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Final Fantasy 7: Ever Crisis wird endgültig abgeschaltet

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Für Final Fantasy VII: Ever Crisis bleiben nur noch wenige Tage. Square Enix beendet den Betrieb des Free-to-Play-Rollenspiels am 7. Oktober 2026 um 08:00 Uhr deutscher Zeit. Danach werden die Server abgeschaltet und das Spiel ist nicht mehr nutzbar. Damit endet Ever Crisis gut drei Jahre nach seinem ursprünglichen Start auf Android und iOS.

Square Enix hatte die Einstellung bereits im Juli angekündigt und erklärt, dass es langfristig nicht mehr möglich sei, den Spielern die gewünschte Qualität und Erfahrung zu bieten. Bis zum letzten Tag sollen weiterhin Inhalte und Veranstaltungen verfügbar bleiben.

Von der Abschaltung betroffen sind sowohl die mobilen Versionen als auch die PC-Fassung über Steam.

Server gehen am 7. Oktober um 08:00 Uhr offline

Die offizielle Angabe von Square Enix lautet auf den 6. Oktober um 23:00 Uhr PDT.

Für Deutschland fällt die Abschaltung durch die Zeitverschiebung auf:

7. Oktober 2026, 08:00 Uhr MESZ.

Ab diesem Zeitpunkt endet der Dienst vollständig.

Da Ever Crisis als dauerhaft mit seinen Servern verbundenes Free-to-Play-Spiel entwickelt wurde, gibt es nach der Einstellung keinen normalen Einzelspielerbetrieb.

Eine Offline-Version hat Square Enix bislang nicht angekündigt.

Damit verschwindet ein großer Teil der speziell für Ever Crisis produzierten Inhalte zumindest vorerst vollständig.

Ever Crisis startete 2023

Final Fantasy VII: Ever Crisis erschien zunächst am 7. September 2023 für Android und iOS.

Die Steam-Version folgte einige Monate später im Dezember.

Das Spiel sollte eine alternative Möglichkeit bieten, die umfangreiche Geschichte rund um Final Fantasy VII zu erleben.

Dafür wurden bekannte Ereignisse aus verschiedenen Teilen des FF7-Universums neu aufbereitet und mit zusätzlichen Geschichten kombiniert.

Im Mittelpunkt standen natürlich Cloud, Tifa, Aerith, Zack und Sephiroth.

Gleichzeitig nutzte Square Enix Ever Crisis aber auch, um Figuren und Ereignisse genauer zu behandeln, die in den ursprünglichen Spielen nur begrenzt vorkamen.

Besonders der junge Sephiroth spielte eine wichtige Rolle

Ein wichtiger Teil von Ever Crisis war die zusätzliche Hintergrundgeschichte rund um Sephiroth.

Das Spiel beschäftigte sich mit seiner Vergangenheit und führte unter anderem Glenn, Matt und Lucia ein.

Diese Figuren blieben nicht vollständig auf Ever Crisis beschränkt. Teile der dort entwickelten Geschichte und Charaktere wurden später auch für andere Projekte innerhalb des Final-Fantasy-VII-Universums relevant.

Square Enix bezeichnete Ever Crisis selbst als eine Art „weitere Möglichkeit eines Remakes“.

Die Idee bestand darin, bekannte Geschichten neu zu erzählen und gleichzeitig zusätzliche Kapitel einzubauen.

Free-to-Play mit Gacha-System

Spielerisch kombinierte Ever Crisis klassische Rollenspielelemente mit einem für mobile Free-to-Play-Spiele typischen Fortschritts- und Gacha-System.

Spieler sammelten unter anderem:

  • Waffen
  • Ausrüstung
  • Charakterverbesserungen
  • Kostüme
  • Materialien

Neue Waffen und andere Inhalte konnten teilweise über Ziehungen freigeschaltet werden.

Diese Struktur sorgte bereits seit dem Start für unterschiedliche Reaktionen.

Während die neu erzählten Geschichten und die Präsentation bei vielen Fans gut ankamen, wurde das Monetarisierungsmodell immer wieder kritisiert.

Red Crystals können nicht mehr gekauft werden

Bereits mit der Bekanntgabe der Einstellung im Juli stoppte Square Enix den Verkauf der kostenpflichtigen Ingame-Währung Red Crystals.

Bereits vorhandene Red Crystals können noch bis zur Abschaltung verwendet werden.

Nach dem Ende des Dienstes verlieren sie innerhalb des Spiels ihren Nutzen.

Für Spieler in bestimmten Regionen gelten besondere gesetzliche Regelungen bezüglich möglicher Rückerstattungen. Square Enix hat hierzu separate Informationen veröffentlicht.

Für den Großteil der Spieler bedeutet das jedoch vor allem: Wer noch gekaufte Währung besitzt, sollte sie vor der Abschaltung verwenden.

Kein Zugriff mehr nach dem Server-Aus

Besonders bitter ist die Situation für Spieler, die Ever Crisis vor allem wegen seiner Geschichte genutzt haben.

Nach der Abschaltung wird es nach aktuellem Stand keine Möglichkeit geben, die enthaltenen Kapitel einfach offline weiterzuspielen.

Das unterscheidet Live-Service-Spiele grundsätzlich von klassischen Final-Fantasy-Teilen.

Final Fantasy VII, Final Fantasy X oder Final Fantasy XVI lassen sich auch Jahrzehnte später weiterhin starten, solange die passende Hardware beziehungsweise Version vorhanden ist.

Ein vollständig serverabhängiges Spiel kann dagegen praktisch verschwinden, sobald der Betreiber die Infrastruktur abschaltet.

Ever Crisis wird nun eines dieser Beispiele.

Nicht das erste Final-Fantasy-Live-Service-Spiel mit diesem Schicksal

Square Enix hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Online- und Mobile-Spiele der Reihe eingestellt.

Eines der bekannteren Beispiele ist Final Fantasy VII: The First Soldier.

Das Battle-Royale-Spiel erschien 2021 und sollte die Final-Fantasy-VII-Welt mit dem damals äußerst populären Genre verbinden.

Bereits Anfang 2023 wurden die Server wieder abgeschaltet.

Auch Final Fantasy Brave Exvius wurde nach jahrelangem Betrieb eingestellt.

Dass Ever Crisis nun ebenfalls verschwindet, zeigt erneut das grundsätzliche Risiko von Live-Service-Spielen: Selbst mehrere Millionen Downloads garantieren nicht, dass ein Titel dauerhaft verfügbar bleibt.

Final Fantasy XI und XIV laufen dagegen weiter

Nicht alle Online-Projekte von Square Enix haben solche Probleme.

Final Fantasy XI läuft mittlerweile seit mehr als zwei Jahrzehnten und besitzt weiterhin eine aktive Community.

Noch bedeutender ist Final Fantasy XIV, das zu den erfolgreichsten MMORPGs der Welt gehört und weiterhin regelmäßig neue Erweiterungen und Aktualisierungen bekommt.

Der Unterschied liegt vor allem darin, ob ein Spiel langfristig genügend aktive Spieler bindet, um Entwicklung und Serverbetrieb wirtschaftlich zu rechtfertigen.

Ever Crisis scheint diese Voraussetzung langfristig nicht mehr erfüllt zu haben.

Square Enix nennt allerdings keine konkreten Spielerzahlen oder finanziellen Kennzahlen als Grund für die Einstellung.

Final Fantasy Resonance folgt wenige Wochen später

Für Final-Fantasy-Fans gibt es im Oktober trotz des Abschieds von Ever Crisis auch einen großen Neustart.

Am 22. Oktober 2026 erscheint Final Fantasy Resonance.

Das neue Spiel setzt erneut auf zahlreiche bekannte Charaktere aus der Geschichte der Reihe und soll Fans verschiedener Final-Fantasy-Generationen zusammenbringen.

Ever Crisis erreicht diesen Termin jedoch nicht mehr.

Am 7. Oktober um 08:00 Uhr deutscher Zeit endet Final Fantasy VII: Ever Crisis endgültig.

Wer noch einmal seine Charaktere, Geschichten oder freigeschalteten Inhalte sehen möchte, hat damit nur noch wenige Tage Zeit. Danach wird eines der umfangreicheren digitalen Nebenprojekte des Final-Fantasy-VII-Universums nach gut drei Jahren vollständig vom Netz genommen.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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