Mit Patch 26.5 hat Riot Games Anfang März nicht nur ein neues Skin-Paket für League of Legends ausgerollt, sondern gleich mehrere Systeme auf einmal angefasst. Seit dem 4. März sind Verderbtes-Petrizit-Maokai, Verderbtes-Petrizit-Xerath und Requiem-Sona (Prestige) offiziell im Spiel verfügbar. Gleichzeitig startete Saison 1, Akt 2, die Prügel-Map „Rauferei“ kehrte zurück und die neue Letzthit-Unterstützung wurde live geschaltet.
Drei neue Skins tragen Patch 26.5
Im Zentrum des kosmetischen Updates stehen zwei Corrupted-Petricite-Skins und eine Prestige-Variante für Sona. Riot nennt in den offiziellen Patchnotizen exakt diese drei Veröffentlichungen als Kern des 26.5-Rollouts. Für Spieler wichtig: Maokai und Xerath sind direkt an den Battle Pass von Akt 2 gekoppelt, während Requiem-Sona (Prestige) die große Abschlussbelohnung des kostenpflichtigen Passes darstellt.
Gerade Sona dürfte dabei die meiste Aufmerksamkeit bekommen. Schon im Vorfeld war klar, dass Prestige Requiem Sona als „Capstone Reward“ des Passes positioniert wird, also als Prestige-Anreiz für alle, die den Demacia-Abschnitt aktiv durchspielen. Maokai und Xerath sind dagegen klassisch in die Pass-Stufen eingebettet: Verderbtes-Petrizit-Maokai wartet auf Stufe 9, Verderbtes-Petrizit-Xerath auf Stufe 25.
Akt 2 bringt mehr als nur Skins
Patch 26.5 ist kein reiner Kosmetik-Patch. Riot hat gleichzeitig den Akt-2-Kampfpass live genommen und den Spielmodus „Rauferei“ vom 4. März bis 28. April zurückgebracht. Damit bekommt das Update einen deutlich breiteren Charakter: Es verkauft nicht nur neue Optik, sondern liefert parallel auch Event-Struktur und zusätzlichen Spielmodus.
Dazu kommen klassische Balance-Anpassungen für Champions sowie eine Reihe technischer und qualitativer Änderungen. Besonders auffällig ist dabei, wie eng Riot das gesamte Patchpaket mit dem Demacia-Motiv und dem Start in Akt 2 verknüpft. Die neuen Skins wirken dadurch nicht wie einzelne Shop-Drops, sondern wie Teil einer größeren saisonalen Inszenierung. Diese Einordnung ergibt sich aus der Kombination von Patchnotes, Battle-Pass-Struktur und Trailer-Material.
Letzthit-Unterstützung jetzt live – aber nicht überall
Eine der spielerisch interessantesten Neuerungen in Patch 26.5 ist die Letzthit-Unterstützung. Riot hat das Feature nach längerer PBE-Phase nun live genommen, betont aber klar, dass es vor allem neuen Spielern helfen soll. Die Indikatoren sind laut Patchnotes zunächst auf Modi wie Co-op vs. AI, Tutorials, Swiftplay, Custom Games, Practice Tool und Summoner’s-Rift-Rotationsmodi beschränkt. Für neu erstellte Accounts sind sie standardmäßig aktiviert, für bestehende Accounts standardmäßig deaktiviert.
Wichtig ist auch der technische Rahmen: Die Anzeige berücksichtigt laut Riot nur permanente Schadensmodifikatoren und nicht kurzfristige Procs wie Sheen-Effekte. Das bedeutet, dass die Hilfe bewusst vereinfacht bleibt und eher als Lernwerkzeug gedacht ist als als präzises High-End-Tool für Ranked-Spieler. Damit reagiert Riot auf ein uraltes Problem von League: Neue Spieler scheitern oft schon an den Grundlagen des Farmens, bevor sie überhaupt tiefer in Makro und Matchups einsteigen.
Was wirklich hängen bleibt
Ja, Verderbtes-Petrizit-Maokai, Verderbtes-Petrizit-Xerath und Requiem-Sona (Prestige) sind seit dem 4. März live. Ja, die Inhalte gehören direkt zu Saison 1, Akt 2. Und ja, Patch 26.5 brachte parallel auch die Letzthit-Unterstützung auf die Live-Server. Weniger relevant ist dagegen die erwähnte Personalisierung, weil die eigentliche Schlagkraft des Updates klar in Riot selbst, dem Pass-System und dem First-Stand-Kontext liegt.
Demacias Akt 2 setzt den Ton für den nächsten Riot-Abschnitt
Patch 26.5 zeigt ziemlich gut, wie Riot 2026 inzwischen arbeitet. Ein Skin-Drop steht nicht mehr für sich allein, sondern wird mit Pass-Fortschritt, Spielmodus, QoL-Update und Esports-Bühne verzahnt. Genau deshalb bleiben Corrupted Petricite Maokai, Corrupted Petricite Xerath und Prestige Requiem Sona zwar die auffälligsten Gesichter des Updates – die eigentliche Wucht des Patches entsteht aber erst durch das Gesamtpaket.


