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fragstereditorial | September 8, 2022

Kann Australisches CS:GO mit NA und EU mithalten?

Die australische Organisation Grayhound Gaming hat vor wenigen Tagen beim ESL Challenger Melbourne 2022 auf der DreamHack den 6. Platz erreicht und hat ein Preisgeld von 3.000 Dollar mit nach Hause genommen. Obwohl sie es nicht bis ganz an die Spitze geschafft haben, haben sie trotzdem wieder gezeigt, was für ein Potenzial in ihnen steckt.

Nur wenige Wochen vor dem Start des ESL Challenger Melbourne 2022 meldete ORDER Insolvenz an, sodass das Line-up ohne Orga dastand und anderen potenziellen Käufern angeboten wurde. Die orglosen Spieler spielten schließlich unter dem Banner von Grayhound und die Fans waren glücklich, das Line-up nach wie vor zusammen zu sehen.

Grayhound Gaming kann vor heimischen Publikum nicht überzeugen

Grayhound Gaming war gegen den regionalen Konkurrenten VERTEX siegreich, aber schaffte es nicht, sich gegen die internationalen Gegner durchzusetzen. In einem Interview erklärte Grayhound AWPler Alistair “aliStair” Johnston die Situation und was er dazu denkt. AliStair sagte, dass Grayhound sich in Melbourne schwer getan hat, aber trotzdem kann es Australien durchaus mit den nordamerikanischen CS:GO Teams aufnehmen. Er fügte aber auch hinzu, dass Europa allerdings zu gut für ihn und sein Team sei.

AliStair ist zuversichtlich, dass Grayhound und seine Landsleute es mit den EU-Schwergewichten aufnehmen können, aber bis dahin muss man noch sehr viel trainieren. Der 24 Jahre alte Australier erklärte, dass sie “ziemlich konkurrenzfähig mit NA sind. Europa ist viel härter, und es ist ziemlich schwer, weil wir nicht die Möglichkeit hatten, unser komplettes Line-up hier zu testen und Declan “Vexite” Portelli Erfahrungen sammeln zu lassen, denn das wäre eine große Sache für ihn gewesen.” Vexite ist der Rifler bei Grayhound Gaming.

“Solange australische Teams die Möglichkeit bekommen gegen europäische Teams zu spielen, wird die gesamte Szene wachsen.” Der AWPler erzählte, dass die Spitzenteams in Australien gegen amerikanische Mannschaften antreten, was einen starken Einfluss auf die ozeanischen Teams und ihre Entwicklung hat.

Australien sammelt Erfahrung

Der AWP-Star fügte hinzu, dass es sehr gut ist, wenn internationale Teams auch in sein Land kommen und gegen australische Teams trainieren, weil AU-Teams diese Erfahrung machen und das macht die Szene bekannter. “Es ist gut für die gesamte Szene, dass diese Events nach Australien kommen.”

aliStair adressierte auch kurz die Gerüchte, er würde das Team wechseln. Das hat er nicht vor. Stattdessen will er sich darauf konzentrieren, seinen CS:GO-Spielstil anzupassen, um sein Team auf dem Weg in die nächste Saison in die richtige Richtung zu bringen. “Ich habe das Gefühl, dass ich im Moment einen anderen Counter-Strike-Stil spiele, ich versuche, ständig zu lernen und meinen super-aggressiven Stil, den ich vorher hatte, zurückzuschrauben. Wir sind auf dem richtigen Weg – als Team und als Einzelspieler.”