Der Epic Games Launcher soll endlich schneller, stabiler und benutzerfreundlicher werden. Nach jahrelanger Kritik an trägen Ladezeiten und hoher Systemlast hat Epic nun bestätigt, dass nicht weiter an Einzelproblemen herumgedoktert wird – stattdessen entsteht der Epic Games Launcher technisch von Grund auf neu.
Epic räumt offen ein, dass der aktuelle Zustand hinter den Erwartungen vieler PC-Spieler zurückbleibt. Diese Einsicht markiert den Startpunkt eines umfassenden Neustarts, bei dem nicht nur die Oberfläche, sondern vor allem die zugrunde liegende Architektur überarbeitet wird.
Neue technische Basis statt weiterer Notlösungen
Im Mittelpunkt des Umbaus steht die Performance. Der neue Launcher soll deutlich schneller starten, weniger Arbeitsspeicher verbrauchen und Bibliotheken nahezu verzögerungsfrei laden. Epic will weg von einem System, das über Jahre mit neuen Funktionen überfrachtet wurde, hin zu einer schlanken, modernen Grundlage.
Zu den zentralen Zielen gehören kürzere Start- und Login-Zeiten, geringere CPU- und RAM-Auslastung im Leerlauf sowie eine stabilere Performance auch bei hohem Nutzeraufkommen. Der Launcher soll künftig problemlos im Hintergrund laufen können – und nicht mehr nur für kurze Pflichtbesuche geöffnet werden.
Mehr als nur ein Download-Tool
Neben der reinen Geschwindigkeit will Epic auch die Rolle des Launchers neu definieren. Statt einer reinen Download- und Shop-Oberfläche soll er sich stärker zu einem sozialen Hub entwickeln. Geplant sind umfangreiche Community- und Kommunikationsfunktionen, die sich an etablierten PC-Plattformen orientieren.
Dazu zählen Spielerprofile mit Avataren, private Textnachrichten, öffentliche und private Community-Bereiche für Spiele sowie integrierte Foren für ausgewählte Titel. Auch Sprachchat und plattformübergreifende Gruppen sollen Teil des neuen Systems werden. Erste Forum-Funktionen testet Epic bereits bei größeren Releases, eine breitere Einführung ist im Laufe des Jahres vorgesehen.
Verzahnung mit Epic Online Services
Die neuen Social-Features sollen nicht auf den Launcher beschränkt bleiben. Epic plant, Chat- und Community-Systeme direkt mit den Epic Online Services zu verknüpfen, sodass andere Entwickler diese Funktionen in ihre Spiele integrieren können. Die soziale Identität soll stärker an den Epic-Account gebunden werden – unabhängig vom jeweiligen Spiel.
Parallel dazu arbeitet Epic an einer vereinheitlichten Spielebibliothek, die PC- und Mobile-Titel zusammenführt. Auch der Mobile Store soll weiter ausgebaut und in zusätzliche Regionen gebracht werden, inklusive besserer Verwaltungsfunktionen.
Gratis-Spiele bleiben fester Bestandteil
An den wöchentlichen Gratis-Spielen will Epic festhalten. Das Unternehmen betrachtet sie weiterhin als langfristiges Bindungsinstrument und verweist auf konstant hohe Abrufzahlen als Begründung für die Fortsetzung des Programms.
Release-Zeitraum im Blick
Die meisten Änderungen sind für spätes Frühjahr bis frühen Sommer geplant. Ab diesem Zeitraum sollen Nutzer im Alltag spürbare Verbesserungen bemerken – nicht nur neue Features auf dem Papier, sondern einen Launcher, der sich endlich zeitgemäß anfühlt.
Ob der große Neustart ausreicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Epic hat erkannt, dass Performance und Nutzererlebnis über Erfolg oder Misserfolg einer Plattform entscheiden.


