Der kooperative Dungeon-Crawler von Antediluvian Interactive ist seit dem 6. August kostenlos anspielbar. Die Wertungen fallen gemischt aus, und ausgerechnet der Schwierigkeitsgrad steht im Zentrum der Kritik.
Antediluvian Interactive hat für Expedition: Into Darkness ein Einsteiger-Video veröffentlicht, das die Grundlagen des Spiels erklärt. Es richtet sich an alle, die die kostenlose Demo noch nicht kennen oder vor einem ernsthaften Durchgang wissen wollen, worauf sie sich einlassen. Ergänzend hat das Studio eine Übersicht der Standard-Tastenbelegung nachgereicht.
Der Anlass ist naheliegend: Die Demo läuft seit dem 6. August auf Steam, und die Rückmeldungen sind durchwachsen. Von bislang rund 460 Nutzerwertungen fallen etwa zwei Drittel positiv aus – für eine kostenlose Demo ist das kein glänzender Wert.
Was das Spiel eigentlich ist
Expedition: Into Darkness ist ein Extraction-Looter im mittelalterlichen Gewand, gespielt aus der Verfolgerperspektive. Ihr steigt in verwinkelte Ruinen hinab, sammelt ein, was ihr tragen könnt, und müsst rechtzeitig wieder herauskommen. Je tiefer, desto wertvoller die Beute – und desto größer das Risiko.
Der Haken ist die Konsequenz. Wer stirbt, verliert die Figur samt aller mitgeführten Ausrüstung. Was im Lager zurückgelassen wurde, bleibt erhalten. Das Lager selbst ist ein eigenes Fortschrittssystem: Gebäude lassen sich errichten und ausbauen und schalten Vorteile für die Figur frei. Dazu kommen ein vollständiges Handwerkssystem, weitreichende Ausrüstungsanpassung und ein Auftragssystem über Figuren im Lager.
Gespielt wird allein oder mit bis zu vier Mitstreitern. Die Demo enthält zwei große Karten und die vollständigen Handwerks- und Anpassungssysteme.
Der Streitpunkt: zu einfach
Interessanterweise entzündet sich die Kritik nicht daran, dass das Spiel zu hart wäre. In der Steam-Community findet sich das gegenteilige Argument: Das Spiel sei deutlich zu leicht, Gegner ließen sich mühelos ausschalten, insbesondere die Skelette taugten kaum als Widerstand und machten die Erkundung zu einer risikofreien Beutetour.
Das ist für ein Genre, das seine Spannung aus dem Verlustrisiko zieht, ein grundlegender Einwand. Ein Extraction-Looter, bei dem die Extraktion keine Nervenprobe ist, verliert seinen Kern. Ob das Studio nachschärft, ist offen – die Demo ist ausdrücklich als Testlauf gedacht, und genau dafür sind solche Rückmeldungen da.
Optisch und atmosphärisch bewegt sich der Titel zwischen düsterem Dungeon-Crawler und behäbigem, schwerem Nahkampf. Vergleiche mit Diablo einerseits und den Souls-Spielen andererseits liegen nahe, treffen den Kern aber nur halb: Die Bedrohung entsteht weniger aus Gegnerdesign als aus dem, was man beim Sterben verliert.
Erscheinungstermin
Die Vollversion soll im vierten Quartal 2026 für PC erscheinen. Die Demo bleibt bis dahin kostenlos auf Steam verfügbar, das Einsteiger-Video ist über den YouTube-Kanal des Studios abrufbar.


