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League of Legends 2026: Atakhan gestrichen, epische Ziele neu ausbalanciert

fragster Jonas Januar 8, 2026

Mit Blick auf die Saison 2026 nimmt Riot Games tiefgreifende Änderungen an der Zielstruktur von League of Legends vor. Besonders für Jungle-Spieler dürfte das Update spürbare Auswirkungen haben: Atakhan und die sogenannten Feats of Strength werden vollständig aus dem Spiel entfernt. Ziel der Anpassungen ist es, die Überladung an konkurrierenden Objectives zu reduzieren und den Spielfluss klarer zu strukturieren.

Riot reagiert damit auf Feedback aus der Community, wonach zu viele Nebenziele Entscheidungen unnötig verkomplizierten und frühe Vorteile zu stark snowballten.

Atakhan verschwindet komplett aus der Kluft

Atakhan wird 2026 nicht mehr Teil der Beschwörerkluft sein. Der Versuch, das Ziel zuvor auf eine einzige Variante zu reduzieren, reichte laut Riot nicht aus, um den strategischen Druck zu entschärfen. Mit seiner Entfernung verschwinden auch Blutrosen und Blüten, die zusätzliche Rotationen und Risikoentscheidungen erzwangen.

Eine wichtige Folge: Baron Nashor erscheint wieder verlässlich bei Minute 20. Damit kehrt ein klassisches Zeitfenster zurück, das Makro-Entscheidungen planbarer macht und Teams erlaubt, ihre Midgame-Strategien klarer auszurichten.

Auch erzählerisch zieht Riot einen Schlussstrich. Atakhan wird nicht nur spielerisch, sondern auch im offiziellen Lore-Kanon beendet.

Feats of Strength werden gestrichen

Neben Atakhan fallen auch die Feats of Strength vollständig weg. Die leistungsbasierten Nebenmissionen hatten zusätzlichen Entscheidungsdruck erzeugt und den Fokus teilweise von direkten Spielsituationen abgelenkt.

Als Ausgleich setzt Riot wieder auf klare, sofort verständliche Belohnungen:

  • First Blood: +100 Gold
  • Erster Turm: +300 Gold

Damit kehrt das Spiel zu klassischen Anreizen zurück, die ohne zusätzliche Missionslogik auskommen und frühe Aktionen direkt belohnen.

Epische Monster werden robuster und planbarer

Die Rolle der epischen Ziele bleibt zentral, ihr Verhalten ändert sich jedoch deutlich. Alle epischen Monster erhalten rund 15 Prozent mehr Durchhaltevermögen, wodurch Kämpfe länger dauern und besser vorhersehbar werden. Das soll gezielte Gegenwehr erleichtern und verhindern, dass einzelne frühe Vorteile das Spiel zu stark entscheiden.

Zusätzlich skaliert der defensive Bonus durch gesammelte Drachenstapel stärker als bisher. Selbst Teams im Rückstand behalten dadurch realistische Chancen, um Drachen oder Baron zu kämpfen.

Ein weiterer technischer Schritt betrifft die Skalierung: Die Werte epischer Monster wachsen künftig stärker mit ihrem eigenen Level statt ausschließlich mit der Spielzeit. Das sorgt für konsistenteres Verhalten über verschiedene Spielmodi hinweg und gleicht Unterschiede im frühen Champion-Leveling aus.

Belohnungen neu gewichtet

Auch die Reward-Struktur wird angepasst. Der Fokus verschiebt sich weg von reinem Goldgewinn hin zu langfristigem Ressourcen- und Kartenmanagement:

  • Weniger direktes Gold bei den meisten epischen Zielen
  • Angepasste Erfahrung: teils mehr EP, teils weniger
  • Stärkere Comeback-EP durch Drachen und Baron
  • Leicht verstärkte Effekte bei Voidgrubs und Rift Herald

Diese Änderungen sollen Entscheidungen strategischer machen und Comebacks begünstigen, ohne das Spieltempo künstlich zu verlangsamen.

Klarerer Jungle-Fokus für 2026

Insgesamt verfolgt Riot mit den Anpassungen ein klares Ziel: weniger Ablenkung, weniger Nebenmechaniken und ein besser lesbarer Spielfluss. Für Jungler bedeutet das klarere Prioritäten, stabilere Zeitfenster und eine Rückkehr zu klassischem Objective-Play.

Die Saison 2026 markiert damit eine bewusste Rückbesinnung auf Kernmechaniken – mit mehr Struktur, besserer Planbarkeit und weniger Chaos auf der Kluft.