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leni | November 24, 2022

Indien: Madhya Pradesh will Online-Glücksspiele verbieten

Madhya Pradesh ist ein Bundezentralstaat mitten in Indien. Der Innenminister von Madhya Pradesh, Narottam Mishra, hat erklärt, dass die Regierung von dem Bundesstaat demnächst ein Gesetz zur Regulierung von Online-Glücksspielen vorlegen werde. Grund für die strikten Maßnahmen ist der Selbstmord eines 11-jährigen Jungen.

Der Innenminister erklärte, dass die Regierung bereits einen Gesetzesentwurf vorbereitet hat. Er fügte hinzu, dass die Regierung des Bundesstaates Madhya Pradesh auch die Einrichtung einer Regulierungsbehörde zur Kontrolle von Online-Glücksspielen in Erwägung zieht.

Selbstmord von Bub wegen Free Fire

Vor wenigen Tagen erklärte der Innenminister von Madhya Pradesh, Narottam Mishra, dass die Regierung in Kürze ein Gesetz zur Regulierung von Online-Glücksspielen im Bundesstaat einführen werde. Der Innenminister erklärte, dass die Regierung des Bundesstaates bereits einen Gesetzesentwurf vorbereitet habe. Diese extremen Schritte kommen nicht von ungefähr. Die Regierung befürchtet, dass immer mehr junge Leute spielsüchtig werden. Am Anfang des Jahres gab es einen tragischen Vorfall, wobei sich ein 11-jähriger Bub aus der Shankaracharya-Kolonie in Bhopal umgebracht hatte. Der Junge hatte sich erhängt, nachdem er ohne Wissen seiner Eltern 6.000 Rupien für Online-Spiele, u.a. Free Fire ausgegeben hatte.

Mishra behauptet, der Gesetzesentwurf zur Regulierung von Online-Spielen sei fertig: “Wir werden in Madhya Pradesh ein Gesetz zur Regulierung von Online-Spielen einführen. Der Entwurf ist fertig und wird dem Kabinett zur endgültigen Genehmigung vorgelegt werden.” Anschließend fügte er hinzu, dass die Regierung auch die Einrichtung einer Regulierungsbehörde erwäge, um das Online-Glücksspiel besser kontrollieren zu können.

“Das Spiel Free Fire, das den tragischen Vorfall verursacht hat, ist ein sehr ernstes Thema. Wir werden in Madhya Pradesh ein Gesetz zur Regulierung von Online-Glücksspielen einführen”, sagte Mishra.

Madhya Pradesh geht streng gegen Gambling vor

Mishra wies auf die steigende Zahl von Fällen hin, in denen Kinder süchtig nach Online-Spielen werden. Er bezog sich außerdem auf die Erklärung, die er Anfang des Jahres über die Einführung eines Gesetzes zur Kontrolle von Spiele-Apps auf mobilen Geräten abgegeben hatte. “Wir werden das öffentliche Glücksspielgesetz ändern und bald ein Gesetz zur Regulierung von Online-Glücksspielplattformen einführen”, sagte Mishra.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Regierung eines indischen Bundesstaates versucht, Online-Glücksspiele zu regulieren oder zu verbieten. Zuvor hatte das Kabinett von Tamil Nadu eine Verordnung verabschiedet, die Online-Glücksspiele mit Einsätzen in diesem Bundesstaat verbietet. Darüber hinaus hat der Madras High Court einen Rechtsstreit im öffentlichen Interesse eingeleitet, in dem die indische Regierung aufgefordert wird, gewalttätige Online-Spiele zu verbieten.

Die indische Regierung hat bereits PUBG Mobile und Free Fire in Indien verboten. Darüber hinaus hat sie vor kurzem auch Battlegrounds Mobile India, die indische Variante von PUBG Mobile, auf der Grundlage desselben Gesetzes gesperrt. All diese Verbote haben wie immer große Auswirkungen auf den Esport im ganzen Land.