Gambit Esports sind Sieger der IEM Katowice!

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten konnten Gambit Esports und Virtus.pro die Playoffs über das Lower Bracket erreichen. Dort traten die Teams mitunter gegen die großen Favoriten für das Event an und konnten sich durchsetzen. Im Großen Finale waren es dann Gambit, die mit einem 3-1 die Trophäe an sich reißen konnten.

Das Finale begann mit einer äußerst knappen Map. Virtus.pro konnten sich dank der starken Leistungen von Mareks “YEKINDAR” Gajinskis und Dzhami “Jame” Ali mit einem 16-14 gegen Gambit durchsetzen. Nach dieser Map ging es sogar auf den Pick von VP, Dust2. Dort hätten sie ein schnelles 2-0 erreichen können, doch Gambit schlugen sie mit 16-6 und kündigten sich vollends im Großen Finale an. Nur Sanjar “SANJI” Kuliev konnte sich auf Seiten von Virtus.pro positiv halten, der Rest stürzte ab. Train wurde sogar noch schlimmer, denn dort konnten VP nur vier Runden gewinnen. Plötzlich standen sie also mit dem Rücken zur Wand und Gambit mussten nur noch einen Mapsieg finden. Nach einer 11-4 Hälfte auf Overpass waren sie bald mit 15 Punkten vertreten. Auch ein kleines Comeback von VP konnte sie nicht aufhalten und mit einem 16-12 beendeten Gambit das Große Finale der IEM Katowice.

HOBBIT IST ZURÜCK

Nach dem Major-Sieg im Herbst 2017 wurde es ruhig um Abay “Hobbit” Khassenov. Der damals noch junge Kasache war einer der großen Leistungsträger für Gambit, als diese den PGL Major Krakow für sich entscheiden konnten. Doch als das Team in den Folgemonaten und -jahren langsam in der Versenkung verschwand, rückte Hobbit ebenso aus dem Rampenlicht. Nach Einsätzen für HellRaisers und Winstrike, die ihn beide nicht zurück an die Spitze brachten, ging es für ihn zurück nach Gambit – doch diesmal zu den Youngsters. Nachdem das Entwicklungsteam der russischen Organisation beeindruckende Resultate einfahren konnte, wurden die Spieler zum Haupt-Roster befördert. Das geschah im vergangenen Oktober und seitdem ging es für das Team nur noch aufwärts. Nirgendwo zeigt sich das stärker als bei der Rückkehr von Hobbit.

Bei den Gambit Youngsters war Hobbit zuletzt noch der In-Game-Leader. Mit dem Wechsel zum Haupt-Roster wurde jedoch Vladislav “nafany” Gorshkov zum Shotcaller ernannt, wonach sich Hobbit von einem 0.90er Rating zu einem 1.18er Rating entwickeln konnte. Diese Leistung konnte er auch im Finale abrufen. Er glänzte auf der vorletzten Map, Train, mit einem überragenden 2.07er Rating und ganzen 25 Kills. Zusammen mit Dmitry “sh1ro” Sokolov, der schon lange als der Leistungsträger des Teams gilt, konnte er das Team zu neuen Höhen beflügeln.

WERDEN GAMBIT AN DER SPITZE BLEIBEN?

Nach zwei Siegen in den Katowice Play-Ins folgte eine Niederlage gegen die Evil Geniuses. Im Lower Bracktet kämpften Gambit sich jedoch gegen mousesports, Heroic und G2 Esports durch. Die Playoffs begannen mit einem Sieg gegen Natus Vincere und Team Spirit, wonach Hobbit und Co. in das Große Finale zogen. Ihre Abschussliste ist enorm und sie haben einige der stärksten Teams im Turnier geschlagen.

Trotzdem stehen Duelle gegen Astralis, Team Vitality und Liquid aus. Denn auch wenn sie Virtus.pro geschlagen haben, die sich zuvor selber gegen diese Teams durchgesetzt hatten, heißt das nicht automatisch, dass Gambit das auch tun werden. Ihr größter Gegner wird jedoch die Aufmerksamkeit sein, die sie nun bekommen. Kein Team wird sie noch unterschätzen und alle werden daran arbeiten, Schwachstellen in dem Führungsstil von nafany zu finden. Ein Turniersieg auf diesem Niveau reicht sicherlich nicht aus, um Gambit zum stärksten Team der Welt zu küren. Doch wenn sie ihre Leistung aufrecht erhalten können, dann steht ihnen eindeutig ein Platz neben den besten Teams zu.