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ESL bannt Organisationen mit Verbindungen zur russischen Regierungen

Autoren-Bild Andrea Mertens März 3, 2022

Die ESL hat wegen der Invasion von Russland in der Ukraine Sanktionen gegen Teams verhängt, die in Russland ansässig sind. Dazu gehören auch Gambit und Virtus Pro. Diese Organisationen haben „offensichtliche Verbindungen“ zur russischen Regierung und dürfen deswegen nicht mehr bei dem Turnier antreten.

Virtus.pro und Gambit sollen sich „neutral“ präsentieren

Der Russland-Ukraine Krieg hat seine Konsequenzen, auch im Esport. Russische Athleten auf der ganzen Welt werden von Events gebannt, um die russische Regierung unter Druck zu setzen. In CS:Go sind die beiden Organisationen Gambit und Virtus.pro betroffen, denn die ESL hat Sanktionen gegen Teams mit Kontakten nach Russland verhängt.

Keine dieser Organisationen ist Partner der ESL und hat sich über die Weltrangliste der ESL für Wettbewerb qualifiziert. Die ESL hat sich bei den Spielern für die Sanktionen entschuldigt, hofft aber auf deren Verständnis aufgrund der politischen Situation:

„Wir sind uns bewusst, dass die Spieler keine Mitschuld an dieser Situation tragen, und wir glauben nicht, dass es im Sinne des Esports ist, Sanktionen gegen einzelne Spieler zu verhängen. Die Spieler von Virtus.pro und Gambit können daher gerne unter einem neutralen Namen antreten, ohne ihr Land, ihre Organisation oder die Sponsoren ihrer Teams auf ihrer Kleidung oder anderweitig zu repräsentieren.“

Bisher haben sich weder Gambit noch Virtus.pro zu den Sanktionen der ESL geäußert und es ist unklar ob sie diesen Forderungen nachkommen können oder überhaupt wollen. Wie genau so eine neutrale Darstellung dann aussehen sollte ist auch fraglich. Die beiden Teams haben es am vergangenen Wochenende in die Playoffs der IEM Katowice geschafft und sind zwei ernsthafte Anwärter auf den Titel der ESL Pro League Saison 15.

Virtus.pro im Kreuzfeuer

Es ist nicht das erste Mal, dass die Teilnahme von Virtus.pro an einem Event durch den Russland-Krieg beeinträchtigt wird. Am Dienstag behauptete die Organisation, dass ihr gedroht wurde, vom laufenden GAMERS GALAXY Dota 2-Turnier in Dubai disqualifiziert zu werden, weil sie sich nicht in der Öffentlichkeit auf die Seite der Ukraine schlagen wollten – weil es die Organisation von Virtus.pro den Spielern verboten hat. Die ganze Geschichte dazu könnt ihr hier lesen.

Auch andere Veranstalter von CS:GO-Turnieren haben Schritte unternommen, um russische Teams auszuschließen. BLAST hat ebenfalls Organisationen aus Russland die Teilnahme an Veranstaltungen für die absehbare Zukunft untersagt, und Elisa Esports hat vor kurzem dasselbe getan.

Um die Menschen in der Ukraine zu unterstützen, bezahlt die ESL betroffene Mitarbeiter weiterhin.  Mitarbeiter, die sich freiwillig für humanitäre Hilfe engagieren wollen, werden ebenfalls bezahlt freigestellt. Außerdem hat die ESL alle geplanten Wettbewerbe in der CIS-Region pausiert. Sie werden wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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Über Andrea Mertens |

Andrea Mertens ist seit über 15 Jahren als Sportjournalistin tätig und berichtet seit fünf Jahren intensiv über die Welt des Esports. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im klassischen Sportjournalismus bringt sie fundiertes Fachwissen, analytische Kompetenz und ein tiefes Verständnis für Wettkampfstrukturen in ihre Berichterstattung ein.Ihr Fokus liegt auf der Schnittstelle zwischen traditionellem Sport und kompetitivem Gaming. Ob große Turniere, Team-Analysen oder Entwicklungen in der Esports-Szene - Andrea verbindet journalistische Präzision mit Leidenschaft für Gaming-Kultur. Besonders gerne schreibt sie über Titel wie Counter-Strike, League of Legends und Valorant, behält aber auch branchenübergreifende Trends stets im Blick.Durch ihre klare, zugängliche Schreibe macht sie komplexe Themen für ein breites Publikum verständlich und liefert sowohl Einsteigern als auch erfahrenen Fans wertvolle Einblicke. Bei Fragster.de berichtet Andrea über aktuelle News, Hintergründe und die spannendsten Geschichten aus Sport und Esports.

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