Square Enix will beim PC-Port von Final Fantasy VII Revelation nachbessern. Spieldirektor Naoki Hamaguchi hat gegenüber Wccftech erklärt, man verfolge das Ziel, dass die PC-Fassung deutlich flüssiger laufe als Final Fantasy VII Rebirth. An den empfohlenen Systemanforderungen arbeite das Team noch.
Auf die Frage nach Unterstützung für Nvidias DLSS 5 legte er sich nicht fest und verwies auf künftige Ankündigungen.
Warum die Frage überhaupt gestellt wird
Der Hintergrund ist unangenehm. Sowohl Final Fantasy VII Remake als auch Rebirth litten auf dem PC unter Rucklern, die sich über den gesamten Spielverlauf zogen. In beiden Fällen waren es letztlich Modder, die die Leistung so weit in den Griff bekamen, wie es von außen möglich war.
Für den Abschluss der Trilogie ist das eine Hypothek. Wer die ersten beiden Teile auf dem PC gespielt hat, wird bei Teil drei zwangsläufig genauer hinsehen.
Erschwerend kommt hinzu, dass Revelation weiterhin auf der Unreal Engine 4 läuft. Hamaguchi hat diese Entscheidung damit begründet, den bestehenden Arbeitsablauf beibehalten und das Spiel möglichst schnell veröffentlichen zu wollen. Aus geschäftlicher wie aus Spielersicht sei ein zügiges Erscheinen die beste Lösung.
Das beschleunigt die Entwicklung, bedeutet aber auch, dass eine offene Welt dieser Größenordnung auf einer Engine läuft, deren Nachfolger seit Jahren verfügbar ist.
Wie die Mehrplattform-Entwicklung abläuft
Interessanter als die DLSS-Frage ist, was Hamaguchi über den Entwicklungsablauf sagt, denn hier weicht seine Darstellung von der verbreiteten Annahme ab.
Die Hauptentwicklung findet nach seinen Angaben zuerst auf PC und PlayStation 5 statt, weil das Team mit diesen Plattformen am vertrautesten ist. Parallel dazu arbeitet ein eigenes Portierungsteam. Dessen Aufgabe ist es, die auf PC und PS5 erstellten Inhalte für schwächere Systeme anzupassen, also über Texturen, Polygonzahl, Schattierungsgrad und den möglichen Optimierungsumfang zu entscheiden.
Entscheidend ist die Vorgabe dahinter: Das Hauptteam soll ausdrücklich keine Abstriche machen, nur weil später auf schwächere Plattformen portiert wird. Die Kreativität der Entwickler werde durch die Mehrplattform-Veröffentlichung nicht eingeschränkt, weil das Portierungsteam wisse, was es tue.
Für die Switch-2-Fassung sei die Erfahrung aus der Portierung von Rebirth ausgesprochen hilfreich gewesen. Eine offene Welt dieser Art auf ein tragbares Gerät zu bringen, bezeichnet Hamaguchi als alles andere als leichte Aufgabe.
Die Eckdaten zum Spiel
| Angabe | Details |
|---|---|
| Erscheinungstermin | 8. April 2027 |
| Plattformen | PlayStation 5, Xbox Series X und S, Switch 2, PC |
| PC-Vertrieb | Steam, Epic Games Store, Xbox on PC |
| Engine | Unreal Engine 4 |
| Besonderheit | erscheint zum 30-jährigen Jubiläum von Final Fantasy VII |
| Erweiterungen | zwei Story-DLCs zwischen Winter 2027 und Frühjahr 2028 |
Alle Fassungen erscheinen gleichzeitig. Die physische Switch-2-Ausgabe ist mit 130 GB angegeben und als Game-Key-Card ausgeführt, das Modul enthält also nicht das vollständige Spiel. Square Enix weist zudem darauf hin, dass sämtliche Handelsfassungen eine Internetverbindung zum Nachladen zusätzlicher Daten benötigen.
Die beiden Story-Erweiterungen sollen die Geschichten von Sephiroth und Vincent vertiefen. Hamaguchi begründete die frühe Ankündigung damit, dass man die Pläne lieber vor dem Erscheinen des Hauptspiels offenlegen wolle als danach.
Was das für PC-Spieler bedeutet
Die nüchterne Zusammenfassung lautet: Es gibt eine Absichtserklärung, aber keine Zusage.
Hamaguchi nennt weder konkrete Bildraten noch Systemanforderungen, und die Frage nach DLSS 5 hat er bewusst offengelassen. Positiv zu werten ist, dass die Hauptentwicklung tatsächlich auf dem PC stattfindet und die Fassung damit nicht als nachgereichte Portierung entsteht, wie es bei Rebirth der Fall war.
Ob das reicht, entscheidet sich an einem Punkt, den keine Absichtserklärung vorwegnehmen kann: der Kompilierung von Shadern. Genau daran scheiterten beide Vorgänger, und genau dort werden Tester im April 2027 zuerst hinschauen.
Bis dahin bleibt reichlich Zeit für die Systemanforderungen, die Square Enix noch nicht veröffentlicht hat.

