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IEM Beijing 2026: BIG kämpft um das letzte große Ticket

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Der Weg zur IEM Beijing 2026 führt für einige namhafte Counter-Strike-2-Teams durch einen ausgesprochen engen Qualifier. Vom 2. bis 4. September 2026 laufen parallel die globale und die asiatische Qualifikation für das große ESL-Turnier in China. Besonders hart ist die Ausgangslage: Aus dem Global Qualifier schafft es lediglich ein einziges Team ins Main Event.

Mit dabei sind unter anderem BIG, GamerLegion, B8, paiN Gaming und 3DMAX. Damit treffen mehrere Mannschaften aufeinander, die in dieser Saison bereits bei Tier-1-Turnieren für Überraschungen gesorgt haben.

Für deutsche CS2-Fans liegt der Fokus natürlich besonders auf BIG. Das Berliner Team muss sich in einem Feld behaupten, in dem praktisch jeder Fehltritt das Aus bedeuten kann.

Nur ein Startplatz im Global Qualifier

Der Global Qualifier umfasst 16 Mannschaften, doch am Ende erhält nur der Sieger das Ticket für Beijing.

Das erhöht den Druck erheblich. Teams wie BIG, B8 oder GamerLegion gehören zwar nicht durchgehend zur absoluten Weltspitze, haben 2026 aber mehrfach bewiesen, dass sie an guten Tagen auch Topteams schlagen können.

Zusätzlich fällt die Qualifikation in eine besonders volle Phase des internationalen CS2-Kalenders. Sie findet zwischen Gruppenphase und Playoffs eines weiteren großen Events statt, wodurch viele Profis derzeit nahezu ohne Pause von Turnier zu Turnier wechseln.

Gerade deshalb könnten Form, Tagesverfassung und Belastung im Qualifier eine noch größere Rolle spielen als üblich.

BIG bleibt schwer einzuschätzen

Bei kaum einem Team ist derzeit so schwer vorherzusagen, welche Version auf dem Server erscheint wie bei BIG.

Das deutsche Team sorgte beim IEM Cologne Major 2026 für einen der außergewöhnlichsten Momente des Turniers. Im entscheidenden Match gegen NRG lag BIG auf Mirage zur Halbzeit bereits mit 0:12 zurück.

Eigentlich war die Partie damit praktisch entschieden.

BIG gewann anschließend jedoch 16 Runden in Folge und drehte die Map noch zu einem 16:12.

Genau diese Unberechenbarkeit macht die Mannschaft auch im Beijing-Qualifier interessant. BIG kann innerhalb einer Partie massive Probleme bekommen, gleichzeitig aber Matches drehen, die bereits verloren wirken.

Im Bracket könnten auf die Deutschen unter anderem Gegner wie paiN Gaming und B8 warten. Damit ist der Weg zum einzigen Qualifikationsplatz alles andere als einfach.

B8 hat bereits Vitality geschlagen

Zu den gefährlichsten Teams des Qualifiers gehört B8.

Das junge Roster konnte in den vergangenen Monaten mehrfach etablierte Gegner überraschen. Besonders bemerkenswert war der Sieg über Team Vitality beim Esports World Cup 2026.

Damit bewies B8, dass das Team auch gegen Mannschaften bestehen kann, die normalerweise deutlich höher eingeschätzt werden.

Das macht B8 zu einem der Favoriten des Global Qualifiers. Sollte es zu direkten Duellen gegen BIG oder paiN kommen, dürfte es kaum einen klaren Favoriten geben.

paiN Gaming kommt mit starken Ergebnissen

Auch paiN Gaming geht mit guten Argumenten in die Qualifikation.

Das brasilianische Team erreichte zuletzt die Top 8 beim BLAST Bounty Summer 2026 und setzte sich bereits in dessen Qualifikation durch, während unter anderem NAVI, Falcons und Vitality scheiterten.

paiN gehört damit längst nicht mehr zu den Teams, die bei großen internationalen Turnieren lediglich auf eine Überraschung hoffen müssen.

Die Brasilianer haben inzwischen mehrfach gezeigt, dass sie sich durch starke Qualifier-Felder spielen können. Genau diese Erfahrung könnte beim IEM-Beijing-Qualifier entscheidend werden.

GamerLegion will die starke Saison fortsetzen

Auch GamerLegion gehört zu den Mannschaften, die man im Kampf um den Startplatz nicht unterschätzen sollte.

Das europäische Team erreichte 2026 bereits das Finale der IEM Atlanta und landete bei BLAST Rivals Spring unter den besten vier Mannschaften.

GamerLegion zeigte außerdem, dass das Team Gruppenphasen über das Upper Bracket erfolgreich absolvieren kann.

Damit bringt das Roster genau die Eigenschaften mit, die für einen kurzen Qualifier wichtig sind: gute aktuelle Form, Erfahrung gegen stärkere Gegner und die Fähigkeit, unter Turnierdruck konstant zu spielen.

3DMAX zwischen starken Ergebnissen und Unruhe

Das fünfte Team mit besonders guten Chancen ist 3DMAX.

Die Franzosen sind für einen aggressiven Spielstil bekannt, ihre Ergebnisse schwanken allerdings teilweise deutlich.

Zuletzt erreichte 3DMAX beim BLAST Bounty Summer 2026 ebenfalls die Top 8. Im dazugehörigen Qualifier konnte das Team FUT Esports schlagen – eine Mannschaft, die später beim Esports World Cup bis ins Finale vorstieß.

Vor dem Beijing-Qualifier gab es allerdings auch Unruhe rund um das Team. Mehrere Spieler berichteten laut Ausgangsbericht von Verzögerungen bei Gehaltszahlungen.

Ob sich diese Situation auf die Performance auswirkt, bleibt abzuwarten.

Fünf Teams mit realistischen Chancen

Das Favoritenfeld des Global Qualifiers lässt sich damit auf mehrere Mannschaften eingrenzen:

TeamWarum interessant?
BIGextrem unberechenbar, starke Comebacks möglich
B8schlug 2026 bereits Vitality
paiN GamingTop 8 bei BLAST Bounty Summer
GamerLegionIEM-Atlanta-Finalist und starke Saison
3DMAXaggressiver Stil und gute Resultate gegen starke Teams

Das Problem für alle fünf: Selbst eine gute Turnierleistung reicht möglicherweise nicht.

Am Ende wird nur ein einziger Global-Qualifier-Platz vergeben.

Auch in Asien gibt es nur ein Ticket

Parallel läuft die asiatische Qualifikation.

Dort kämpfen acht Teams um ebenfalls nur einen Startplatz für Beijing. Zu den bekanntesten Teilnehmern zählen TYLOO, Lynn Vision Gaming, The Huns und FlyQuest.

TYLOO gehört traditionell zu den größten Namen der chinesischen Counter-Strike-Szene, konnte international zuletzt allerdings nicht durchgehend überzeugen.

Lynn Vision sammelte dagegen bei mehreren großen Events internationale Erfahrung und bereitete zuletzt unter anderem den Falcons Probleme.

The Huns vertreten die starke mongolische CS-Szene, während FlyQuest versucht, wieder Anschluss an größere internationale Turniere zu finden.

IEM Beijing startet im November

Das eigentliche IEM Beijing 2026 Main Event ist für den 2. bis 8. November angesetzt.

Dort wartet bereits ein starkes Teilnehmerfeld mit zahlreichen etablierten Tier-1-Teams.

Bestätigt sind unter anderem:

  • Falcons
  • MOUZ
  • NAVI
  • FaZe Clan
  • G2 Esports
  • FURIA
  • Team Liquid
  • The MongolZ
  • Aurora Gaming
  • BetBoom Team
  • Legacy
  • 9z Team
  • PARIVISION

Die verbleibenden Startplätze werden über die Qualifikation vergeben.

BIG braucht mehrere perfekte Tage

Für BIG ist der Qualifier damit eine große Chance, aber gleichzeitig eine schwierige Aufgabe.

Das Team hat in dieser Saison gezeigt, dass es selbst scheinbar verlorene Spiele drehen kann. In einem Format, in dem nur ein einziger Startplatz vergeben wird, ist allerdings kaum Raum für Schwächephasen.

Gleichzeitig befinden sich mit B8, paiN Gaming, GamerLegion und 3DMAX mehrere Teams im Feld, die in den vergangenen Monaten ebenfalls auf internationalem Niveau überzeugt haben.

Die Qualifikation zur IEM Beijing dürfte deshalb weniger daran entschieden werden, welches Team auf dem Papier den größten Namen besitzt – sondern daran, wer zwischen dem 2. und 4. September drei Tage lang das stabilste Counter-Strike spielt.

Die Matches des IEM Beijing 2026 Qualifiers werden über die offiziellen ESL-Counter-Strike-Kanäle auf Twitch und YouTube übertragen. Das Main Event folgt anschließend vom 2. bis 8. November in Beijing.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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