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leni | Januar 25, 2023

Indische Organisation bietet sinatraa 144.000 Dollar Gehalt

Die indische Organisationen Gods Reign hat dem Ex-Sentinels Spieler sinatraa ein Gehalt von 144.000 Dollar pro Jahr geboten. Der Spieler, der vor zwei Jahren in schwere Missbrauchsvorwürfe verwickelt war, hat das Angebot bis jetzt noch nicht angenommen.

Jay “sinatraa” Won hat eine schwierige Vergangenheit, aber trotzdem bekommt er nach wie vor Angebote um bei Teams zu spielen. Jetzt hat er eine Einladung von einer indischen Organisation namens “Gods Reign” erhalten. Die Organisation hat sinatraa ein Monatsgehalt von 12.000 Dollar geboten. Ein Gehalt, von dem viele nur träumen können.

Gods Reign will sinatraa zu sich holen

Der CEO des Teams, Rohith, hat dem Spieler via Twitter einen Jahresvertrag mit einem jährlichen Gehalt von 144.000 Dollar angeboten, wobei er allerdings Ausgaben wie Flüge, Krankenversicherung etc selbst zahlen müsste. Außerdem schrieb er, dass die Organisation dem Spieler fast ein Drittel des Gehalts im Voraus zahlen würde.

Bis jetzt hat Sinatraa noch nicht auf die Anfrage geantwortet, und es ist auch unklar wie seine Zukunftspläne aussehen. Der Spieler spielt aktuell in dem Team UNTAMABLE BEASTS. Aber er weiterhin dort bleiben wird ist bis jetzt nicht ganz klar, denn das Lineup hat sich nicht für die diesjährigen VCT NA Challengers qualifizieren können.

Rushindra Sinha, der Mitbegründer und CEO von Global Esports, antwortete Rohith und verwies auf Sinatras vergangenen 150.000 Dollar-Vertrag in Overwatch. Daraufhin antwortete der Chef von Gods Reign, dass ihr Angebot verhandelbar sei. Bei einem so lukrativen vertrag könnte es durchaus sein, dass der Spieler sich eventuell doch noch meldet.

sinatraa’s Vorgeschichte

Sinatraa ist vor allem für seine Zeit bei den Sentinels und seinen Skandale bekannt. Skandale trifft es in dem Fall nicht ganz, denn der Spieler war in einige wirklich schwerwiegende Vorfälle verwickelt. vor 2 Jahren warf ihm seine damalige Exfreundin vor, sie sexuell genötigt und verbal wie auch körperlich missbraucht zu haben.

Danach wurde es erstmal still um den Spieler und seine Karriere wurde kurzfristig auf Eis gelegt. Aber anscheinend haben nicht mal diese Vergehen gereicht, dass andere Organisationen das Interesse an ihm verlieren. Nur ein Jahr und ein “Verhaltenstraining” später wurde er wieder in den Esport aufgenommen und seine Fans ließen den Vorfall nur allzu gerne wieder in Vergessenheit geraten.

Sollen Esport-Organisation Spieler mit dunklen Vergangenheiten aufnehmen?

Vor kurzem gerieten auch Rainbow Six Siege Joe “Joe” Crowther und Coach Ellis “GiG” Hindle in die Schlagzeilen, weil sie ohne Zustimmung das Foto von einem betrunkenen Mädchen auf Social Media geteilt hatten. Nicht immer ist es ratsam, eine Mitglied aus dem Esport nach schlimmen Missbrauchs-Vorwürfen von Frauen, wieder in die Szene zurückzulassen. GiG hat – genau wie Sinatraa – auch eine Ex-Freundin, die ihm vorwarf, sie zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben.

Der Coach wurde damals verhaftet und anstatt sich danach ruhig zu verhalten, hat er mit Joe zusammen das Foto von einer betrunkenen Frau geteilt und damit einen weiteren Shitstorm ausgelöst. Während Esport Organisationen natürlich darauf achten müssen, welche Spieler ihnen das meiste Geld bringen, sollten andere Faktoren wie Vergangenheit, Straftaten und Vorwürfe von Übergriffen nicht egal sein.