Fnatic läutet mit einer wegweisenden Personalentscheidung den Neuaufbau für den LEC Summer Split 2025 ein: Der südkoreanische Mid-Laner Yoon „Poby“ Sung-won wird ab sofort die zentrale Position im Team übernehmen. Mit dieser Verpflichtung reagiert Fnatic auf eine durchwachsene Frühjahrs-Season und nimmt erstmals seit drei Jahren einen Wechsel auf der Midlane vor.
Poby wechselt von T1 Academy zu Fnatic – Ein neues Kapitel beginnt
Mit dem Wechsel von Poby holt sich Fnatic nicht nur einen vielversprechenden Spieler, sondern auch frischen Wind ins Line-up. Der 21-jährige Südkoreaner machte sich in der T1 Esports Academy einen Namen – dort glänzte er durch sauberes Laning, starkes Map-Reading und ein feines Gespür für Timing und Teamdynamik. Nun wagt er den Sprung nach Europa und schließt sich einem der traditionsreichsten LEC-Teams an.
Was Poby auszeichnet:
- Starke Laning-Phase: Dominanz im 1v1 und sicheres Farmen
- Gutes Makro-Play: Übersicht über Spieltempo, Rotationen und Vision-Control
- Teamgeist & Anpassungsfähigkeit: Auch kulturell offen und lernbereit
Trainer Fabian „GrabbZ“ Lohmann lobte Pobys positive Ausstrahlung und seine Fähigkeit, das emotionale Klima im Team zu verbessern. In Interviews zeigte sich Poby lernbereit – kulturelle Unterschiede wie das ungewohnte Fehlen von Ampeln in Teilen Europas sorgten bei ihm für Überraschung, ändern aber nichts an seinem Ehrgeiz.
Humanoid auf die Ersatzbank – Ein Ende nach drei Jahren
Mit der Verpflichtung von Poby endet zugleich eine Ära bei Fnatic: Marek „Humanoid“ Brázda, der seit 2022 die Midlane des Teams besetzt hatte, wurde auf die inaktive Liste gesetzt. Der tschechische Profi war über Jahre hinweg eine feste Größe in der europäischen Szene, doch nach mehreren enttäuschenden Ergebnissen in Folge zieht Fnatic nun einen klaren Schlussstrich.
Wechselübersicht in der Midlane:
| Saison | Spieler | Status |
|---|---|---|
| 2022–2025 | Humanoid | Inaktiv |
| Sommer 2025 | Poby | Aktiv |
Strategischer Neustart nach verpasstem MSI
Fnatic beendete den Spring Split 2025 lediglich auf Platz vier und verpasste damit die Qualifikation für das Mid-Season Invitational – ein herber Rückschlag für das traditionell erfolgsverwöhnte Team. Die Verpflichtung Pobys ist daher mehr als ein reiner Kaderwechsel: Sie markiert den Beginn eines strategischen Neustarts, der das Team wieder in Richtung Titelkandidatur bringen soll.
GrabbZ betonte in einem Statement, dass es nicht nur um individuelle Stärke gehe, sondern auch um „Spielintelligenz, Motivation und emotionale Stabilität“, die Poby laut Trainerstab mitbringe.
