League of Legends Classic ist seit dem 29. Juli 2026 offiziell live. Riot Games brachte den neuen Modus gemeinsam mit Patch 26.15 in den regulären Client. Seitdem können Spieler direkt aus dem Hauptmenü in die alte Kluft der Beschwörer einsteigen. Der Modus läuft dauerhaft und ist kein zeitlich begrenztes Event.
Wer früher mit Runen, Meisterschaften und alten Gegenständen gespielt hat, findet hier vieles davon wieder. League Classic bringt 60 Champions mit ihren ursprünglichen Fähigkeiten zurück. Außerdem kehren Gegenstände, Währungen und das alte Kartenlayout zurück.
League Classic: Was der Modus genau ist
League Classic ist ein dauerhafter Spielmodus innerhalb des normalen Clients von League of Legends. Er ist direkt neben ARAM und der aktuellen Kluft der Beschwörer auswählbar. Riot Games rekonstruierte für diesen Modus die alte Kluft der Beschwörer originalgetreu.
Dazu gehören die alten Monster-Modelle wie die Geister, bekannt als Wraiths, sowie klassische Buff-Effekte. Gespielt wird mit Champions und Spielmechaniken aus der Ära von Saison 3.
Riot enthüllte den Modus erstmals am 11. Juli 2026 während des MSI-Finales in Daejeon. Ein erster Trailer zeigte die Rückkehr der alten Karte und die klassischen Runen. Bereits wenige Wochen später, am 29. Juli 2026, ging League Classic weltweit live. Ein Showmatch zwischen zwei bekannten Profi-Teams bewarb den Start zusätzlich und weckte Interesse in der Szene.
So kommst du in den Modus
Das Starten von League Classic ist unkompliziert. Du öffnest den regulären Client und gehst ins Hauptmenü. Dort erscheint League Classic als eigene Kachel neben den anderen Modi.
Ein Klick genügt, um eine Partie zu starten. Das Matchmaking funktioniert wie gewohnt. Allerdings gilt die Progression in League Classic komplett unabhängig vom Hauptspiel.
60 Champions mit alten Fähigkeiten
Zum Start stehen genau 60 Champions zur Verfügung. Diese Zahl setzt sich aus den ursprünglichen 40 Champions zusammen, die zum Launch von League of Legends verfügbar waren. Dazu kommen 20 weitere Charaktere, die zwischen 2009 und 2013 erschienen sind. Alle Champions nutzen ihre alten Fähigkeiten aus der Saison-3-Ära.
Bestimmte Champions verhalten sich dadurch komplett anders als im heutigen Hauptspiel. Master Yi skaliert beispielsweise wieder mit Zaubermacht statt mit Angriffstempo. Sion verfügte früher über ein simples Betäubungs-Kit per Knopfdruck, ohne komplexe Mechaniken. Ryze spielte sich ebenfalls völlig anders als in seiner aktuellen Version. Diese Unterschiede machen League Classic für erfahrene Spieler besonders interessant.
Die 60 Start-Champions im Überblick
Fachseiten bestätigten die vollständige Roster-Liste kurz nach dem Launch. Darunter befinden sich bekannte Namen wie Ashe, Garen, Twisted Fate und Veigar. Genauere Details zu allen 60 Champions veröffentlichte Riot Games offiziell auf der Projektseite. Neue Champions sollen über das Community-System namens „Der Rat“ schrittweise hinzukommen.
Das alte Runen- und Meisterschaftssystem kehrt zurück
League Classic bringt das komplette alte Runen-System zurück. Es gibt drei Runen-Typen: Marken, Siegel und Glyphen sowie Essenzen. Jede dieser Kategorien beeinflusst bestimmte Statuswerte deines Champions. Marken stärken in der Regel Angriffswerte, Siegel erhöhen defensive Werte und Glyphen verbessern magische Eigenschaften. Essenzen dienen als Verstärker innerhalb des Systems.
Parallel dazu kehren die klassischen Meisterschaftsbäume zurück. Diese drei Bäume heißen Offensive, Defensive und Wissen. Jeder Baum enthält Punkte, die du vor dem Spiel verteilst. Dadurch beeinflusst du den Spielstil deines Champions grundlegend. Dieses System erfordert mehr Vorbereitung als das heutige System und war ein zentrales Element der frühen League-of-Legends-Erfahrung.
Runenseiten und Freischaltsystem
Jeder Spieler startet in League Classic mit drei kostenlosen Runenseiten. Insgesamt lassen sich bis zu fünf Seiten freischalten. Die zusätzlichen Seiten erhält man durch Level-Aufstiege innerhalb des Modus. Das Level-System reicht von Stufe 1 bis Stufe 30. Dieses Progressions-System funktioniert vollständig unabhängig vom Hauptspiel.
| Runenseiten | Freischalt-Methode |
| 3 Seiten | Standardmäßig verfügbar |
| 4. Seite | Per Level-Aufstieg freischaltbar |
| 5. Seite | Per Level-Aufstieg freischaltbar |
Alte Gegenstände und die Rückkehr der IP
League Classic bringt zahlreiche Gegenstände zurück, die im Hauptspiel längst verschwunden sind. Zu den bekanntesten zählen das Herz aus Gold, Wriggles Laterne und der Todesfeuer-Griff. Diese Gegenstände formten früher die Grundlage vieler Strategien und Aufbauten. Spieler, die diese Items kennen, werden sich sofort erinnern, wie stark sie das Spielgeschehen beeinflussten.
Für den Kauf von Runen und Runenseiten führte Riot Games die Währung Einflusspunkte, kurz IP, wieder ein. Diese Währung war früher die Hauptwährung im Hauptspiel und lässt sich ausschließlich durch das Spielen von Partien verdienen. IP existiert dabei nur innerhalb von League Classic und hat keinen Einfluss auf das Hauptspiel.
Shusheis Mana Krug als Hommage
Ein besonderer Gegenstand verdient gesonderte Erwähnung. Der früher bekannte Gegenstand „Athenes unheiliger Gral“ wurde in „Shusheis Mana Krug“ umbenannt. Damit ehrte Riot Games den Weltmeister und MVP Shushei, der 2025 verstorben ist.
Diese Umbenennung zeigt, wie sehr Riot Games die Geschichte und die Personen der frühen Szene wertschätzt. Fachseiten berichteten ausführlich über diese Entscheidung und die Reaktion der Community fiel durchweg positiv aus.
| Alter Name | Neuer Name | Grund |
| Athenes unheiliger Gral | Shusheis Mana Krug | Ehrung des verstorbenen Profispielers Shushei |
| Herz aus Gold | Herz aus Gold | Name unverändert |
| Todesfeuer-Griff | Todesfeuer-Griff | Name unverändert |
| Wriggles Laterne | Wriggles Laterne | Name unverändert |
Der Rat: Spieler entscheiden mit
Riot Games integrierte ein neues Community-Abstimmungssystem namens „Der Rat“ in League Classic. Dieses System erlaubt es der Spielerschaft, aktiv über zukünftige Inhalte abzustimmen. Konkret können Spieler entscheiden, welche Champions als nächstes in den Modus aufgenommen werden. Außerdem stimmen sie über Balance-Anpassungen innerhalb von League Classic ab. Riot plant, alle 14 bis 21 Tage neue Abstimmungen durchzuführen.
Dieses System gibt der Community direkten Einfluss auf die Entwicklung des Modus. Laut offiziellen Entwicklerangaben soll „Der Rat“ langfristig das zentrale Steuerungsinstrument für League Classic bleiben. Wie groß der tatsächliche Einfluss der Abstimmungen auf Entwicklungsentscheidungen sein wird, bleibt abzuwarten.
Eigene Progression und der Weg des Beschwörers
League Classic verfügt über ein vollständig separates Progressions-System. Spieler starten in diesem Modus bei Level 1 und arbeiten sich bis Level 30 hoch. Parallel dazu gibt es den sogenannten „Weg des Beschwörers“. Dabei handelt es sich um ein Rangsystem, das von „Salt“ bis „Legend“ reicht. Diese Bezeichnungen sind an die frühe Internet-Kultur der Gaming-Szene angelehnt.
Die wichtigsten Elemente des Progressions-Systems auf einen Blick:
- Separates Level-System von Stufe 1 bis 30, unabhängig vom Hauptspiel
- Währung IP zum Freischalten von Runen und Runenseiten
- Rangaufstieg im „Weg des Beschwörers“ von Salt bis Legend
Das System motiviert Spieler, regelmäßig Partien zu spielen. Gleichzeitig schafft es einen klaren Fortschritt, ohne das Hauptspiel zu beeinflussen. Neue Spieler können so entspannt einsteigen, ohne sich um ihren Haupt-Account sorgen zu müssen.
League Classic im Vergleich zum aktuellen Hauptspiel
Wer beide Modi kennt, erkennt die Unterschiede sofort. League Classic spielt sich langsamer und taktischer. Das alte Item-System erfordert mehr manuelle Planung im Shop. Runen und Masteries müssen vor dem Spiel sorgfältig konfiguriert werden. Im Hauptspiel übernimmt heute ein automatisches System einen Großteil dieser Vorbereitung.
Interessant ist auch der Champion-Pool. Im Hauptspiel stehen über 160 Champions zur Auswahl. League Classic beschränkt den Pool bewusst auf 60. Das vereinfacht das Spiel und macht es zugänglicher für Einsteiger, die die alte Ära nicht selbst erlebt haben.
Was bleibt gleich, was ändert sich
Grundlegende Spielprinzipien wie das Zerstören des gegnerischen Nexus bleiben identisch. Die Karte hat fünf Positionen und drei Lanes. Teamwork und Strategie sind weiterhin entscheidend. Verändert haben sich hingegen Tempo, Fähigkeiten, Gegenstände und Spielmechaniken grundlegend. Wer heute neu in League Classic einsteigt, sollte sich bewusst sein, dass viele aktuelle Tipps und Guides nicht ohne Weiteres übertragbar sind.
League Classic bleibt ein fester Bestandteil des Clients
League Classic ist seit dem 29. Juli 2026 fester Bestandteil von League of Legends. Der Modus startete mit 60 Champions, alten Runen, klassischen Meisterschaften und zahlreichen Legacy-Gegenständen. Das Community-System „Der Rat“ gibt Spielern direkten Einfluss auf die Weiterentwicklung. Riot Games plant regelmäßige Abstimmungen im zwei- bis dreiwöchigen Rhythmus.
Wer League of Legends aus der frühen Phase kennt, findet in League Classic viele vertraute Elemente wieder. Gleichzeitig bietet der Modus mit dem eigenen Progressions-System und dem Weg des Beschwörers genug Inhalt für Neueinsteiger. League Classic ist kein temporäres Event, sondern ein dauerhaftes Angebot innerhalb des Clients.
