JW: Der CSGO-Pro, der seinen Hatern immer wieder das Gegenteil beweist

Jesper ‘JW’ Wecksell ist einer der bekanntesten AWPer in der CS:GO-Geschichte. Er vertritt Fnatic für den größten Teil der letzten sieben Jahre und ist zum Synonym für den Markennamen geworden.

Was in den frühen Tagen von Wecksells Karriere am meisten auffiel, war sein aggressiver Spielstil. Vor allem mit seiner AWP hat er immer wieder für Knüller gesorgt. Zu dieser Zeit war die CZ75 noch ungenerft und bot ihm dadurch viel Spielraum für pushes und extreme Winkel. Wenn ein Gegner ihn unter Druck setzte, konnte sich JW meist mit der CZ aus der Bredouille bringen.

Ende 2014 hatte JW mit einem HLTV-Rating von 1,22 ein Allzeithoch erreichen können, aber im Herbst des folgenden Jahres lag sein Rating nur noch bei 1,01 – das war sein damaliges Karrieretief. Dies ist zwar nicht die schlechteste Bewertung der Welt, aber an seinem Gameplay konnte man gut erkennen, dass es nicht rund lief. JW fiel von durchschnittlich 20 Kills bei Großveranstaltungen im Jahr 2014, auf nur 16 im Jahr 2015.

Der Schwede kehrte erst wieder zu Bestform zurück, als Maikil ‘Golden’ Selim und Robin ‘Flusha’ Rönnquist Ende 2019 zu Fnatic zurückkehrten. Er ließ die Flinte diesmal weniger ins Korn fallen und sorgte wieder häufiger für offene Münder. Auch Fnatic erlangte kurzzeitig ihren Status als Nummer 1 der Welt zurück.

Einer der Gründe für das Wiederaufleben der Fnatic-Legende ist seine mittlerweile nahezu unschlagbare Fähigkeit im Umgang mit Rifles. Er gab sein AWP-Game vorerst auf und musste sich seither auf seine AK/M4-Fähigkeiten verlassen.

Mit dieser neu entdeckten Form, die mit dem Wiedererstarken von Fnatic zusammenfällt, besteht die Möglichkeit, dass JW den Weg für ein zweites goldenes Zeitalter seiner Karriere geebnet hat.

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