Zum Inhalt springen
DE LIVE
Aktuelle News

Emberward verlässt am 17. September den Early Access – Tower Defense trifft Tetris

Jonas Teichmann
Jonas Teichmann Chefredakteur & Esports-Experte

Der Entwickler Refic Games hat am 3. September den Termin für die Vollversion von Emberward genannt: Version 1.0 erscheint am 17. September für den PC über Steam. Damit endet eine Early-Access-Phase, die im Juni 2024 begann und in den Nutzerbewertungen einen der besten Werte erreicht hat, die Steam zu vergeben hat.

Bauen statt nur platzieren

Emberward verbindet Tower Defense mit Deckbau, Roguelite-Struktur und einer Idee, die man eher aus Tetris kennt. Vor jeder Welle legen Spieler Blöcke in Tetromino-Form auf die Karte und formen damit selbst den Weg, den die Gegner nehmen müssen. Übersteigen lassen sich die Blöcke nicht, vollständig zumauern darf man den Weg aber auch nicht – es geht darum, möglichst lange Umwege zu erzwingen.

Auf den gesetzten Blöcken lassen sich anschließend Türme errichten. Weil beides zusammenwirkt, entsteht die eigentliche taktische Ebene aus der Kombination: Bestimmte Blöcke verstärken bestimmte Turmarten, etwa solche mit Blitzschaden. Wer den Grundriss geschickt anlegt, schafft Kreuzfeuer statt einer Perlenschnur aus Einzelverteidigern.

Nach jedem Abschnitt gibt es zufällig neue Blöcke und Turmtypen. Der aktuelle Stand umfasst 45 Türme, 78 Reliquien, dazu Runen, Verbesserungen und Blockkarten, sieben freischaltbare Figuren und fünf Flammentypen. Vier Gebiete stehen bereit, jeweils in drei Schwierigkeitsstufen, ergänzt um ein System für zusätzliche Erschwernisse.

Was Version 1.0 bringt

Kernstück des Abschlussupdates ist ein fünftes Gebiet. Es ist als Verlies angelegt, das von der Macht der Leere befallen ist, und bricht mit einer Regel, die bislang durchgehend galt: In den Leere-Bereichen der Karte lassen sich Blöcke setzen, um überhaupt erst begehbaren Boden zu schaffen. Auf diesem Boden können dann weitere Blöcke stehen. Das erlaubt Labyrinthe, die deutlich verschachtelter ausfallen als alles bisher Mögliche.

Dazu kommen neue Runen als Verbesserungsebene, überarbeitete Werte für bestehende Türme und Reliquien sowie Erscheinungsbilder für Blöcke und zusätzliche Erfolge. Für diese Inhalte hat Refic Games die zuvor nahezu monatlichen Updates rund fünf Monate lang ausgesetzt.

Warum die Bewertungen so hoch liegen

Emberward steht bei rund 3.700 Rezensionen auf Steam bei 96 Prozent Zustimmung und damit im Bereich „Äußerst positiv“ – eine Einstufung, die vergleichsweise selten vergeben wird. Die Besitzerzahl liegt Schätzungen zufolge zwischen 100.000 und 200.000.

Der Grund dürfte weniger im Umfang liegen als in der Passgenauigkeit. Das Spiel stammt von einem einzelnen Entwickler, hält sich an eine überschaubare Idee und führt sie konsequent aus, statt Systeme zu stapeln. Ein Durchgang der Hauptinhalte dauert rund neun bis zehn Stunden, wobei die höheren Schwierigkeitsstufen und der Endlosmodus deutlich darüber hinaus tragen.

Preis, Sprache und was vor dem 17. September zu beachten ist

Ein Punkt ist für Kaufinteressenten relevant: Refic Games hat angekündigt, den Preis zum Erscheinen der Vollversion anzuheben – entsprechend dem Umfang der neuen Inhalte. Wer jetzt zugreift, zahlt also den niedrigeren Early-Access-Preis und erhält Version 1.0 automatisch.

Hinzu kommt eine Regel von Steam, auf die der Entwickler selbst hingewiesen hat: Nach einer Preisänderung darf ein Spiel einen Monat lang nicht rabattiert werden. Wer auf ein Angebot zum Start hofft, wartet vergeblich.

Eine deutsche Sprachfassung gibt es nicht. Emberward unterstützt Englisch, vereinfachtes und traditionelles Chinesisch sowie Japanisch. Angesichts der geringen Textmenge – die Menüs bestehen im Wesentlichen aus Turm- und Reliquienbeschreibungen – dürfte das für die meisten kein Hindernis sein, sollte man vor dem Kauf aber wissen. Das Spiel erscheint ausschließlich für den PC, eine Konsolenfassung ist nicht angekündigt.

Für dich ausgewählt

Das könnte dich auch interessieren

Jonas Teichmann

Über den Autor

Jonas Teichmann

Jonas Teichmann ist Texter und E-Sport-Redakteur bei Fragster.de. In seinen Artikeln verbindet er aktuelle News mit klarer Einordnung und einem Blick für die Details, die in der Szene wirklich zählen. Ob CS2, League of Legends oder die großen internationalen Turniere: Jonas bereitet Themen so auf, dass sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger schnell den Überblick bekommen. Sein Fokus liegt auf verständlicher Sprache, sauberer Struktur und dem Anspruch, Entwicklungen nicht nur zu melden, sondern auch nachvollziehbar zu erklären. Dabei greift er Trends, Meta-Änderungen und Teamdynamiken genauso auf wie relevante Hintergrundgeschichten.

Alle Artikel ansehen →
Gerade veröffentlicht

Neueste News

Alle ansehen →