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IShowSpeed darf offiziell WM-Spiele streamen: Deal mit FIFA, FOX und YouTube

Autoren-Bild Jonas Teichmann Juni 20, 2026

Der US-Streamer IShowSpeed ist zu einem der unerwartetsten Medienpartner der Fußball-Weltmeisterschaft geworden. Der Content-Creator hat eine Vereinbarung mit FIFA, FOX Sports und YouTube getroffen, die es ihm erlaubt, ausgewählte WM-Spiele direkt auf seinem Kanal zu streamen – inklusive der Live-Spielbilder. Genau das ist der eigentliche Clou, denn bislang war ihm genau das verwehrt.

Was die Partnerschaft konkret erlaubt

Im Rahmen des Deals darf Speed ausgewählte Partien der WM 2026 mit den offiziellen Live-Spielbildern zeigen, während er durch die Stadien der Gastgeberstädte tourt oder die Übertragung aus seinem heimischen Studio moderiert. Für US-Zuschauer laufen seine Simulcasts über den FOX One Prime Channel auf YouTube sowie über den FOX-One-Streamingdienst. Anders als es manche Meldungen darstellen, handelt es sich dabei nicht um ein eigenes „Speed-Abo“: Die 20 US-Dollar im Monat sind schlicht das reguläre FOX-One-Abonnement, über das ohnehin alle 104 WM-Spiele laufen – Speeds Übertragung ist eine zusätzliche Option innerhalb dieses Angebots. Fans außerhalb der USA können die Streams wie gewohnt kostenlos über Speeds YouTube-Kanal verfolgen.

Während dieser Übertragungen verfolgen die Zuschauer nicht nur die Spiele, sondern erleben vor allem die Live-Reaktionen des Streamers, der für seine energiegeladenen Streams und seine Leidenschaft für Fußball bekannt ist. Speed macht keinen Hehl aus seiner Verehrung für den portugiesischen Star Cristiano Ronaldo, was seine Übertragungen für eine bestimmte, sehr junge Zielgruppe zusätzlich attraktiv macht.

Warum das ein logischer Schritt ist

Speed bringt seine sogenannten IRL-Streams – Kurzform für „in real life“ – bereits seit der WM 2022 in Katar zu Weltmeisterschaften. Neu ist also nicht seine Präsenz bei dem Turnier, sondern die offizielle Lizenz, die wertvollen Live-Spielbilder für sein Publikum einzublenden. Bislang musste er rund um die eigentlichen Spielszenen herumarbeiten; nun erhält er erstmals das Recht, sie direkt zu zeigen.

Ein solches Format ist eine naturgemäße Weiterentwicklung der Sportübertragung. Sportligen und Verbände arbeiten zunehmend mit Online-Persönlichkeiten zusammen, die über eine große Reichweite verfügen, um jüngere Zuschauer zu erreichen. Genau diese Gruppe schaut Sport seltener im klassischen Fernsehen und hält sich stärker auf Streaming-Plattformen auf – ein Publikum, das ein Sender wie FOX über herkömmliche Kanäle nur schwer erreicht, ein Streamer wie Speed mit seiner enormen YouTube-Reichweite dagegen mühelos.

Was der Deal für Speeds Rolle bedeutet

Für IShowSpeed ist die Partnerschaft mit der FIFA ein weiteres Zeichen seines wachsenden Einflusses im Sportmedien-Bereich. Der Streamer hat bereits zuvor die Aufmerksamkeit der Fußball-Community auf sich gezogen, durch Kollaborationen mit bekannten Spielern und Auftritte bei großen Turnieren. Dass nun ausgerechnet die FIFA, ein traditioneller TV-Sender und YouTube gemeinsam einen einzelnen Creator mit offiziellen Übertragungsrechten ausstatten, markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt: Die Grenze zwischen klassischer Sportberichterstattung und Creator-Content verschwimmt zusehends. Ob das Modell aufgeht, hängt davon ab, wie viele junge Zuschauer tatsächlich bereit sind, ein Spiel lieber mit Speeds lautstarken Reaktionen als mit nüchternem Fachkommentar zu verfolgen – doch allein, dass die FIFA dieses Experiment eingeht, sagt einiges über die Richtung aus, in die sich die Sportübertragung bewegt.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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