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Fragster | Mai 28, 2022

Ergebnisse der TSM-Untersuchung über Dinh und Zhang

Einer der beiden Dinh-Brüder, TSM-CEO Andy “Reginald” Dinh ist vor nicht allzu langer Zeit ins Rampenlicht geraten, weil ihm Mobbing vorgeworfen wurde. Vor allem Yilang “Doublelift” Peng Dinh hatte diesen Stein ins Rollen gebracht, indem er oft das “tyrannische” Verhalten des CEOs anprangerte.

Daraufhin gab es eine interne Untersuchung von TSM um zu überprüfen, ob die Vorwürfe stimmen. Jetzt ist das Ergebnis raus und anscheinend wurde Dinh’s Name wieder reingewaschen, denn es gab keine Beweise für Mobbing. Gleichzeitig lief auch noch eine Untersuchung gegen den Ex-Coach Peter Zhang, der sich von den Spielern Geld geliehen hatte, es aber niemals zurückgab.

Kein toxisches Verhalten von Dinh festgestellt?

Laut einigen Berichten soll Dinh bei TSM und den anderen Unternehmen, darunter Blitz und ICON, eine “Kultur der Angst” geschaffen haben. Die Untersuchungsbeauftragte, die Anwältin Lynne Davis, stellte fest, dass es keine Beweise für ein “ungesetzliches Verhalten” von Dinh gibt. Peter Zhang, der Ex Coach von TSM, wurde dagegen “schuldig gesprochen”, denn er hat sich Geld von Spielern geliehen und es nicht mehr zurückgegeben.

In einer Erklärung, die Dinh zusammen mit der Anwaltskanzlei Gutierrez Marca LLP veröffentlichte, sagte er, dass der Ermittler “keine Beweise für ungesetzliches Verhalten seitens des Unternehmens, seiner Führungskräfte oder an seiner Person” gefunden habe. In dem Dokument heißt es:

“Die Untersuchung ergab, dass es kein unrechtmäßiges Verhalten von Herrn Dinh gab. Keiner der befragten Zeugen war Zeuge von Verhaltensweisen oder abfälligen Bemerkungen, die auf geschützte Merkmale wie Geschlecht, Rasse, Religion oder sexuelle Orientierung abzielten, oder hatte Kenntnis davon.”

In einem Abschnitt des Dokumentes empfahl die Firma, dass Dinh ein Coaching für Führungskräfte absolvieren solle . Außerdem soll das Unternehmen eine “anonyme Melde-Hotline” einrichten, über die sich Mitarbeiter in Zukunft bei Swift, der Muttergesellschaft von TSM, beschweren können, ohne Angst um ihren Arbeitsplatz haben zu müssen.

Die Untersuchungsergebnisse von TSM

In dem Bericht heißt es, dass sechs Mitarbeiter, von denen zwei noch im Unternehmen arbeiten, sagten, dass das Verhalten des ehemaligen League of Legends-Profispielers das eines “Tyrannen” sei und dass er eine “Kultur der Angst” geschaffen habe. Er habe die Leute öffentlich gedemütigt, angeschrien und regelmäßig zum Weinen gebracht.

In dem Bericht heißt es allerdings auch, dass 25 derzeitige Mitarbeiter befragt wurden und sagten, dass der Arbeitsplatz “nicht toxisch sei”. In seiner eigenen Erklärung sagte Dinh, dass sein Führungsstil “direkt, offen und ehrlich” sei – was eine nette Darstellung von “harsch und empathielos” sein könnte. Den Untersuchungsergebnissen zufolge hat Dinh mit den Beschäftigten in einem aggressiven und harschen Ton gesprochen und sie als “Abschaum” beschimpft.

Er erklärte die angeblichen Beschimpfungen und sagte, als er TSM mit nur wenigen Mitarbeitern gründete, hätten sie sich oft gegenseitig Spitznamen wie “Bot” gegeben. “Ich werde mehr Rücksicht auf andere nehmen und integrativ sein, ohne dabei die Spaßkultur zu vernachlässigen”, sagte er in seinem Statement.

Die Untersuchung fing letztes Jahr im November an. Während die Ermittlungen zu dieser Zeit liefen, beschuldigte der ehemalige TSM League of Legends-Spieler Doublelift den CEO öffentlich des Missbrauchs und der Belästigung. Riot Games führt momentan eine eigene Untersuchung gegen Dinh durch die unabhängige Anwaltskanzlei O’Melveny & Myers LLP durch. Die Ergebnisse dieser Untersuchung müssen aber erst noch veröffentlicht werden.

Coach Zhang lieh sich Geld von seinen Spielern

Mit Dinh war es das aber noch nicht, denn TSM hat noch weitere Probleme. Die Organisation hat vor kurzem auch noch bestätigt, dass der ehemaliger Coach Peter Zhang Gehaltszahlungen von Spielern abgezweigt hat, indem er als Puffer zwischen den Spielern und ungenannten Dritten fungierte. Zhang wurde im März von TSM entlassen, nachdem es “sehr ernste Anschuldigungen wegen Interessenkonflikten und unethischer Praktiken” gegeben hatte.

Die Geschichte dazu ist folgende: Zhang hat im Namen des ehemaligen TSM-Support Spielers SwordArt ein Auto für 80.000 Dollar verkauft, das Geld aber nie an den Spieler zurückgegeben. Laut der Untersuchung hat Zhang etwa 35.000 Dollar an SwordArt zurückgegeben, während die anderen 45.000 Dollar immer noch ausstehen.

In seinem Twitter-Post Anfang des Jahres entschuldigte sich Zhang bei SwordArt und sagte, dass “das Geld allen Spielern zurückgegeben wurde” – das ist aber bis jetzt noch nicht passiert. Außerdem versuchte Zhang auch, sich Geld von acht TSM-Spielern und -Mitarbeitern zu leihen, darunter auch von Spielern, für die er die Verantwortung trug. Zhang hat sich darüber hinaus geweigert, mit der internen Untersuchung von TSM zu kooperieren.