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leni | Februar 6, 2022

Google Stadia vor dem Aus?

Um den Cloud-Gaming Service “Stadia” von Google steht es nicht gut und wie es scheint, wird die Plattform komplett umgebaut, um zu retten, was noch zu retten ist. Das Projekt war eigentlich für mehrere Jahre angedacht, hat sich aber relativ schnell als Flopp rausgestellt. Etwas mehr als ein Jahr nach der Ankündigung von Google, seine Spiele-Streaming-Plattform Stadia umzustrukturieren, verfolgt das Unternehmen jetzt einen neuen Plan.

Stadia nicht so erfolgreich wie geplant

Schon letztes Jahr im Februar kriselte es bei Stadia und das Projekt wurde verkleinert, indem die internen Spielestudios in Montreal und Los Angeles geschlossen wurden. Der Grund dahinter war, dass Stadia’s Verkaufszahlen eher enttäuschend waren und weit unter den Erwartungen von Google lagen. Wie es scheint, hat Google Stadia als Verbraucherplattform jetzt “depriorisiert” und konzentriert sich stattdessen mehr auf die Nutzung der Technologie hinter dem Dienst und auf die Zusammenarbeit mit lukrativen Partnern.

Google versucht anscheinend seinen Streaming-Dienst Stadia zu retten, indem es sich nicht mehr auf Videospiele konzentriert, sondern stattdessen Deals mit anderen Unternehmen wie Peleton abschließt. Dieses neue Projekt, das unter dem Namen Google Stream läuft, will vor allem potenziellen Partnern High-Definition-Broadcasting Optionen für Spiele anbieten. Kurzum, das Mega-Unternehmen scheint nicht mehr daran interessiert zu sein, seine eigenen Spieleprojekte fortzusetzen.

Neben den schlechten Zahlen wurden auch noch Gründe wie die Corona-Pandemie und die steigenden Kosten der Spieleentwicklung genannt. Laut Google waren “ein gravierender Mangel an Ressourcen, Schwierigkeiten bei der Beschaffung der erforderlichen Hard- und Software und eine eingefrorene Mitarbeiterzahl im Jahr 2020” die größten Probleme bei der Entwicklung des Projektes.

Wird das Projekt beendet?

Google Stadia hat inzwischen öffentlich zu den Gerüchten Stellung genommen und einen Twitter-Thread gepostet, in dem erklärt wird, dass das Stadia-Team “hart an einer großartigen Zukunft” für den Streaming-Dienst arbeitet. Aber das ist wohlgemerkt nur das Team hinter Stadia – letztendlich ist es Google, die beschließen ob man das Projekt einstampft oder weiter am Leben hält.

Anscheinend sind auch die Entwickler und Mitarbeiter vor Ort verwirrt, was den Zustand von Stadia angeht. Gerüchte zufolge haben die Entwickler vom wackligen Zustand von Stadia zeitgleich mit der Öffentlichkeit erfahren, und zwar durch eine Email von Phil Harrison, dem Vizepräsident und Geschäftsführer von Stadia.

Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Google in naher Zukunft den Stecker aus Stadia ziehen wird, aber es wird immer deutlicher, dass sich Googles Wette auf Spiele nicht so ausgezahlt hat, wie das Unternehmen gehofft hatte. Google hat Stadia mittlerweile in ein stärker kommerziell ausgerichtetes Produkt umgewandelt und damit soll die ganze Technik und die Ressourcen, die in den Dienst geflossen sind, gerettet werden.

Im Moment gibt es angeblich noch 100 Spiele, die dem Dienst 2021 hinzugefügt werden und 50 Spiele, die den Pro-Abonnenten angeboten werden. Es wurde auch vage versprochen, dass bald weitere Funktionen kommen werden, aber es wurde nicht näher ausgeführt, um was es sich dabei handelt oder wann es hinzugefügt wird.

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