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Fabio | März 13, 2021

ESL Pro League Gruppe A: BIG verpassen Playoffs

Das deutsche Team begann die EPL mit einer überraschenden Niederlage und konnte sich danach nicht mehr erholen. Stattdessen haben Heroic, Complexity Gaming und FunPlus Phoenix sich für die Playoffs der ESL Pro League Season 13 qualifiziert.

BIG verloren am ersten Tag ein knappes Best-of-Three gegen OG. Anschließend gaben sie ein weiteres 1-2 gegen Heroic ab, konnten danach aber zumindest ein überzeugendes 2-0 gegen Complexity abliefern.

Damit standen sie zum vierten Spieltag weit unten in der Tabelle und mussten zwingenderweise ihre verbleibenden Matches gewinnen, wenn sie noch die Playoffs erreichen wollten. Das gelang ihnen jedoch nicht, denn trotz der starken Leistungen von Johannes “tabseN” Wodarz konnten FunPlus Phoenix mit einem 16-14 auf der letzten Map überleben. An diesem Punkt war die Playoffs-Qualifikation bereits Geschichte. Das ließ die deutschen Spieler auch noch das letzte bisschen Luft verlieren. Mit einem 0-2 gegen Renegades am letzten Spieltag bekleiden sie damit den letzten Platz der Gruppe A.

HEROIC KÜNDIGTEN SICH MIT NEUEM DUO AN

Von Ismail “refrezh” Ali und Rasmus “sjuush” Beck wurde nicht erwartet, dass sie bei ihrem ersten Einsatz für Heroic bereits glänzen. Doch beide konnten das Turnier mit positiven Ratings beenden und auf einigen Maps wahre Star-Performances ablegen. Für die Zukunft des dänischen Teams ist das ein großartiges Zeichen, denn mit mehr Vorbereitung und Arbeit kann das Squad nur noch besser werden.

Ein sauberes 5-0 in der EPL Gruppe A verschaffte ihnen den ersten Platz, womit sie nun in die Play-Ins geschickt werden. Dort müssen sie gegen das beste Team der Gruppe B antreten, um sich direkt für das Halbfinale der Playoffs zu qualifizieren. Andernfalls werden sie nur in das Viertelfinale geschickt. In jedem Fall ist ihnen die Top 6 schon einmal sicher.

SIND COMPLEXITY WIEDER ZURÜCK?

Benjamin “blameF” Bremer und seine Jungs haben ein paar anstrengende Monate hinter sich. Im letzten Jahr fiel Valentin “poizon” Vasilev aus. Seine Abwesenheit spannte sich über mehrere Turniere, doch auch nach seiner Rückkehr lief es nicht gut für Complexity. Das scheint sich nun endlich geändert zu haben.

Auf dem zweiten Platz der EPL Gruppe A haben sie gezeigt, dass sie wieder hochkarätiges CS spielen können. Doch für die Spitze reichte es nicht, auch wenn sie auf der letzten Map gegen Heroic ein 14-16 verbuchen konnten. Im Vergleich mit den Teams aus den anderen Gruppen wird sich jedoch erst zeigen, wie viel Schaden sie wirklich anrichten können.

FPX ÜBERRASCHEN MIT SOLIDER PLATZIERUNG

Als FunPlus Phoenix kurz vor dem Event die zeitweilige Verpflichtung von Miikka “suNny” Kemppi ankündigten, wurden dem Team keine besonders hohen Chancen zugeschrieben. Schließlich waren FPX schon mit Chris “ChrisJ” de Jong nicht besonders gut gefahren und suNny bekam nur wenige Tage Zeit, sich vorzubereiten und seine Strategien einzubringen.

Das alles fiel am Ende aber gar nicht ins Gewicht. Mit Siegen gegen Renegades, BIG und OG erspielten sie sich das 3-2 für den dritten Platz. Nach einem 16-14 auf der letzten Map gegen OG glitten sie haarscharf in den Playoffs-Spot.

WIE STEHEN DIE CHANCEN DIESER TEAMS?

Die Playoffs werden ein neues Kaliber an Gegnern bieten. In den anderen Gruppen lauern Gegner wie Vitality, FaZe, Gambit, NaVi, und Astralis. Heroic scheinen sich mit ihren zwei Neuzugängen bereits wohl zu fühlen, aber dieses Gefühl kann täuschen. Schließlich haben sich die anderen Teams in ihrer Gruppe wirklich nicht in Bestform präsentiert. Hätten BIG ihr Level aus der IEM Global Challenge oder der BLAST Gruppe an den Tag gelegt, wäre der Kampf für die Dänen sicherlich härter geworden.

Complexity und FunPlus Phoenix leiden unter dem gleichen Problem. Wären Squads wie FaZe, Vitality oder Astralis mit von der Partie gewesen, dann wäre ihnen die Qualifikation zu den Playoffs vermutlich niemals geglückt. Also wird sich erst in den Playoffs zeigen, wie viel sie wirklich leisten können und wie viel von ihrem derzeitigen Erfolg durch ein schwächeres Teilnehmerfeld bedingt war.