Die EWC 2026 in Paris erlebte gestern ihren ersten großen Schockmoment. Zwei der bekanntesten Teams aus dem pazifischen Raum verließen das Turnier vorzeitig. Paper Rex und Rex Regum Qeon schieden bereits in der Gruppenphase aus.
Für viele Fans war dieses Ergebnis schlicht unvorstellbar. Beide Organisationen galten vor dem Start als ernsthafte Titelanwärter. Stattdessen beenden sie das Turnier auf den Plätzen 13 bis 16. Die Paris Expo Porte de Versailles wird diese Teams so schnell nicht vergessen.
Paper Rex scheitert trotz Favoritenrolle
Paper Rex reiste mit enormen Erwartungen nach Paris. Kurz zuvor belegten sie beim Masters-Turnier in London den zweiten Platz. Diese Form ließ auf ein starkes Abschneiden bei der EWC 2026 hoffen. Doch der Auftritt in Frankreich enttäuschte auf ganzer Linie. Das Team gewann in der gesamten Gruppenphase keine einzige Partie.
Das erste Spiel in Gruppe B verlief zunächst vielversprechend. Paper Rex bezwang NRG auf Fracture klar mit 13 zu 9. Danach brach die Mannschaft jedoch komplett ein. Auf Lotus dominierten die Amerikaner das Geschehen und gewannen mit 13 zu 5. Schließlich entschied NRG auch die dritte Karte Breeze knapp mit 13 zu 10 für sich.
Paper Rex rutscht wegen NRG ins Ausscheidungsspiel
Infolgedessen rutschte Paper Rex direkt ins Ausscheidungsspiel. Dort wartete Karmine Corp aus Frankreich. Eigentlich galt KC in dieser Paarung als klarer Außenseiter. Vor dem heimischen Publikum wuchsen die Franzosen jedoch über sich hinaus. Paper Rex holte zwar die erste Karte Sunset mit 13 zu 11. Danach drehten die Gastgeber aber das Spiel komplett. Karmine Corp gewann Fracture mit 13 zu 9 und dann auch Lotus mit 13 zu 7. Damit war das frühe Aus für Paper Rex bei der EWC 2026 besiegelt.
Besonders die Leistungen der Stars f0rsakeN und d4v41 enttäuschten. Beide Spieler beendeten das Turnier mit einem schwachen Rating von 0,97. Dieses Niveau entspricht nicht ihren gewohnten Fähigkeiten. Die mangelnde Flexibilität bei den Agenten-Kompositionen verschärfte die Probleme zusätzlich.
Tabelle 1: Spielergebnisse von Paper Rex bei der EWC 2026
| Gegner | Ergebnis | Karten | Kartenergebnisse |
| NRG | 1:2 | Fracture / Lotus / Breeze | 13:9 / 5:13 / 10:13 |
| Karmine Corp | 1:2 | Sunset / Fracture / Lotus | 13:11 / 9:13 / 7:13 |
RRQ findet keine Antwort auf die Weltelite
Ähnlich bitter verlief die EWC 2026 für die indonesische Organisation RRQ. In Gruppe A traf das Team zunächst auf 100 Thieves. Schon früh zeigte sich ein deutlicher Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften. Auf Ascent hielt RRQ noch einigermaßen mit und verlor knapp mit 10 zu 13. Auf Breeze wurde die Partie jedoch zur Demonstration. 100 Thieves gewann diese Karte souverän mit 13 zu 5.
Danach blieb RRQ nur noch eine letzte Chance auf den Turnierverbleib. Im Ausscheidungsspiel wartete EDward Gaming aus China. Auch dieser Gegner erwies sich als zu stark für die Indonesier. EDG gewann die erste Karte Ascent deutlich mit 13 zu 5. Auf Breeze kämpfte RRQ zwar bis zum Ende. Dennoch setzten sich die Chinesen knapp mit 13 zu 11 durch. Damit endete die Reise von RRQ bei der EWC 2026 ohne einen einzigen Map-Sieg.
Tabelle 2: Spielergebnisse von RRQ bei der EWC 2026
| Gegner | Ergebnis | Karten | Kartenergebnisse |
| 100 Thieves | 0:2 | Ascent / Breeze | 10:13 / 5:13 |
| EDward Gaming | 0:2 | Ascent / Breeze | 5:13 / 11:13 |
Die Statistiken verdeutlichen das Ausmaß des Scheiterns. RRQ holte in vier gespielten Karten keinen einzigen Sieg. Das zeigt, wie groß der Abstand zur Weltspitze derzeit ist.
Die wichtigsten Schwächen beider Teams
Sowohl Paper Rex als auch RRQ zeigten bei der EWC 2026 ähnliche Probleme. Diese Schwächen erklären das frühe Ausscheiden der pazifischen Vertreter:
- Fehlende Flexibilität: Beide Teams setzten auf starre Agenten-Kompositionen. Gegner konnten sich daher sehr gut vorbereiten und anpassen.
- Schwacher Mittelteil: Nach guten Auftaktphasen brachen beide Mannschaften regelmäßig ein. Die nötige Konstanz über mehrere Karten fehlte vollständig.
- Mentale Stärke: Besonders in entscheidenden Momenten wirkte Paper Rex psychisch erschöpft. Auf Lotus gegen Karmine Corp fanden sie zu keiner Zeit eine Antwort.
Dabei war individuelles Talent bei beiden Teams durchaus vorhanden. Doch in Paris reichte persönliche Klasse allein nicht mehr aus. Die Konkurrenz aus Europa und Amerika präsentierte sich taktisch deutlich ausgereifter.
EMEA und Amerika dominieren das Turnier
Während die pazifischen Teams leiden, feiern andere Regionen große Erfolge bei der EWC 2026. Besonders die europäischen Vertreter zeigen eine beeindruckende Geschlossenheit. Vier von fünf EMEA-Teams stehen im Viertelfinale. Team Vitality und Team Heretics führen das Feld dabei souverän an.
Auch die nordamerikanischen Teams überzeugen auf ganzer Linie. Neben 100 Thieves qualifizierten sich zudem NRG und MIBR für die Playoff-Runde. Besonders MIBR gilt nach dem Sieg über Global Esports als Geheimfavorit. Mit Spielern wie zekken und aspas im Kader ist für die Brasilianer vieles möglich.
Das Niveau bei der EWC 2026 ist insgesamt außergewöhnlich hoch. Taktisch ausgefeilte Spielsysteme setzen sich gegen reines Einzelkönnen durch. Das beweisen die Ergebnisse der Gruppenphase eindrücklich.
Die Viertelfinal-Begegnungen im Überblick
Ab heute starten bei der EWC 2026 die heißen Playoff-Matches. Die verbliebenen acht Teams kämpfen um den Löwenanteil des Preispools. Insgesamt schüttet das Turnier zwei Millionen US-Dollar aus. Der Sieger erhält allein 600.000 US-Dollar. Dagegen nehmen Paper Rex und RRQ lediglich jeweils 55.000 US-Dollar mit nach Hause.
Die Viertelfinal-Begegnungen bei der EWC 2026:
- Heute (9. Juli): Team Heretics gegen BBL Esports
- Heute (9. Juli): Gentle Mates gegen NRG
- Morgen (10. Juli): Team Vitality gegen Nongshim RedForce
- Morgen (10. Juli): 100 Thieves gegen MIBR
Besonders das Duell zwischen Team Vitality und Nongshim RedForce zieht viel Aufmerksamkeit auf sich. Beide Mannschaften gaben bisher noch keine einzige Karte im Turnier ab. Viele Beobachter sehen in diesem Match bereits das vorzeitige Finale der EWC 2026. Die Atmosphäre in der großen Arena dürfte dabei ohrenbetäubend werden.
Auch das Aufeinandertreffen zwischen 100 Thieves und MIBR verspricht höchste Spannung. 100 Thieves zeigte gegen RRQ eine dominante Leistung. MIBR hingegen überraschte mit einer starken Offensive in der Gruppenphase. Dieser Kampf könnte der Kracher des heutigen Spieltags werden.
Die Konsequenzen für die pazifische Region
Das frühe Aus hat weitreichende Folgen für beide Organisationen. Paper Rex und RRQ müssen nun die Heimreise antreten und intensiv analysieren. Dabei steht besonders die taktische Vorbereitung auf dem Prüfstand. Die mangelnde Anpassungsfähigkeit war der entscheidende Schwachpunkt beider Teams.
Zuvor galten beide Organisationen als gesetzte Favoriten für internationale Turniere. Nun müssen sie sich über die regionalen Ligen neu beweisen. Die kommende Saison im pazifischen Raum wird dadurch besonders hart umkämpft sein. Beide Teams wollen ein solches Debakel keinesfalls ein zweites Mal erleben.
Infolgedessen wird der Druck auf die Trainer- und Analyseteams deutlich steigen. Neue Strategien und mehr Flexibilität bei den Agenten-Auswahlen sind zwingend notwendig. Nur so können Paper Rex und RRQ in Zukunft wieder auf internationalem Niveau mithalten.
Paris bleibt ein Fest für Esports-Fans
Das frühe Ausscheiden bekannter Namen trübt das Gesamtbild der EWC 2026 kaum. Paris liefert weiterhin ein hochklassiges Turnier mit begeisternden Matches. Die Fans in der Halle sorgen bei jedem Spiel für eine elektrisierende Stimmung. Besonders bei den Partien der französischen Teams wie Gentle Mates bebt das gesamte Gebäude.
Die verbleibenden Teams zeigen, dass Valorant auf diesem Niveau unglaublich spektakulär ist. Jeder Kader bringt einen eigenen Stil und eigene taktische Stärken mit. Das macht die EWC 2026 zu einem echten Schaufenster des globalen Esports.
Was das Ausscheiden für die EWC 2026 bedeutet
Das Aus von Paper Rex und RRQ bei der EWC 2026 markiert eine klare Verschiebung der Kräfteverhältnisse. Europa und Amerika beherrschen derzeit das internationale Valorant-Geschehen. Die pazifische Region muss ihre Hausaufgaben machen, um wieder den Anschluss zu finden.
Beide Teams tragen viel Verantwortung gegenüber ihren Fans und Unterstützern. Ein Turnier auf diesem Niveau bietet gleichzeitig wertvolle Erkenntnisse für die Zukunft. Wer die Fehler analysiert und daraus lernt, wird gestärkt zurückkehren. Die EWC 2026 ist für Paper Rex und RRQ beendet. Doch Paris hat gezeigt, wohin die Reise im internationalen Valorant gehen muss.
