iconDE EN CN BR ES RU
Image
Icon
leni | April 2, 2022

Kjaerbye nach Lifestyle-Änderung zurück in CS:GO

Markus “Kjaerbye”’ Kjærbye ist wieder zurück, nachdem er sich fast ein Jahr Pause genommen hat. In einem Interview hat er jetzt darüber gesprochen, warum er eine Auszeit von Astralis und CS:GO im Jahr 2018 genommen hat.

Außerdem erklärt er, was er in der Zwischenzeit gemacht hat und was seine Pläne für die Zukunft sind. Seit seinem Rückzug aus der Welt des Esport hat sich viel getan.

Gesundheitliche und Psychische Probleme

Der Däne fing im Jahr 2014 an, mit “NO SIR!” an Wettbewerben teilzunehmen. Das Highlight seiner früheren Karriere war im Jahr 2017, als er mit seinem damaligen Team Astralis das ELEAGUE Major Atlanta gewann. Im Jahr 2019 gab der Spieler öffentlich zu, nicht mehr motiviert genug zu sein. Ein Jahr später, als er für North spielte, ging es auch körperlich mit ihm bergab.

Er bekam diverse gesundheitliche Probleme und hatte ständig Atemprobleme, Bauchschmerzen und Krämpfe in der Brust. Seine Psyche litt ebenfalls. Weil es ihm so schlecht ging, nahm er sich eine Pause. Aber 2 Monate später hatte man ihn bei North im Line-up schon ersetzt. Daraufhin ging er zu FaZe und zu HYENAS, aber auch dort war er nicht lange. Er erklärte, dass er eine Pause brauche, weil er einfach keine Motivation mehr finden könne, das Spiel zu spielen.

Sein Weg danach war ziemlich bodenständig: er arbeitete im Cafe von seinem Vater und spülte dort Geschirr. Als er sich eine Auszeit von dem Spiel gönnte, kam auch langsam die Motivation wieder. Der 23-Jährige sagte dazu: “Ich hatte viele Gespräche mit anderen Profisportlern, die mir rieten, mit meinem Leben weiterzumachen. Sie sagten: ‘Es ist schwer, wenn man etwas so viele Jahre lang gemacht hat, aber versuche, eine neue Identität zu finden oder herauszufinden, was du als Nächstes tun willst.”

Ein komplett neuer Lifestyle

Er merkte, dass er CS:GO doch noch weiterverfolgen wollte, wusste aber auch, dass er nicht an sein altes Leben anknüpfen wollte. Es musste sich was ändern. Also fing Kjaerbye an, gesünder zu leben. Jetzt macht er regelmäßig Sport und geht jeden Tag joggen. Mittlerweile trainiert er jeden Tag mindestens drei Stunden und es hilft ihm, körperlich und geistig fit zu bleiben.

“Sich einfach hinzusetzen und nur Counter-Strike zu spielen, bringt nicht die beste Version von mir selbst hervor.” Er sagt, dass Sport sein ganzes Leben verbessert hat – inklusive Counter-Strike: “Ich fühle mich so ruhig in meinem Spiel. Ich überdenke meine Entscheidungen nicht mehr so sehr. Ich spüre, dass ich den perfekten Weg für meine Leistung gefunden habe.” Kjaerbye freut sich, dass er durch seinen Lebenswandel im Spiel besser geworden ist, aber seine Gesundheit steht nach wie vor im Mittelpunkt und ist seine oberste Priorität.

Neues Team, gleiches Spiel

Aktuell ist er auf der Suche nach einem passenden Team, um dort seine Karriere weiterzuverfolgen. Das Spiel möchte er aber nicht wechseln. Er bekam zwar mehrere Angebote von Teams für VALORANT, aber er lehnte ab und sagt, dass sein Herz nur für CS:GO schlägt. Er hofft, ein Team zu finden, dass seinen neuen Lifestyle akzeptiert und nicht nur auf den Grind setzt.

Denn ein gesundes Leben ist im Esport leider nicht üblich. Burnout ist kein Fremdwort in diesem Beruf und nur die wenigsten haben es geschafft, eine Balance zwischen Privatleben und Zocken zu finden. Trotzdem kann er es kaum erwarten wieder die Maus in die Hand zu nehmen und seine Karriere neu anzufachen: “Ich werde mich einfach wieder an die Arbeit machen, denn ich liebe mein Leben und will einfach nur Counter-Strike spielen.”