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leni | Mai 6, 2022

ESIC suspendiert drei CS:GO-Coaches kurz vor Antwerpen

Die ESIC (Esports Integrity Commission) hat bekannt gegeben, dass sie drei CS:GO-Coaches wegen dem Spectator Bug vorläufig suspendiert haben. Diese Coaches sollten eigentlich am PGL Major Antwerpen teilnehmen.

Die ESIC nannte nicht die Namen der suspendierten Coaches, sondern gab nur an, dass die Coaches den Spectator-Bug benutzt hatten. Einer der Coaches, der wegen dem Bug überführt wurde, darf trotzdem noch am PGL Major teilnehmen und sein Team unterstützen. Um wen es sich genau dabei handelt ist noch unklar.

Mehrere Bugs

Die Untersuchung des Spectator-Bugs ging nur recht langsam von statten, denn es gibt nicht nur eine Version des Bugs, sondern mehrere. Die häufigere Version des Bugs, die von Michal Slowinski vor 2 Jahren entdeckt wurde, wird als “static view” bezeichnet. Wegen diesem Bug wurden 37 CS:GO-Coaches im Herbst vor zwei Jahren gebannt.

Die ESIC bestätigte die Existenz von zwei weiteren Varianten des Fehlers, genannt “free roam” und “third-person”-Bugs. Mittlerweile sind auch schon einihe schockierende Zahlen in Bezug auf den Bug bekannt gegeben worde. Insgesamt waren 84 Coaches von dem ursprünglichen “statischen” Bug betroffen, einschließlich der 37, die zuvor gesperrt worden waren, während 47 von der Third-Person-Variante und 3 von der Free-Roam-Variante betroffen waren.

Die ESIC hat festgestellt, dass die Vorteile der Free-Roam-Variante denen eines “Map-Hacks, Wall-Hacks oder eines anderen Cheats” ähneln. Daher sei diese Variante “weitaus schwerwiegender” als die beiden anderen und könne mit einer Strafe von “bis zu 2 Jahren” geahndet werden, so die ESIC. Laut ESIC waren von dieser Variante des Fehlers nur drei Coaches betroffen, die vorläufig von allen ESIC-Veranstaltungen ausgeschlossen wurden.

Coaches kurz vor Antwerpen suspendiert?

Bis jetzt wurden noch keine Namen und genauen Strafen bekannt gegeben, aber bei zwei Coaches wurde mindestens eine dieser neuen Varianten festgestellt: Damien “maLeK” Marcel und Luis “peacemaker” Tadeu. peacemaker ist momentan als Coach von Imperial beim kommenden PGL Major Antwerpen gelistet. ESIC hat erklärt, dass drei Teilnehmer des Majors wegen ihrer Beteiligung an “schwerwiegenden Varianten” des Coaching-Bugs vorläufig suspendiert werden.

Eines der größten Probleme für die ESIC ist es mit Sicherheit herauszufinden, ob die Coaches versucht haben, Informationen zu erhalten, wenn sie auf den Bug in der Third-Person-Ansicht gestoßen sind. Diese Version des Bugs trat nur auf Spielservern auf, die von FACEIT und Gamers Club betrieben wurden. Einen offiziellen Grund dafür gibt es noch nicht.

Die ESIC unterscheidet diese Variante des Bugs von den anderen beiden, weil sie “ein relativ geringes Risiko für die Integrität des Wettbewerbs” darstellt und nicht absichtlich ausgelöst wurden. Dennoch ist man der Meinung, dass die Coaches bestraft werden sollten, wenn sie nicht darum gebeten haben, die Runde zu pausieren und sich unter Aufsicht des Admins wieder mit dem Server zu verbinden:

“Die belangten Teilnehmer haben sich dafür entschieden, bis zum Ende der Runde im Bug zu bleiben. Das ist inakzeptabel und stellt nach Ansicht des Kommissars einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex dar.”

Coach darf bis Ende des PGL Majors weiterarbeiten

Die ESIC hat entschieden, dass jeder Fall eines Third-Person-Bugs zu einer 30-tägigen Sperre führen sollte – mit Ausnahme der Fälle, in denen die Coaches den Bug weniger als eine Runde lang hatten, was von der Kommission von Fall zu Fall geprüft wird. Im Gegensatz zu den beiden anderen Varianten wird der Third-Person-Bug nicht dazu führen, dass der Coach mit sofortiger Wirkung suspendiert werden. Anscheinend ist von dieser Variante ein Coach betroffen, der auch am PGL Major in Antwerpen teilnehmen wird.

Doch er darf bis zum Ende des Majors wie gewohnt weiterarbeiten: “Das Kommissariat ist der Ansicht, dass eine vorläufige Suspendierung zum jetzigen Zeitpunkt unfair gegenüber dem Teilnehmer wäre und eine unverhältnismäßige Konsequenz hätte, die nicht nur den Teilnehmer, sondern auch sein Team treffen würde.”

Viele Leute sind auch dieser Ansicht, denn ohne einen Coach bei einem so großen Turnier anzutreten wäre mit Sicherheit eine große Herausforderung für das Line-up. Um welchen Coach es sich handelt, werden wir mit Sicherheit noch erfahren.