguez von beastcoast, der Kim „Febby“ Yong-min während einem Dota 2-Ranglistenspiels im Sommer rassistisch beleidigte. Als beastcoast in der Finalserie der Tour 3 des Dota Pro Circuit gegen Thunder Awaken antrat, gab es handfeste Konsequenzen. Valve verweigerte beastcoast wegen dem rassistischen Vorfall die Erlaubnis, mit K1 anzutreten und zu spielen.

Bildnachweis: twitter.com/theAllianceGG

twitter.com/SoniqsEsports

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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