Image

Fortnite macht V-Bucks ab 19. März teurer – Battle Pass wird günstiger, aber insgesamt sinkt der Gegenwert

Autoren-Bild Andrea Mertens März 11, 2026

Epic Games baut die Monetarisierung von Fortnite spürbar um. Ab dem 19. März bekommen Spieler in fast allen Echtgeld-Paketen weniger V-Bucks für denselben Preis. Gleichzeitig senkt Epic die Kosten mehrerer Pässe, kürzt aber auch deren Rückflüsse. Unter dem Strich bedeutet das vor allem für Käufer von Skins, Bundles und Direktkäufen: Der Gegenwert pro Euro sinkt, selbst wenn die sichtbaren Paketpreise auf den ersten Blick gleich bleiben.

Weniger V-Bucks für denselben Betrag

Konkret schrumpft das kleinste Standardpaket für 8,99 Euro von 1.000 auf 800 V-Bucks. Das 22,99-Euro-Paket fällt von 2.800 auf 2.400, das 36,99-Euro-Paket von 5.000 auf 4.500 und das große 89,99-Euro-Paket von 13.500 auf 12.500 V-Bucks. Besonders hart wirkt die Änderung bei den sogenannten Exact-Amount-Käufen: Dort steigt der Gegenwert laut Epic von ungefähr 0,50 Euro für 50 V-Bucks auf 0,99 Euro für 50 V-Bucks. Regionale Abweichungen bleiben möglich, bereits gekaufte Guthabenkarten sollen aber weiterhin mit dem aufgedruckten Wert eingelöst werden.

Epic begründet den Schritt ungewöhnlich offen mit gestiegenen Betriebskosten. Im offiziellen Beitrag heißt es sinngemäß, dass die Kosten für den Betrieb von Fortnite deutlich gestiegen seien und man die Preise anheben müsse, um diese Ausgaben zu decken. In der Wahrnehmung vieler Spieler ist das dennoch vor allem eine Form von digitaler Shrinkflation: Nicht der Preisaufkleber steigt, sondern die Menge dahinter sinkt.

Battle Pass, OG Pass und Crew werden neu austariert

Parallel schraubt Epic an fast allen Pass-Systemen. Der reguläre Battle Pass kostet künftig 800 statt 1.000 V-Bucks und gibt nach vollständigem Abschluss auch nur noch 800 V-Bucks zurück. Die früheren zusätzlichen V-Bucks aus den Bonusbelohnungen entfallen. Der Effekt ist klar: Der Pass finanziert bei vollständigem Durchspielen weiterhin den nächsten Pass, liefert aber keinen Überschuss mehr. Auch das Battle-Bundle sinkt leicht von 2.800 auf 2.600 V-Bucks.

Auch die übrigen Erlebnis-Pässe werden angepasst. Der OG Pass fällt auf 800 V-Bucks, Musik- und LEGO-Pass auf jeweils 1.200 V-Bucks. Gleichzeitig wird die monatliche Auszahlung in Fortnite Crew von 1.000 auf 800 V-Bucks reduziert. Epic will betroffene Crew-Mitglieder laut offizieller Mitteilung regional per E-Mail über den genauen Start der Änderung informieren.

Epic versucht den Preisschock mit 20 Prozent Rückvergütung abzufedern

Ganz ohne Gegenangebot kommt die Umstellung allerdings nicht. Wer Käufe über den Epic Games Store oder Epics eigenes Bezahlsystem auf PC, iOS, Android und im Web tätigt, erhält weiterhin 20 Prozent als Epic-Belohnungen zurück. Das gilt nicht nur für Fortnite, sondern auch für Fall Guys und Rocket League. Das Guthaben lässt sich anschließend wieder in Fortnite, anderen Epic-Spielen oder im Epic Games Store einsetzen, solange erneut über Epics Zahlungssystem bezahlt wird. Für Nutzer, die ohnehin direkt bei Epic kaufen, federt das einen Teil der Verteuerung ab. Auf Konsolen bleibt dieser Ausgleich deutlich weniger elegant.

Der Fokus liegt auf Wertverlust, Crew-Effekt und versteckter Verteuerung

Die nackte Rechnung zeigt, dass Käufer ab 19. März in jeder großen Stufe weniger Premiumwährung erhalten. Das bedeutet eine versteckte Preiserhöhung. Mehrere Einordnungen beschreiben die Umstellung ausdrücklich als Wertverlust oder digitale Shrinkflation, weil der Echtgeldpreis gleich bleibt, aber der Inhalt schrumpft.

Fortnite Crew ist seit November 2025 Teil von Xbox Game Pass Ultimate. Weil Crew künftig nur noch 800 statt 1.000 V-Bucks pro Monat ausschüttet, trifft die Änderung indirekt auch Ultimate-Abonnenten, die das Paket über Xbox beziehen. Genau dieser Aspekt taucht in den jüngsten Berichten als besonders relevanter Zusatzpunkt auf, weil damit nicht nur Direktkäufer, sondern auch Abo-Nutzer weniger Ingame-Währung bekommen.

Thematisch passt außerdem, dass Epic am selben Tag auch für Fall Guys ähnliche Änderungen angekündigt hat. Dort werden die Show-Bucks-Pakete ab dem 8. April ebenfalls abgespeckt, während das 20-Prozent-Modell über Epic Rewards bestehen bleibt. Das deutet darauf hin, dass Epic seine Premiumwährungs-Strategie nicht nur in Fortnite, sondern plattformübergreifend neu justiert.

Mehr Druck auf jede Ausgabe

Für Fortnite-Spieler ist die Botschaft damit ziemlich eindeutig. Wer hauptsächlich den Battle Pass spielt und ihn komplett abschließt, kann sich auch künftig den nächsten Pass erspielen. Wer dagegen regelmäßig Skins, Shop-Bundles oder Zusatzinhalte direkt mit frischen V-Bucks kauft, zahlt ab dem 19. März effektiv mehr. Epic versucht das über niedrigere Passpreise und die 20-Prozent-Rückvergütung abzufedern, doch die Grundbewegung bleibt dieselbe: Fortnite wird beim Geldausgeben spürbar teurer.

Autoren-Bild

Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

Mehr Artikel von diesem Autor →