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leni | Januar 19, 2022

Folgen der Microsoft Übernahme von Blizzard

Wie wir schon berichtet haben, wurde Activision Blizzard gestern, am Dienstag, den 18. Januar von Microsoft in einem Mega-Milliarden Deal aufgekauft. Der Kauf hat weltweit Wellen geschlagen und für jede Menge Aufruhr gesorgt, denn es gibt einige Probleme mit der Übernahme wie zum Beispiel, dass Bobby Kotick wieder mit an Bord ist. Durch den Deal ist Kotick jetzt reicher als je zuvor.

Microsoft hat das Problem-Unternehmen Blizzard aufgekauft – und zwar für jede Menge Cash. Fast 70 Milliarden ist die Transaktion wert. Nicht Millionen, Milliarden! Eine unfassbare Summe Geld. Damit hätte man auch einen Krieg starten (oder beenden) können oder ein ganzes Land mit Essen, Wasser und Laptops ausstatten können – nur damit man sich die Größenordnung nochmal in Erinnerung ruft.

Welchen Nutzen hat Microsoft von dem Kauf?

Einen so großen Kauf gab in der der Videospiel Industrie noch nie. Die bisher größte Übernahme war die von Take-Two für Zynga gezahlte Summe von 12 Milliarden Dollar am Anfang dieses Monats. Davor waren es die 8 Milliarden Dollar, die Tencent für Supercell bezahlt hat. Aber Microsofts Kauf von Activision Blizzard schießt den Vogel einfach komplett ab. Kurzum diese Summe sprengt den Rahmen. Was steckt wirklich dahinter?

Hinter dem Deal steht der Tech-Gigant Microsoft. Der anscheinend, langsam aber sicher, die Weltherrschaft an sich reißen will. Was mit einer Monopolstellung gar nicht mal so abwegig ist. Wir sehen es ja mit anderen großen Unternehmen. Wie ein Riesenhai schwimmen Firmen wie Amazon, Tencent, Facebook bzw. jetzt Meta, Google und Co. herum und fressen dabei die ganzen kleineren Unternehmen auf bis nichts mehr übrig ist. Und 70 Milliarden ist für ein Unternehmen wie Microsoft noch nicht mal unbedingt viel Geld. Vor allem wenn sie sich erhoffen, damit noch mehr Gewinn zu machen.

Microsoft ist sowieso schon eines der reichsten Unternehmen auf der ganzen Welt, und wie es aussieht wollen sie es noch auf Platz Nummer 1 schaffen. Denn Microsoft kauft (so wie zum Beispiel auch Tencent) gerne mal andere Unternehmen auf um noch mehr Geld zu scheffeln. Denn es dreht sich immer alles nur darum irgendwie noch mehr Geld zu bekommen und kein Wunder also, dass auch der Kapitalismus die Videospiel-Industrie fest im Griff hat.

Das hat man auch an den Videospielen in letzter Zeit gemerkt. Der Kapitalismus blüht und User zahlen den Preis dafür. Plötzlich wird man in Games genauso nervig mit NFTs überschwemmt wie auf Instagram mit Product Placements (und wenn nicht, dann machen sich die Spieler trotzdem gerade große Sorgen, dass genau das bald passieren wird).

Wie geht es für Activision Blizzard und Microsoft weiter?

Mit der Übernahme von Microsoft fragt man sich natürlich auch, inwiefern das die Produkte bzw. Spiele verändern wird. Mit dem Geld könnte man einiges Positives bewirken, wie zum Beispiel mehr in die Ligen und die Events zu investieren – was auch den Usern zugutekommen würde. Das Geld könnte man zum Beispiel dafür verwenden, Turniere oder Events besser zu organisieren, die ja in letzter Zeit unter Corona ziemlich gelitten haben.

Man könnte sich auch zum Beispiel mehr auf Call of Duty konzentrieren, ein Spiel das neben Cheatern auch noch jede Menge Bugs hat, die die Community schon seit langem nerven. Mit der Übernahme könnten evtl. auch wieder Sponsoren zurückkommen, einfach aus dem Grund weil Microsoft viel “vertrauenswürdiger” wirkt als Activision Blizzard, deren Ruf letztes Jahr schneller unterging als die Titanic.

Kotick bleibt weiterhin dabei

Kotick ist auch unter Microsoft wieder der Big Boss und das trotz seiner zahlreichen Skandale. Vor der Übernahme hatte er sich mit seinem PR Team zusammengesetzt um uns eine seiner bekannte lauwarmen Standard-Statements zu liefern: “Wir beschäftigen uns mit unseren kulturellen Problemen und machen dabei große Fortschritte.”

Dass ausgerechnet so einem Menschen wie Bobby Kotick das Geld in Tonnen (wortwörtlich Tonnen, stellt euch mal vor wieviel 70 Milliarden Dollar wohl wiegen) hinterher geworfen wird ist einfach nur frustrierend. In die Kategorie Gutmensch fällt er nämlich ganz sicher nicht. Mit der Übernahme ist Mr. Informationen-Verstecker nochmal deutlich reicher geworden. Es ist ja nicht so, als ob er nicht schon früher wie Dagobert Duck in seinem Geldspeicher in den Münzen gebadet hat, aber jetzt ist er wirklich stinkreich. Anscheinend liegt sein Networth momentan bei 8 Milliarden Dollar.

Theoretisch kann er sein Leben auf einer sonnigen Dachterrasse in einer seiner Villen auf Hawaii verbringen und das gute Leben genießen, während er davor sexuelle Belästigungen innerhalb der Firma schön unter den Teppich gekehrt hat von denen die Investoren nichts mitbekommen sollten. Er handelte also u.a. aus Geldgier. Während er seine Leute unterbezahlt hat. Die sich definitiv keine Villa auf Hawaii leisten können.