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Hearthstone Patch 36.4.2 nerft Food Chain und Arena

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Blizzard hat Hearthstone Patch 36.4.2 veröffentlicht und nimmt damit gezielte Balance-Anpassungen am Standardspiel, an Battlegrounds und an der Arena vor. Besonders auffällig sind Änderungen rund um The Food Chain, eine umfangreiche Battlegrounds-Balance-Runde und die Entfernung von Chow Down aus den zufälligen Generierungspools der Arena.

Wichtig: Chow Down wird nicht vollständig aus Hearthstone entfernt. Die Karte kann lediglich nicht mehr über entsprechende Zufallseffekte in der Arena erzeugt werden. Gleichzeitig verändert Blizzard dort die Auftretenswahrscheinlichkeit zahlreicher weiterer Karten.

The Food Chain verliert eine besonders explosive Kombination

Im normalen Hearthstone konzentriert sich Patch 36.4.2 vor allem auf einige problematische Spielmuster rund um The Food Chain.

Blizzard verändert dafür nicht direkt Shokk selbst, sondern dessen Discover-Pool. Besonders Agamaggan soll künftig nicht mehr als Auswahl erscheinen können.

Bislang war Agamaggan mit 8 Angriff und 9 Leben Teil des Pools. Nach dem Update besitzt die Karte 9/9-Werte und erfüllt dadurch die notwendigen Bedingungen für Shokks Discover-Effekt nicht mehr.

Der Grund liegt laut Blizzard in besonders explosiven Schadensspitzen. Agamaggan konnte direkt nach Shokk enorme Mengen Burst Damage ermöglichen und führte dadurch zu Situationen, gegen die sich Gegner nur schwer vorbereiten konnten.

Gleichzeitig werden zwei andere Karten in den Pool aufgenommen:

KarteVorherNachher
Agamaggan8/99/9
Dread Leviathan9/68/8
Seismopod9 Mana, 9/98 Mana, 8/8

Dread Leviathan und Seismopod erfüllen mit ihren neuen 8/8-Werten nun die entsprechenden Bedingungen.

Blizzard möchte damit insgesamt langsamere und defensivere Spielverläufe rund um The Food Chain fördern.

Spiderling und The Forbidden Sequence werden ebenfalls schwächer

Zwei weitere Karten erhalten direkte Nerfs.

Spiderling verliert einen Lebenspunkt und fällt von 1/3 auf 1/2.

Bei The Forbidden Sequence wird dagegen die Quest-Anforderung erhöht. Spieler müssen künftig acht Karten entdecken, bevor die Quest abgeschlossen ist. Bislang waren sieben Discover-Aktionen ausreichend.

Damit wird die Karte nicht grundsätzlich verändert, benötigt aber einen zusätzlichen Schritt und entsprechend mehr Zeit beziehungsweise Ressourcen.

Battlegrounds: Beasts und Demons bekommen Unterstützung

Deutlich umfangreicher fallen die Änderungen an Hearthstone Battlegrounds aus.

Blizzard konzentriert sich dabei auf Minion-Typen, die aktuell entweder besonders stark oder zu schwach abschneiden.

Zu den Gewinnern gehören vor allem Beasts, Self-Damage Demons, Quilboars und Dragons.

Tasty Lobster wird beispielsweise von 1/1 auf 2/1 verbessert. Sein Deathrattle verleiht einem zufälligen freundlichen Beast künftig +2/+1 statt +1/+1.

Hoarding Hyena rutscht gleichzeitig von Tavern Tier 5 auf Tier 4.

Auch Goldrinn wird eine Stufe früher verfügbar. Der Great Wolf wechselt von Tier 6 auf Tier 5, besitzt nun allerdings 7/7 statt 8/8 und gibt Beasts über seinen Deathrattle +7/+7 anstelle von +8/+8.

Lurking Leviathan erhält dagegen zusätzliche Stärke:

  • Lebenspunkte: 8 → 9
  • Buff nach einem beschworenen Beast: +2 Angriff → +3 Angriff

Self-Damage Demons werden deutlich stärker

Auch mehrere Dämonen profitieren vom Patch.

Soul Rewinder steigt von 4/1 auf 4/2. Zusätzlich erhält die Karte nach zurückgedrehtem Heldenschaden künftig +2 Leben statt +1.

Ashen Corruptor verbessert nach erlittenem Heldenschaden die Minions in der Tavern nun um +2/+2 für den aktuellen Zug statt +1/+1.

Tichondrius steigt von 3/3 auf 4/4, während sein permanenter Dämonen-Buff von +3/+3 auf +4/+4 erhöht wird.

Auch Devout Hellcaller wird kräftig verstärkt:

  • Werte: 2/2 → 4/4
  • Permanenter Buff: +1/+2 → +2/+2

Damit versucht Blizzard offenbar, Self-Damage-Demon-Builds wieder stärker in die aktuelle Battlegrounds-Meta zu bringen.

Dragons und Quilboars bekommen ebenfalls Buffs

Bei den Drachen gibt es mehrere Anpassungen.

Fire-forged Evoker erhält einen zusätzlichen Lebenspunkt und bufft beim Start des Kampfes künftig mit +2/+2 statt +2/+1.

Mighty Dragonbreath fällt ebenfalls stärker aus: Der Tavern Spell gibt Minions künftig +3/+2 statt +2/+1 und wiederholt den Effekt weiterhin für Dragons sowie Minions mit Divine Shield.

Auch bei den Quilboars wird nachgebessert.

Sanguine Champion verstärkt Blood Gems künftig um +2/+1 statt +1/+1. Sanguine Refiner verbessert sie über Rally um +1/+2.

Prodigious Tusker steigt zudem von 1/3 auf 2/5, während Fearless Foodie von Tavern Tier 4 auf Tier 3 verschoben wird.

Elementals werden gezielt gebremst

Nicht alle Stämme profitieren vom Update.

Besonders Elementals gehören zu den Bereichen, die Blizzard aktuell für zu stark hält.

Unleashed Mana Surge bekommt zwar deutlich mehr Leben und steigt von 6/5 auf 6/9, der entscheidende Effekt wird aber merklich reduziert.

Nach dem Ausspielen eines Elementals gibt die Karte allen Elementals künftig nur noch +2/+3, statt wie bislang +4/+4.

Das reduziert vor allem die Geschwindigkeit, mit der entsprechende Boards eskalieren können.

Auch Naga gehören laut Blizzard zu den Minion-Typen, die im Zuge des Updates zurückgenommen werden.

Mehrere weitere Battlegrounds-Karten werden angepasst

Neben den großen Stammänderungen gibt es zahlreiche kleinere Eingriffe.

Zu den auffälligeren gehören:

  • Private Investigator: 2/4 → 5/6, gibt künftig 2 statt 3 Gold für den nächsten Zug
  • Cagey Conjurer: Tier 3 → Tier 4
  • Forsaken Weaver: 3/10 → 3/8, dafür +3 Angriff statt +2 für Undead nach Tavern Spells
  • Drustfallen Butcher: 2/9 → 2/7, Avenge 4 → Avenge 3
  • Tyrael: Aktivierung kostet nur noch 1 statt 2 Gold
  • Utility Drone: 4/6 → 4/5, Magnetization-Buff steigt von +4/+4 auf +4/+5

Zusätzlich verändert Blizzard verschiedene Trinkets und die Armor-Werte mehrerer Helden.

Arena: Chow Down und Captain Crowley aus Zufallspools entfernt

Auch die Arena erhält eine eigene Balance-Runde.

Chow Down und Captain Crowley können künftig nicht mehr zufällig generiert werden.

Damit möchte Blizzard vor allem Death Knight und Warrior etwas zurücknehmen und gleichzeitig schwächeren Klassen und Archetypen bessere Chancen geben.

Die Häufigkeit mehrerer Karten wird außerdem reduziert. Dazu gehören unter anderem:

  • Shadowflame Suffusion
  • Hook n’ Heave
  • Windpeak Wyrm
  • Captain Crowley
  • Torch
  • Bygone Echoes
  • Shadows of Yesterday

Im Gegenzug erhöht Blizzard für verschiedene Klassen die Wahrscheinlichkeit bestimmter Karten.

Hunter bekommt beispielsweise häufiger Ankylodon, Raptor-Nest Nurse und Ebonscale Scout angeboten. Bei Druid steigen unter anderem die Chancen auf Panther Mask, Seismopod und Lifebloom.

Auch Warlock, Mage, Paladin, Shaman, Priest und Rogue erhalten gezielte Anpassungen ihrer Kartenpools.

Escape-from-Violet-Hold-Karten kehren korrekt in die Arena zurück

Patch 36.4.2 behebt außerdem einen Fehler, durch den Karten aus Escape From Violet Hold nicht wie vorgesehen in Arena-Drafts erscheinen konnten.

Nach dem Update sollen die Karten wieder regulär berücksichtigt werden.

Damit ist 36.4.2 zwar kein großer Content-Patch, greift aber gleich an mehreren Stellen in die aktuelle Hearthstone-Meta ein. Besonders Battlegrounds-Spieler dürften die Auswirkungen schnell bemerken: Mehrere bislang schwächere Stämme erhalten deutliche Buffs, während dominante Strategien gezielter gebremst werden.

Im Standardmodus steht dagegen vor allem die Abschwächung des besonders explosiven The-Food-Chain-Setups im Mittelpunkt.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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