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fragstereditorial | November 11, 2021

League of Legends – Verschwörung um Perkz

Die Esports-Dramen sind teilweise echt filmreif. G2 und Cloud9 haben gemeinsame Sache gemacht und eine Klausel in den Buy Out-Vertrag von Perkz gemacht, die besagt dass Fnatic den Spieler nicht bekommen darf. Hinter all dem steckt niemand anderes als G2’s CEO Carlos “ocelote” Rodríguez Santiago. Jetzt werden die Regeln für solche Klauseln geändert.

Luka “Perkz” Perković war von 2015 bis 2020 bei G2 Esports. Letztes Jahr im November wechselte er dann zu Cloud9. Er gilt als einer der talentiertesten Spieler auf der ganzen Welt- und dementsprechend wird hart um ihn gekämpft, weil ihn einige Organisationen gerne bei sich im Line-up hätten.

Drama um Perkz

Jetzt kamen Dokumente ans Licht, die zeigen, dass sich G2 und Cloud Esports abgesprochen haben und eine Klausel in den Buyout-Vertrag von Perkz gemacht haben, in dem es heißt, dass Perkz nicht an Fnatic verkauft werden darf. Aber warum das? Fnatic ist G2s erbitterter Erzfeind und G2 will so verhindern, dass ihr Starspieler von dem Rivalen gekauft wird.

Die Klausel in dem Vertrag besagt, dass Cloud 9 ihren Spieler Perkz 3 Jahre lang nicht an Fnatic verkaufen darf. Egal wie hoch das Gebot eventuell wäre. Zur Hintergrundstory: G2 und Fnatic hassen sich schon seit längerem und standen sich schon in mehreren Meisterschaften gegenüber. G2 hat im Jahr 2019 Rasmus “Caps” Borregaard Winther von Fnatic abgeworben und zu sich geholt. Caps war der beste Spieler von Fnatic und daraufhin wurde der Hass nur noch weiter geschürt. Später holte sich G2 auch noch Carl Martin Erik „Rekkles“ Larsson von Fnatic.

Mittlerweile hat Fnatic von der Buyout-Klausel erfahren und es direkt gemeldet. Daraufhin hat die LCS-Abteilung von Riot Games eine Untersuchung eingeleitet, aber G2 und Cloud9 hatten das große Glück, als unschuldige Lämmer aus der Sache heraus zu gehen. Trotzdem wird die Regel für solche Verträge bzw Klauseln jetzt geändert.

G2 und Cloud9 haben Glück

Tom Martell, der Director of Operations bei Riot Games, verkündete zu dem Vorfall folgendes auf Twitter: “Unsere aktuellen Regeln für Spielertransfers verbieten Transfers durch das aufnehmende Team nicht explizit. Daher werden wir G2 und C9 nicht dafür bestrafen, dass sie eine solche Klausel in ihre Vereinbarung aufgenommen haben.”

Ein weiterer Grund dafür sei, dass Perkz dadurch “keinen Schaden erlitten habe”. Trotzdem gab es einige entsetzte Aufrufe aus der Community, die G2 definitiv als schuldig sehen. Riot Games hat beschlossen, dass es letzten Endes nicht mehr zu solchen Klauseln kommen soll. “Wir werden unsere Regeln aktualisieren, um zukünftige Einschränkungen bei Transfervereinbarungen zu verbieten”, so Martell. “Sie stehen nicht im Einklang mit den Werten und Interessen unseres Sports.”

Hinter all dem steckt hauptsächlich der CEO und Gründer von G2, Carlos “ocelote” Rodríguez Santiago. Er hat mittlerweile einen festen Ruf in der Szene und schüttet bei jeglichen Dramen gerne noch mehr Öl ins Feuer. Ocelote sprach schon im Dezember 2020 in einer Talkshow darüber, dass er die Vertragsrechte von Perkz auf keinen Fall an Fnatic verkaufen wird.

G2s CEO ist sauer

“Stellt euch vor, Perkz wäre bei Fnatic gelandet, und was danach passiert ist, dass das gesamte Fnatic-Team erneuert wird”, so ocelote. “Will ich das? Nein, denn ich will mir alle Optionen offen halten. Macht mich das zu einem schlechten Menschen? Man muss schon sehr naiv sein, wenn man glaubt, dass man ein Weltklasse-Team aufbauen kann, indem man jeden gehen lässt… Das wird einfach nicht passieren.” Im September twitterte er außerdem: “Perkz zu fnatic ist wahrscheinlich der einzige Trade, den ich auf keinen Fall zulassen würde.”

Auch diesmal griff der CEO von G2 wieder zu Twitter um seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und seinen Rivalen nochmal richtig zu provozieren:

 

 

Für Perkz geht es auch tatsächlich nicht zu Fnatic. Angeblich wird er demnächst zu Team Vitality wechseln und zwar zusammen mit Barney “Alphari” Morris von Team Liquid und Matyáš “Carzzy” Orság von den MAD Lions.