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League of Legends

G2 mit 62,4 % Scrim-Winrate unter Perkz

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

G2 Esports hat weitere Einblicke in die Vorbereitung auf den erfolgreichen LEC Summer Split 2026 gegeben. General Manager Romain Bigeard veröffentlichte die vollständige Scrim-Bilanz des Teams unter dem neuen Head Coach Luka „Perkz“ Perković. Das Ergebnis fällt deutlich positiv aus: Von insgesamt 170 Trainingsspielen gewann G2 106 und verlor 64. Das entspricht einer Winrate von 62,4 Prozent. Nur gegen ein einziges Team weist die interne Statistik eine negative Bilanz aus.

Die Zahlen sind besonders interessant, weil der Summer Split für G2 mit einer größeren Veränderung begann.

Perkz übernahm während der Saison den Posten des Head Coaches und ersetzte Dylan Falco. Für den langjährigen G2-Spieler war es der erste Split in dieser Rolle.

Romain Bigeard hatte den Wechsel zuvor als eines der größeren Risiken bezeichnet, die G2 in den vergangenen Jahren eingegangen sei.

Sportlich ging das Experiment auf.

106 Siege in 170 Trainingsspielen

Scrims sind Trainingsspiele zwischen professionellen Teams, die außerhalb des offiziellen Wettbewerbs stattfinden.

Sie werden genutzt, um Drafts, Strategien, Champions und unterschiedliche Spielweisen auszuprobieren. Die Ergebnisse werden normalerweise nicht vollständig veröffentlicht, weshalb die Zahlen von G2 einen ungewöhnlich detaillierten Einblick in die Vorbereitung des Teams geben.

Die Gesamtbilanz im Summer Split lautet:

StatistikWert
Scrim-Spiele170
Siege106
Niederlagen64
Winrate62,4 %

Damit gewann G2 deutlich mehr als die Hälfte seiner Trainingsspiele.

Noch interessanter ist jedoch, gegen wen die Mannschaft Probleme hatte.

Nur Vitality hatte eine positive Bilanz gegen G2

Laut den veröffentlichten Zahlen war Team Vitality das einzige Team, gegen das G2 in Scrims insgesamt mehr Spiele verlor als gewann.

Die beiden Mannschaften spielten 15 Trainingspartien gegeneinander.

G2 gewann sieben davon und verlor acht.

Damit lag Vitality mit 8:7 knapp vorne.

Auf der LEC-Bühne sah die Situation anschließend allerdings anders aus.

G2 traf bereits in der ersten Runde der Summer-Playoffs auf Vitality und setzte sich dort durch.

Das zeigt gleichzeitig, warum Scrim-Ergebnisse im Esport mit Vorsicht betrachtet werden sollten.

Trainingsspiele dienen nicht ausschließlich dazu, möglichst viele Siege zu sammeln. Teams testen dort neue Drafts, ungewöhnliche Champions oder Strategien, die in offiziellen Matches eventuell nie eingesetzt werden.

Movistar KOI war häufigster Trainingsgegner

Am meisten trainierte G2 gegen Movistar KOI.

Insgesamt kamen beide Teams während des Splits auf 34 gemeinsame Scrim-Games.

G2 gewann 21 davon und verlor 13.

Das ergibt gegen MKOI eine Trainings-Winrate von rund 61,8 Prozent.

Der Vergleich ist besonders interessant, weil beide Teams später im LEC Summer Grand Final erneut aufeinandertrafen.

Dort fiel das Ergebnis noch deutlicher aus.

G2 gewann das Finale mit 3:0 und sicherte sich damit den nächsten europäischen Titel.

G2 trainierte auch gegen ERL-Teams

Die Scrim-Liste bestand nicht ausschließlich aus LEC-Mannschaften.

G2 nutzte auch Teams aus den europäischen Regional Leagues beziehungsweise Academy-Strukturen als Trainingspartner.

Dazu gehörten unter anderem:

  • Galions
  • Solary
  • G2 Nord

Damit konnte das Team unterschiedliche Gegner und Spielstile testen.

Gerade während eines Coaching-Wechsels dürfte diese Vielfalt hilfreich gewesen sein, da Perkz gleichzeitig seine eigenen Vorstellungen vom Spielsystem etablieren musste.

Perkz startet erfolgreich in seine Trainerkarriere

Für Perkz ist der Summer Split damit ein bemerkenswerter Start in den neuen Abschnitt seiner Karriere.

Der Kroate gehört zu den bekanntesten Spielern in der Geschichte von G2 Esports und war über Jahre selbst auf Midlane und Botlane aktiv.

Nun trägt er als Head Coach Verantwortung für Draft, Vorbereitung und strategische Ausrichtung.

Das Ergebnis seines ersten Splits kann sich sehen lassen.

G2 gewann den Summer Split und damit bereits den dritten europäischen Titel des Jahres 2026.

Gleichzeitig erhöhte die Organisation ihre historische Bilanz auf 20 LEC-Titel.

Auch international lief 2026 stark

G2s Saison beschränkt sich allerdings nicht auf nationale Erfolge.

Das Team erreichte 2026 auch bei den bisherigen internationalen Wettbewerben vordere Platzierungen.

Bei First Stand belegte G2 Rang zwei.

Beim Mid-Season Invitational 2026 reichte es anschließend für Platz vier.

Damit gehört G2 auch international wieder zu den europäischen Teams mit den stärksten Ergebnissen des Jahres.

Der nächste große Test wartet nun bei der Weltmeisterschaft.

Worlds 2026 beginnen für G2 am 23. Oktober

G2 startet am 23. Oktober direkt in die Swiss Stage der Worlds 2026.

Nach der starken LEC-Saison dürfte das erklärte Ziel sein, den nationalen Erfolg diesmal auch möglichst weit in das internationale Turnier zu übertragen.

Eine besonders hohe Hürde bleibt dabei die K.-o.-Phase.

G2 erreichte zuletzt 2020 ein Halbfinale bei einer League-of-Legends-Weltmeisterschaft.

Seitdem blieb der ganz große internationale Durchbruch aus.

Die veröffentlichten Scrim-Zahlen zeigen zumindest, dass die Mannschaft unter Perkz auch im Training einen stabilen Split spielte.

Ob die 62,4 Prozent Winrate tatsächlich ein Hinweis auf eine starke Worlds-Form sind, wird sich allerdings erst gegen die internationale Konkurrenz zeigen.

Für Perkz fällt das erste Zwischenzeugnis als Head Coach dennoch bemerkenswert positiv aus: 170 Scrims, 106 Siege, drei LEC-Titel im Jahr – und nur Vitality schaffte es im Training, G2 über einen längeren Zeitraum knapp zu schlagen.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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