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EWC-Qualifier: Liquid, 100 Thieves und BC.Game im selben Ast

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Der Playoff-Baum des CS2 Esports World Cup 2026 Open Qualifiers steht fest – und ausgerechnet Team Liquid, 100 Thieves und BC.Game hat es in denselben Abschnitt des Brackets verschlagen. Gemeinsam mit FOKUS und vier weiteren Teams kämpfen sie am 9. August in Paris um nur einen einzigen Startplatz für das EWC-Hauptevent. Eine Niederlage bedeutet sofort das Aus.

Insgesamt haben 32 Mannschaften die Gruppenphase überstanden. Die Playoffs werden komplett im K.-o.-System und im Best-of-three-Format gespielt. Vier Teams werden am Ende des Tages übrig bleiben und sich für das große CS2-Turnier des Esports World Cup qualifizieren.

Liquid, 100 Thieves und BC.Game können nicht alle weiterkommen

Besonders hart ist der untere Abschnitt des Turnierbaums besetzt. Dort befinden sich gleich mehrere Namen, die realistische Chancen auf einen Platz beim Hauptevent haben.

Liquid eröffnet seine Playoffs gegen 1win. Bei einem Sieg könnte anschließend FOKUS warten, sofern das deutsche Team sein Auftaktmatch gegen Acend gewinnt.

Auf der anderen Seite dieses Bracket-Abschnitts spielt BC.Game gegen OG, während 100 Thieves auf INFINITE trifft.

Damit steht bereits vor der ersten Runde fest: Von diesen acht Mannschaften kann nur eine das EWC-Ticket lösen.

TeamGegner in der Runde der letzten 32
Team Liquid1win
FOKUSAcend
BC.GameOG
100 ThievesINFINITE

Sollten sich die Favoriten durchsetzen, könnten bereits in der zweiten Runde äußerst hochkarätige Begegnungen entstehen. Spätestens im entscheidenden Qualifikationsmatch bleibt aus diesem Abschnitt jedoch nur noch ein Team übrig.

Für Liquid beginnt der Weg gegen 1win

Team Liquid bekommt es zunächst mit 1win zu tun.

Auf dem Papier gehört Liquid zu den bekanntesten Organisationen des gesamten Teilnehmerfeldes. In einem offenen Qualifier hilft Reputation allerdings wenig: Durch das Single-Elimination-Format kann bereits eine schlechte Serie das komplette Turnier beenden.

Ein Sieg würde Liquid in die nächste Runde bringen, wo der Gewinner aus FOKUS gegen Acend wartet.

Damit könnte sich bereits dort ein deutlich anspruchsvolleres Match entwickeln. FOKUS hat sich durch die Gruppenphase gespielt und benötigt ebenfalls nur drei Siege, um das Hauptevent zu erreichen.

BC.Game trifft direkt auf OG

Auch BC.Game hat keinen einfachen Start erwischt.

Der Kader trifft in der ersten Playoff-Runde auf OG. Beide Teams gehören zu den bekanntesten Namen ihres Bracket-Bereichs und müssen unmittelbar um das Weiterkommen kämpfen.

Der Gewinner dieser Begegnung könnte anschließend auf 100 Thieves treffen, sofern die nordamerikanische Organisation ihr Match gegen INFINITE gewinnt.

Damit könnte es bereits im Achtelfinale zu BC.Game gegen 100 Thieves kommen.

Genau diese Konstellation macht den unteren Bracket-Ast besonders gefährlich. Selbst Teams, die in anderen Bereichen des Turnierbaums möglicherweise als Favoriten gelten würden, eliminieren sich hier zwangsläufig gegenseitig.

Auch HEROIC, Fnatic und BIG stehen vor entscheidenden Serien

Abseits des besonders stark besetzten Liquid-Abschnitts gibt es weitere interessante Begegnungen.

HEROIC trifft auf ASTRAL, während Fnatic gegen Fluxo startet. Virtus.pro bekommt es mit Sashi zu tun.

Für deutsche Fans dürfte vor allem das Match zwischen Eternal Fire und BIG interessant sein. Auch hier gilt: Eine einzige verlorene Best-of-three-Serie beendet den Traum vom EWC.

Zu den wichtigsten Begegnungen der Runde der letzten 32 gehören:

  • Team Liquid gegen 1win
  • 100 Thieves gegen INFINITE
  • BC.Game gegen OG
  • FOKUS gegen Acend
  • HEROIC gegen ASTRAL
  • Fnatic gegen Fluxo
  • Virtus.pro gegen Sashi
  • Eternal Fire gegen BIG
  • NRG gegen Phantom
  • SAW gegen K27
  • SINNERS gegen EYEBALLERS
  • 9INE gegen HOTU

Die tatsächliche Schwierigkeit einzelner Wege dürfte sich allerdings erst zeigen, sobald die ersten Favoriten ausgeschieden sind.

Drei Siege trennen die Teams vom Esports World Cup

Für die 32 verbliebenen Mannschaften ist die Rechnung einfach: Wer drei Serien hintereinander gewinnt, fährt zum Esports World Cup.

Die Runde der letzten 32 startet am Sonntag um 11:00 Uhr MESZ. Bereits um 14:00 Uhr folgen die Achtelfinals.

Um 17:00 Uhr stehen schließlich die vier entscheidenden Qualifikationsserien an.

PhaseStartzeit am 9. August
Runde der letzten 3211:00 Uhr MESZ
Achtelfinale14:00 Uhr MESZ
Qualifikationsspiele17:00 Uhr MESZ
FormatSingle Elimination, Best of Three
EWC-Tickets4

Damit wird der komplette Playoff-Tag innerhalb weniger Stunden entschieden.

Für die Spieler bedeutet das eine hohe Belastung. Wer bis ins entscheidende Match kommt, muss möglicherweise drei Best-of-three-Serien an einem einzigen Tag bestreiten.

Keine zweite Chance mehr

Während die Gruppenphase noch im Double-Elimination-System ausgetragen wurde, gibt es in den Playoffs kein Lower Bracket.

Jede Niederlage ist endgültig.

Das erhöht die Gefahr von Überraschungen erheblich. Ein schlechter Map-Pick, eine verlorene Pistolenrunde zur falschen Zeit oder ein starker Lauf des Gegners kann genügen, um ein deutlich höher eingeschätztes Team aus dem Qualifier zu werfen.

Gerade Mannschaften wie Liquid, BC.Game oder 100 Thieves stehen deshalb unter Druck. Ein Ausscheiden würde nicht nur das Preisgeld kosten, sondern vor allem die Teilnahme am deutlich wichtigeren EWC-Hauptevent verhindern.

Vier Tickets für das große CS2-Turnier

Der Open Qualifier läuft vom 7. bis 9. August in Paris und dient als letzter offener Weg in das CS2-Hauptevent des Esports World Cup 2026.

In der Gruppenphase wurden die Teams auf 16 Double-Elimination-Gruppen verteilt. Jeweils zwei Mannschaften erreichten die Playoffs, wodurch das Feld auf 32 Teilnehmer reduziert wurde.

Nun wird der Turnierbaum so lange halbiert, bis vier Gewinner feststehen.

Jeder dieser vier Sieger erhält einen Startplatz beim Esports World Cup.

Zusätzlich verfügt der Qualifier über einen Preispool von insgesamt 100.000 US-Dollar.

Für Tier-2-Teams steht besonders viel auf dem Spiel

Für große Organisationen geht es beim Qualifier um Prestige und die Teilnahme an einem internationalen Top-Event. Für kleinere Teams kann der heutige Tag noch wesentlich mehr bedeuten.

Ein EWC-Ticket bringt Spiele gegen internationale Spitzenmannschaften, zusätzliche Reichweite und eine Bühne, die viele der Teilnehmer während der regulären Saison nur selten bekommen.

Ein einziger erfolgreicher Qualifier kann deshalb auch den Marktwert eines Kaders erheblich verändern.

Gerade vereinslose oder kleinere Teams können sich damit für größere Organisationen interessant machen.

Das erklärt auch, warum der offene Qualifier trotz der teilweise extrem unterschiedlichen Leistungsniveaus so attraktiv ist.

Der härteste Weg führt über Liquid, BC.Game und 100 Thieves

Der Turnierbaum sorgt dafür, dass heute mehrere bekannte Teams deutlich früher aufeinandertreffen könnten, als es ihnen lieb sein dürfte.

Liquid muss zunächst 1win ausschalten. BC.Game und OG nehmen sich direkt gegenseitig aus dem Turnier. 100 Thieves wartet im Nachbar-Match, während FOKUS ebenfalls in demselben Abschnitt um seine Chance kämpft.

Am Ende kann nur einer dieser acht Namen übrig bleiben.

Ab 11:00 Uhr beginnt die erste Runde. Spätestens um 17:00 Uhr wird entschieden, ob Liquid, 100 Thieves, BC.Game oder möglicherweise ein Außenseiter aus diesem hochkarätigen Bracket-Bereich das Ticket für den Esports World Cup löst.

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Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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