Wer sich binnen der letzten Monate die Preise für Arbeitsspeicher angesehen hat, wird dabei sicherlich festgestellt haben, dass diese drastisch angestiegen sind. Die Ursache ist einfach: der KI-Boom ist nicht mehr aufzuhalten und die Hersteller von Arbeitsspeicher vergrößern mittels der hierfür erforderlichen Rechenzentren ihren Kundenkreis. Für die Konsolen der nächsten Generation könnte genau das zur Katastrophe werden.
Explodierende RAM-Preise gefährden Zeitplan
Weder Sony, noch Microsoft sind sich derzeit sicher, wann die neue Konsolen-Generation auf den Markt kommen wird. Sicher ist, dass sich durch die derzeitige Situation mit hoher Wahrscheinlichkeit alles nach hinten schiebt.
Das Problem an sich ist sicherlich nicht an den Herstellern vorbeigegangen, denn schon jetzt kommt es auf dem aktuellen Markt zu einer regelrechten RAM-Knappheit, verursacht durch die zahlreichen Rechenzentren, die weltweit zur Weiterentwicklung der Künstlichen Intelligenz gebaut werden.
Woran die Wenigsten denken: Nicht nur die neue Generation der Konsolen könnte von ebenjenem Problem betroffen sein. Ebenso könnten ab 2026 die Preise für die aktuellen Konsolen steigen. Die Preise für Arbeitsspeicher sind regelrecht explodiert, teilweise verteuern sie sich um 100 Prozent.
Einen Vorteil haben Konsolen-Hersteller zwar, denn ihre Produkte werden traditionell subventioniert, wenn auch nur teilweise. Gemacht wird das hauptsächlich, um den Markt gut zu erreichen, allerdings könnte das bei der nächsten Generation schon nicht mehr helfen. Denn sie wird um ein vielfaches teurer sein, als wir es bislang gewohnt sind.
Wäre eine Verschiebung eine Alternative?
Wer sich die Situation auf dem Markt ansieht, der denkt vielleicht auch darüber nach, welche Alternativen die Hersteller haben. Bestenfalls sitzt man das Problem aus, bis die Preise wieder sinken und bringt dann die neue Hardware auf den Markt. Denn wenn Speicherhersteller ihre Kapazitäten vergrößern, wäre auch wieder Arbeitsspeicher zu einem moderaten Preis erhältlich.
Neu ist das Problem übrigens nicht, es war jedoch bislang noch nie so massiv. Frühere Generationen litten unter der Knappheit gewisser Komponenten, dazu kamen Schwankungen in den verschiedenen Währungen und allgemeine Produktionsprobleme. Insbesondere die PlayStation 5 litt aufgrund der Corona-Pandemie unter derartigen Schwierigkeiten.
Umso wahrscheinlicher, aber auch sinnvoller, ist die Verschiebung einer Veröffentlichung. Aktuell ist es sogar so, dass viele Entwickler-Studios mit der aktuellen Hardware durchaus zufrieden sind. Die neue Generation könne sich ruhig noch Zeit lassen.
Wie die Hersteller es am Ende machen werden, bleibt aktuell ungewiss. Hierüber wird sicherlich in den kommenden Monaten viel diskutiert. Spannend dürfte es vor allem für den Release der Steam Machine werden. Denn ihre Veröffentlichung ist schon bald und die RAM-Preise könnten über ihren Erfolg oder Misserfolg entscheiden.
