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League of Legends Patch 26.12 in der Vorschau: Buffs, Nerfs und ein Teleport-Eingriff vor MSI

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 3, 2026

Riot Games hat die Vorschau auf Patch 26.12 für League of Legends veröffentlicht, und der Zeitpunkt ist kein Zufall. Das Update erscheint als vorletzter Patch vor dem Mid-Season Invitational 2026 im südkoreanischen Daejeon und soll die Meta noch einmal zurechtrücken, bevor die internationale Bühne ruft. Im Mittelpunkt stehen ein gutes Dutzend Champion-Anpassungen sowie eine Änderung am Teleport, die im Profibereich spürbare Folgen haben dürfte. Wichtig dabei: Alle genannten Zahlen stammen vom Testserver und sind ausdrücklich vorläufig.

Warum dieser Patch nicht der MSI-Patch ist

Eine verbreitete Verwechslung lohnt die Klarstellung gleich zu Beginn. Patch 26.12 ist nicht der Patch, auf dem das MSI gespielt wird, sondern der unmittelbar davor. Riot plant die Veröffentlichung für den 10. Juni 2026, während das eigentliche Turnier-Update mit der Nummer 26.13 erst am 24. Juni folgt. Genau diese Konstellation erklärt Riots Vorgehen, denn der Entwickler will im vorletzten Schritt noch deutliche Korrekturen vornehmen, um dem Turnier-Patch eine möglichst ausgewogene Ausgangslage zu verschaffen.

Der erklärte Schwerpunkt liegt dabei weniger im sichtbaren Champion-Geschehen als in der Botlane. Gameplay-Designer Matt „Phroxzon“ Leung-Harrison betonte, man beobachte weiterhin genau, wie sich die im Vorgänger-Patch 26.11 angestoßenen Änderungen auf die Unterstützer-Rolle auswirken, die zuletzt stark von Enchantern und Range-Supports dominiert wurde. Weitere Feineinstellungen bis zum MSI hält sich Riot ausdrücklich offen.

AP Xin Zhao im Zentrum der Nerfs

Der wohl prominenteste Eingriff betrifft eine Strategie, die in der durchschnittlichen Solo-Queue für Frust gesorgt hat. Phroxzon beschrieb AP Xin Zhao als auffälligen Überflieger, dessen heilungslastiger Build oppressive und oft wenig interaktive Lane-Phasen erzeuge. Riot zielt deshalb sowohl auf seine frühe Lebensregeneration als auch auf einen Teil seiner späten Heilung ab, indem unter anderem die Heilwerte seiner Passive und die Manakosten seiner Fähigkeiten angepasst werden.

Daneben rücken weitere dominante Champions ins Visier, die nach Riots Einschätzung über weite Strecken der Saison zu stark waren. Lee Sins Schadenswerte werden leicht zurückgefahren, um sowohl seinen garantierten als auch seinen skill-abhängigen Schaden auszubalancieren. Ryze verliert ein wenig Grund-Lebenspunkte und Angriffsschaden und damit an früher Robustheit, während Orianna und Nocturne ebenfalls Abstriche hinnehmen. Lethality-Varus büßt Poke-Kraft ein, behält seine auf Angriffstempo ausgelegten Builds aber stark, was die Meta breiter aufstellen soll. Die Nerfs an Cassiopeia hat Riot bemerkenswerterweise auf Patch 26.13 verschoben, um vorerst einige ihrer Kernstärken zu erhalten.

Buffs für die Underdogs der Solo-Queue

Auf der Gegenseite erhalten mehrere Champions Aufwertungen, denen Riot noch Luft nach oben zugesteht. Aatrox, Gwen und Jax bekommen Verbesserungen, die ihre frühe Lane-Stärke erhöhen und erfolgreiche Trades stärker belohnen sollen. Hwei wird so angepasst, dass sein Nutzen über mehrere Rollen hinweg steigt, was seine Flexibilität erhöht.

Auch der Bot-Lane wird etwas Aufmerksamkeit zuteil. Tristana erhält als Ausgleich für frühere Manakosten-Änderungen wieder mehr Push-Kraft und einen spürbar höheren Angriffsschaden-Zuwachs pro Level. Hinzu kommen Aufwertungen für Syndra, Sylas und die Support-Katze Yuumi, deren Heil- und Schild-Werte angehoben werden. Letztere war zuvor von einer Korrektur an Heil- und Schildkraft überproportional getroffen worden, was Riot nun teilweise zurücknimmt.

Der Teleport-Eingriff mit Folgen fürs Profispiel

Über die Champion-Balance hinaus greift Riot in eine Systemmechanik ein, die gerade auf höchstem Niveau Gewicht hat. Der verstärkte Teleport wird umgebaut: Statt eines Schildes von 30 Prozent der maximalen Lebenspunkte über 30 Sekunden gewährt er künftig 35 Prozent über nur noch 10 Sekunden. Die Stoßrichtung ist klar, denn ein höherer, aber kürzer wirkender Schutz belohnt aggressives, unmittelbares Nachsetzen stärker als passives Absichern über einen langen Zeitraum.

Gerade im Profibereich, in dem Teleport-Timings und kalkulierte Map-Bewegungen über Spiele entscheiden, kann eine solche Anpassung das Tempo der Partien verändern. Dass Riot diesen Eingriff ausgerechnet vor dem MSI vornimmt, unterstreicht, wie bewusst der Entwickler die Weichen für die internationale Bühne stellt.

Was Patch 26.12 für die Meta bedeutet

Unter dem Strich ist 26.12 ein klassischer Vorbereitungs-Patch, der die Extreme glätten soll, ohne die Meta komplett umzuwerfen. Die Eingriffe gegen AP Xin Zhao und die langjährigen Mid-Lane-Größen zielen auf interaktivere Spielzustände, während die Buffs unterrepräsentierten Champions wieder eine Daseinsberechtigung verschaffen. Entscheidend bleibt, dass es sich um vorläufige Werte vom Testserver handelt, die sich bis zur Veröffentlichung am 10. Juni noch verschieben können. Spätestens beim MSI-Patch 26.13 wird sich zeigen, welche dieser Justierungen Bestand haben und das Turnier prägen.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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