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Esports World Cup 2026 zieht nach Paris – ins Paris Expo Porte de Versailles

Autoren-Bild Jonas Teichmann Mai 29, 2026

Die Esports Foundation hat den neuen Austragungsort für den Esports World Cup 2026 bestätigt: das Paris Expo Porte de Versailles, einer der größten Messekomplexe Frankreichs. Der Umzug aus Riad ist eine direkte Folge der Sicherheitslage im Nahen Osten. Tickets gehen ab dem 29. Mai in den Verkauf.

Vom Riad nach Paris

Ursprünglich war der EWC 2026 für Riad geplant. Die Esports Foundation sah sich jedoch gezwungen, das Event zu verlegen: Riad und der King Khalid International Airport wurden Anfang 2026 im Rahmen des Konflikts rund um den Iran wiederholt von Drohnen- und Raketenangriffen getroffen, mehrere Fluggesellschaften reduzierten oder stoppten ihre Verbindungen. Bei über 2.000 erwarteten Spielern und Staff-Mitgliedern aus mehr als 100 Ländern stuften die Organisatoren den Standort als nicht tragbar ein.

Die Foundation begründete den Schritt mit dem Bedürfnis nach „Klarheit und Stabilität für Spieler, Clubs, Partner und Fans“ – eine Verschiebung sei keine Option gewesen. Der Umzug folgt damit demselben Muster wie die Absage des Formel-1-Grand-Prix von Saudi-Arabien im April 2026.

Auf Social Media kündigte der EWC den Standort mit den Worten an: „Jeder große Moment braucht einen Ort, an dem er stattfinden kann. Hier erwacht EWC Paris zum Leben. Willkommen im Paris Expo Porte de Versailles!“

Eine Location mit Geschichte

Das Paris Expo Porte de Versailles ist mit über 210.000 m Ausstellungsfläche und sieben Hallen der zweitgrößte Messekomplex Frankreichs. Der Ort hat Erfahrung mit Großevents: Er beherbergt seit 2010 die Paris Games Week, war 2025 Austragungsort des TFT Open und diente 2024 als größte Venue der Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris.

Für CS-Fans hat der Standort zusätzliche Symbolkraft: Im Paris Expo Porte de Versailles fand 2014 der Electronic Sports World Cup statt – eines der ikonischen Turniere der Counter-Strike-Geschichte, das damals fnatic gewann.

Die Eckdaten – und eine wichtige Unterscheidung

Hier lohnt eine Präzisierung, weil in der Berichterstattung gern zwei Dinge vermischt werden:

  • Der gesamte EWC 2026 läuft vom 6. Juli bis 23. August 2026 – sieben Wochen, 25 Turniere über 24 Titel, mehr als 2.000 Spieler von über 200 Clubs und ein Rekord-Preispool von 75 Millionen US-Dollar.
  • Das CS2-Turnier ist nur ein Teil davon, mit einem eigenen Preispool von 2 Millionen US-Dollar und 32 Teams. Der genaue CS2-Slot wird unterschiedlich gelistet (offiziell 20.-23. August, HLTV nennt 12.-23. August je nach Turnierstruktur).

Anders gesagt: Die 75 Millionen Dollar und der Juli-August-Zeitraum gehören zum Gesamtfestival, nicht allein zu CS2. Tickets für alle 25 Wettbewerbe gehen ab Freitag, dem 29. Mai, über esportsworldcup.com/tickets in den Verkauf – mit Regular-, Premium- und Daily-Tournament-Pässen.

Ein erzwungener Umzug, der zum Glücksfall werden könnte

Der Wechsel war eine Notlösung aus Sicherheitsgründen – doch er verschafft dem Turnier mehr als nur einen Ersatzstandort. Eine etablierte Olympia- und Messe-Infrastruktur mitten in Paris, eine europäische Zeitzone, die das Broadcasting für den westlichen Markt erleichtert, und eine Location mit echter CS-Historie: Das sind Pluspunkte, die ein Riad-Event so nicht geboten hätte.

Die Esports Foundation betont, dass alle angekündigten Titel, Wettkampfformate und die Gesamtstruktur unverändert bleiben. Lediglich beim Sendeplan ist eine leichte Anpassung an europäische Zeitzonen möglich. Für europäische Fans ist der Umzug damit unterm Strich die deutlich bequemere Variante – ein erzwungener Standortwechsel, der sich als Aufwertung entpuppen könnte.

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Über Jonas Teichmann |

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

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